Rätsel um Mercedes-Upgrades: “Wir haben nicht das Geld”
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Der Vorsprung von Mercedes ist geschmolzen. Gewannen die Silberpfeile die ersten sechs Rennen der Formel-1-Saison 2026 allesamt, ist das Feld seitdem zusammengerückt. Von den folgenden sechs Rennen gewann Mercedes lediglich noch zwei, McLaren und Ferrari triumphierten ebenfalls jeweils zweimal. LAT Images Der Vorsprung von Mercedes ist zuletzt deutlich kleiner geworden
Zu verdanken haben beide Verfolger das unter anderem diversen Update-Paketen, die man seither ans Auto brachte. Mercedes dagegen war im Hinblick auf neue Teile bislang eher zurückhaltend unterwegs, was Teamchef Toto Wolff mit den finanziellen Gegebenheiten begründet. Durch die Kostenobergrenze seien “wir einfach alle eingeschränkt bis zu einem gewissen Grad”, erklärt er bei Sky und betont: “Wir haben nicht das Geld, um Weiterentwicklungen ans Auto zu bringen.” Diese Aussage wirft allerdings Fragen auf.
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Denn wenn Mercedes wirklich das Geld für neue Teile fehlt, wieso konnten dann Ferrari und McLaren einen deutlich aggressiveren Update-Plan verfolgen? “Ich habe bereits gesagt, dass wir versuchen, es über die Saison hinweg gleichmäßig zu verteilen”, erklärt Wolff. “Manche verfolgen vielleicht eine andere Strategie und geben zu Beginn und in der Mitte des Jahres mehr aus als gegen Ende”, so der Teamchef. Heißt: McLaren und Ferrari könnte irgendwann das Geld ausgehen, während Mercedes noch etwas mehr finanziellen Spielraum hat. “Man wird sehen, ob sie gegen Ende der Saison noch genauso viel ans Auto bringen können wie derzeit”, sagt Wolff und erklärt, Mercedes plane die eigenen Updates “basierend auf unseren Berechnungen, […] wie wir die Meisterschaftspunkte optimieren können.” Warum Stella an Wolffs Darstellung zweifelt “Aber wir können nun einmal nicht tun, was wir nicht tun können”, stellt er klar. Eine Aussage, die ihm Andrea Stella jedoch so nicht abkauft. Der McLaren-Teamchef geht davon aus, dass Mercedes durchaus die Möglichkeiten hätte, regelmäßiger neue Teile ans Auto zu bringen. “Ich bin mir sicher, dass das Auto im Windkanal deutlich schneller ist als das, das sie auf der Rennstrecke haben, und dass sie nun einen Teil dieses Potenzials in Upgrades umsetzen wollen, die es an das echte Auto schaffen”, betont Stella. “Ich bin mir also ziemlich sicher, dass sie Upgrades haben werden. Natürlich wäre es gut, wenn das nicht der Fall wäre, aber darüber möchte ich gar nicht erst nachdenken”, so der McLaren-Teamchef, der unter anderem auf zusätzlichen finanziellen Spielraum durch eine Anpassung der Kostenobergrenze verweist. Teamwork und Widerstand: Mercedes stärkt Kimi, Hamilton sauer auf Leclerc I F1 Rennen Zandvoort 2026 Video wird geladen…
Weil die Regeln für die Saison 2027 noch einmal angepasst werden, hat jedes Team drei Millionen US-Dollar zusätzlich zur Verfügung bekommen, die entweder 2026 oder 2027 genutzt werden dürfen. Dementsprechend ist sich Stella sicher, dass Mercedes beim Budgetcap noch etwas Luft haben müsste.
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Die Anzahl der Updates an den Autos war in diesem Jahr bereits mehrfach Thema. Auch Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies erklärte beispielsweise schon, dass es “schwer vorstellbar” sei, dass sein Team das Entwicklungstempo nach einigen größeren Updates vor der Sommerpause in der zweiten Hälfte der Saison so beibehalten könne. Und Toto Wolff attackierte Ferrari im Juni, als er erklärte: “Meiner Meinung nach müsste ihnen bald das Geld ausgehen, das Budgetcap-Geld, denn wir könnten das so nicht machen. Uns fehlt schlicht der Puffer unter dem Kostendeckel, um so viele Teile zu bringen, wie sie es tun.”
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Mercedes plant aktuell noch ein größeres Update für den Großen Preis von Bahrain in Malaysia im Oktober. Man müsse daher auf neue Teile “noch einige Rennen warten”, so Wolff.
Formel1.de
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