Red Bull: Max Verstappen nennt “große Priorität” für zweite Saisonhälfte
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Zur Formel-1-Sommerpause 2026 liegt Max Verstappen 110 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. In der vergangenen Saison startete Verstappen ab Zandvoort eine spektakuläre Aufholjagd und stand in jedem Grand Prix der zweiten Saisonhälfte auf dem Podium. Dieses Mal rechnet er jedoch keineswegs mit einem ähnlichen Szenario. LAT Images Max Verstappen wartet 2026 noch immer auf seinen ersten Sieg
Die Probleme von Red Bull sind ein Jahr später komplexer. Das Team startete mit einem erheblichen Rückstand in die Saison, der zwar erwartet worden war, allerdings aus anderen Gründen. Vor der Saison war die eigene Powerunit das größte Fragezeichen, doch der DM01-Antrieb erwies sich als überraschend konkurrenzfähig. Auf der Chassis-Seite waren die Defizite jedoch größer. Berücksichtigt man zudem das Übergewicht des RB22, wird deutlich, warum Red Bull laut Zahlen von Paceteq in Australien und China bei der reinen Rennpace mehr als 1,3 Sekunden zurücklag.
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In Belgien und Ungarn war der Rückstand auf zwei Zehntelsekunden pro Runde geschrumpft. Verstappen glaubt allerdings, dass diese Zahlen nicht die ganze Geschichte erzählen. In Budapest sagte der Niederländer, dass bei Red Bull offenbar jedes Wochenende ein neues Problem auftrete. Zuvor hatte er bereits scherzhaft erklärt, dass ihn all die Rückschläge in diesem Jahr dazu bringen würden, die Winterpause als Buddha in Tibet zu verbringen. Ernsthafter fügte Verstappen hinzu, dass Red Bull diese Art von Problemen in den Griff bekommen müsse. Besonders deutlich wurde das, nachdem er in Ungarn eine von ihm als “Autoabbau” bezeichnete Situation erlebt hatte: Das Auto wurde im Verlauf des Wochenendes und sogar innerhalb einer Session schlechter. Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause
“Zuerst müssen wir mehr Gesamtperformance finden. Dann müssen wir unsere Probleme beheben, bei denen wir über ein Wochenende manchmal einfach Performance verlieren – oder sogar vom Start bis zum Ende eines Rennens”, verrät Verstappen. “Das ist also tatsächlich eine große Priorität”, so der Niederländer, der über die erste Saisonhälfte sagt: “Insgesamt war es sehr hart. Es gab einige gute Momente und, denke ich, einige helle und glänzende Augenblicke. Insgesamt war es jedoch schwierig.” “Deshalb müssen wir versuchen, konstanter und etwas vielseitiger zu werden, um mehr unkomplizierte Wochenenden zu erleben. Außerdem müssen wir mehr Performance finden”, fordert er. “Am Ende des Tages ist es so einfach. Neben der Suche nach mehr Performance geht es auch darum, diese Probleme mit dem aktuellen Paket zu vermeiden.” Wache nennt zwei Schwächen des RB22 Während Verstappen betont, dass Red Bull negative Überraschungen verhindern müsse, räumt Technikdirektor Pierre Wache ein, dass der RB22 auch mehrere konkrete Probleme aufweist, über die sich beide Fahrer beschwert haben.
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“Wie bei jedem Rennwagen sieht man gewisse Einschränkungen darin, wie die Fahrer das Auto nutzen können – hinsichtlich seines Abtriebs und der Eigenschaften, die man in Bezug auf die Balance verändern und neu ausrichten kann”, so Wache. “Wir haben eindeutig einige Einschränkungen, wie jeder Rennwagen, und zwar bei der Stabilität am Kurveneingang sowie beim Untersteuern in der Kurvenmitte. Wir versuchen, diese Aspekte durch den Einsatz mechanischer Hilfsmittel zu vermeiden”, sagt er.
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Es ist allgemein bekannt, dass Verstappen Untersteuern in der Kurvenmitte überhaupt nicht mag. Das Feedback beider Red-Bull-Fahrer ist in dieser Hinsicht jedoch ziemlich ähnlich. Auch Isack Hadjar betont: “Die Stabilität am Kurveneingang muss gelöst werden, dann können wir den Rest verbessern.” Kostete dieser Strategiefehler Verstappen den ersten Saisonsieg? Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Österreich analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.
Trotz dieser Probleme hat Red Bull seit der schwierigen Anfangsphase der Saison deutliche Fortschritte gemacht. Wache kommt bei der Bewertung der schmerzhaften ersten Rennwochenenden des Jahres 2026 zum gleichen Schluss. “Was die Probleme mit dem Auto zu Beginn betrifft, fehlte uns im Vergleich zu einigen anderen Teams eindeutig Abtrieb. Außerdem hatten wir einige mechanische Schwierigkeiten am Auto, wodurch der Fahrer das Auto über die Lenkung nicht spürte. Das haben wir zu Beginn korrigiert.”
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“Es dauerte ein wenig, aber diese Probleme kamen zusätzlich zum allgemeinen Performance-Defizit und zum Potenzial des Autos hinzu. Wir hatten also Schwierigkeiten mit dem Gefühl der Fahrer – das ist kein Geheimnis”, so Wache.
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