Red Bull setzt auf KI: Wie Oracle die Rennstrategie verändert
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Eine künstliche Intelligenz empfiehlt Red Bull, wie sich ein Fahrer auf der Strecke verhalten soll. Selbst wenn ihre Einschätzung, von der des Teams abweicht, kann sie die Rennentscheidung beeinflussen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigte sich beim Italien-Grand-Prix 2025. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit Technologiepartner Oracle. Getty Images Die KI von Oracle unterstützt Red Bull in der Entscheidungsfindung
Jack Harington, bei Red Bull für technische Partnerschaften und Performance verantwortlich, erklärt in einem Interview, wie sich die Anwendung weiterentwickelt hat. Ursprünglich diente sie Ingenieuren als Suchwerkzeug für Informationen zum Formel-1-Reglement und frühere Entscheidungen der Rennkommissare. Inzwischen wertet die KI zusätzliche Informationen aus und gibt während eines Grand Prix konkrete Handlungsempfehlungen. Verstappens Duell mit Norris als Beispiel Beim Italien-Grand-Prix 2025 in Monza kämpfte Max Verstappen in der ersten Runde mit Lando Norris um die Führung, als der Red-Bull-Pilot in der ersten Schikane von der Strecke abkam. Der KI-Agent empfahl dem Team, die Position zurückzugeben, um eine mögliche Strafe zu vermeiden.
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Laut Harington entsprach das zunächst nicht der Einschätzung des Rennstalls. Red Bull folgte dennoch der Empfehlung. “Sie trifft also tatsächlich Entscheidungen für uns”, erklärt Harington. Verstappen entging damit einer Strafe, holte sich die Führung wenig später zurück und gewann mit 19,2 Sekunden Vorsprung auf Norris. Das Beispiel verdeutlicht, welchen Einfluss die KI bereits auf konkrete Rennentscheidungen haben kann. Red Bull und Oracle bauen Zusammenarbeit aus Im Februar 2026 verlängerten Red Bull und Oracle ihre Titelpartnerschaft um mehrere Jahre. Neben dem KI-Agenten für die Rennstrategie umfasst die Zusammenarbeit auch die technische Entwicklung. Oracle Cloud Infrastructure und Oracle AI unterstützen unter anderem das Debüt der neuen Hybrid-Antriebseinheit von Red Bull Ford Powertrains im Jahr 2026 sowie die Simulation möglicher Rennverläufe. Die Technologie soll dem Team helfen, unterschiedliche Szenarien durchzuspielen und auch unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen. Gerade wenn zahlreiche Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden müssen, kann die zusätzliche Auswertung von Daten einen Vorteil bieten. Die Verantwortung bleibt beim Team Für Harington bleibt trotz des technologischen Fortschritts klar: “Die Formel 1 ist und wird immer ein menschlicher Sport sein.” Die KI soll also die Arbeit des Teams unterstützen, nicht die Erfahrung und das Urteilsvermögen seiner Mitarbeiter ersetzen. Auch andere Teams des Paddocks setzen auf solche Partnerschaften: McLaren arbeitet mit Google und dessen Gemini-KI zusammen, Mercedes kooperiert mit Microsoft und Ferrari mit IBM. Die Anwendungen reichen von der Unterstützung interner Abläufe bis zu Angeboten für Fans.
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Red Bull konzentriert sich mit seinem KI-Agenten insbesondere darauf, strategische Entscheidungen direkt an der Rennstrecke zu verbessern.
Formel1.de
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