Oscar Piastri: Red Bull in der Formel 1 wieder zum “Maß der Dinge” geworden

Oscar Piastri: Red Bull in der Formel 1 wieder zum “Maß der Dinge” geworden

 

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Red Bull hat sich dank eines umfassenden Updates für den RB22 zurück an die Spitze gekämpft und zu Mercedes aufgeschlossen. Davon ist zumindest Oscar Piastri überzeugt. Für McLaren sieht die Lage weniger rosig aus: Während die Konkurrenz nachlegt, verliert das Traditionsteam im Kräftemessen der Saison 2026 spürbar an Boden.  LAT Images Oscar Piastri sieht Red Bull mittlerweile wieder als “Maß der Dinge”

Red Bull brachte beim Großen Preis von Aserbaidschan ein großes Upgrade-Paket an den Start: Die überarbeiteten Seitenkästen, ein modifizierter Unterboden samt neuem Diffusor sowie Anpassungen an Spiegeln und Halo zeigten sofort Wirkung. Die Bilanz der vergangenen zwei Rennwochenenden ist die bisher stärkste des Teams in dieser Saison: In Baku jagte Max Verstappen Rennsieger George Russell nach einer Aufholjagd von Startplatz acht bis kurz vor die Ziellinie, ehe der viermalige Weltmeister in Malaysia zu einem ungefährdeten Sieg flog.
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Auch McLaren lieferte in Aserbaidschan ein großes Paket für den MCL40 ab, darunter neue Seitenkästen, eine überarbeitete Motorabdeckung, ein angepasster Unterboden samt Diffusor sowie Modifikationen an Heckflügel und Hinterradaufhängung. Sepang: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

An die glanzvollen Siege von Lando Norris in Ungarn und Zandvoort konnte das Team danach jedoch nicht mehr anknüpfen. Das Update habe zwar wie gewohnt funktioniert, räumte Teamchef Andrea Stella ein, allerdings nicht den erhofften Sprung im Vergleich zur Top-Konkurrenz gebracht. In Baku verpasste Piastri das Podest nur durch einen späten Verbremser, beim anschließenden Rennwochenende in Sepang verfehlten jedoch beide Piloten sowohl im Qualifying als auch im Rennen die Top 5. Der Australier kam auf dem sechsten Platz ins Ziel. Oscar Piastri vom Red-Bull-Sprung überrascht “Mercedes war die gesamte Saison über extrem stark. Daher war es keine Überraschung, dass sie auf den langen Geraden in Baku so schnell waren”, analysiert Piastri. “Angesichts der vielen Geraden in Malaysia hat es mich allerdings gewundert, dass sie dort nicht noch schneller waren.” “Was auch immer Red Bull in Baku ans Auto geschraubt hat – es war definitiv ein großer Schritt. Durch das Qualifying und Max’ Motorprobleme ging Baku für sie fast etwas unter dem Radar. Wäre er weiter vorne gestartet, hätte er George nicht nur am Ende, sondern das gesamte Rennen über mächtig unter Druck gesetzt. In Malaysia war er dann ganz klar die schnellste Kombination aus Auto und Fahrer.” Formel-1-Quiz
Wie alt war Oscar Piastri bei seiner ersten F1-Pole-Position?
29 Jahre, 115 Tage 23 Jahre, 352 Tage 21 Jahre, 237 Tage 35 Jahre, 21 Tage Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Piastri fasst die Lage im Feld prägnant zusammen: “Die Teams um uns herum machen Fortschritte. Wir und Ferrari liefern uns ein gewisses Hin und Her, aber Mercedes war bisher der Maßstab – und ich denke, Red Bull hat in den letzten Wochen zu ihnen aufgeschlossen.”
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Zusätzlich machten McLaren bei den vergangenen zwei Rennen Probleme mit der Kraftstoffeinspritzung zu schaffen. Für das anstehende Wochenende in Singapur hat das Team zwar eine Lösung parat, ob diese jedoch reicht, um Mercedes und Red Bull auf Augenhöhe zu begegnen, bleibt erst noch abzuwarten. Norris fordert Antworten: McLaren auf Ursachenforschung Auf die Frage nach den Erkenntnissen aus Malaysia entgegnete Lando Norris: “Da gab es einiges – sowohl auf meiner Seite als auch für uns als Team. Natürlich bezogen auf das Rennen selbst, aber auch generell mit Blick aufs Auto: Wo müssen wir uns verbessern und wie kommen wir wieder auf das Niveau von Budapest, Zandvoort oder Madrid?” Der Weltmeister nennt konkrete Baustellen: “Einige Dinge lagen auf der Hand, etwa der Topspeed auf den Geraden oder die Probleme, die ich persönlich mit der Abstimmung hatte. Dazu kommen technische Fragen: Wie können wir mehr Potenzial freischalten, um die frühere Form zurückzuerlangen? Das ist eine knifflige Aufgabe, aber das Team arbeitet unter Hochdruck.” Fotos: F1: Grand Prix von Singapur 2026
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Dass die Durststrecke nur an den Kursen in Baku und Sepang lag, glaubt der Briten nicht vollends: “In Baku waren wir auch nicht gerade schnell. Es ist also kein reines Malaysia-Problem. Allerdings hat der raue Asphalt in Malaysia sicherlich eine Rolle gespielt.”
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“Für uns wird sich an diesem Wochenende zeigen, ob wir einen Teil der verlorenen Performance zurückholen können. Singapur ist eine Strecke, die mir liegt und auf der wir in den letzten Jahren stark waren.” Zur Erinnerung: In der Saison 2024 triumphierte der McLaren-Pilot von der Poleposition aus. “Ein Stück weit liegt es sicher am Streckenlayout – die letzten Kurse kamen unseren Stärken nicht so entgegen wie etwa Madrid”, so Norris. “Unterm Strich bleiben wir aber hinter unseren eigenen Ansprüchen zurück. Wir müssen schlichtweg einen besseren Job machen – egal auf welcher Strecke.”
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Jetzt wartet auf McLaren die nächste Hürde: Das Sprint-Format macht ein Comeback nicht einfacher, weil der MCL40 als Auto gilt, für das nur schwer auf Anhieb ein gutes Set-up zu finden ist. “Es fiel uns beiden nie wirklich leicht, auf Anhieb das passende Set-up zu treffen – ganz besonders mir”, räumt Piastri ein. “Das wird eine echte Reifeprüfung für uns.”

 
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