Reifenschaden in Singapur hat Oscar Piastri “wahrscheinlich sogar geholfen”
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McLaren-Pilot Oscar Piastri glaubt, dass ihm der schleichende Plattfuß, der beim Großen Preis von Singapur einen zusätzlichen Boxenstopp erforderlich machte, am Ende zu einem besseren Ergebnis verholfen hat: Kurz vor Rennende konnte sich der Australier an Lewis Hamilton vorbeischieben und sich den fünften Platz sichern. LAT Images Oscar Piastri konnte sich am Ende noch an Lewis Hamilton vorbeischieben
“Das war definitiv das Maximum dessen, was wir erreichen konnten; wir hatten nicht die Pace für mehr. Hier ist die Streckenposition natürlich enorm wichtig”, meint Piastri. “Ich persönlich habe meiner Meinung nach einen ziemlich guten Job gemacht.” “Der Reifenschaden war natürlich etwas ärgerlich, aber ironischerweise hat er wahrscheinlich sogar geholfen”, ergänzt der McLaren-Pilot mit Blick auf den zusätzlichen Boxenstopp in der 40. Runde. “Ich habe Lewis am Ende noch bekommen – es gibt also auch etwas Positives daran.”
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Piastri hatte seinen ersten Stint auf den weichen Reifen deutlich länger ausgedehnt als beispielsweise Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc im Ferrari. Erst kurz vor dem Einsatz des virtuellen Safety-Cars wechselte er auf die Medium-Reifen. Oscar Piastri “wäre ziemlich enttäuscht gewesen” Deshalb hätte ein zusätzlicher Boxenstopp während der Gelbphase kaum Sinn ergeben. Piastri wäre das Rennen voraussichtlich auf den Medium-Reifen zu Ende gefahren. Der Reifenschaden machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und zwang ihn bereits nach acht Runden zu einem erneuten Reifenwechsel. Singapur: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Mit den Soft-Reifen kehrte Piastri auf die Strecke zurück, lag zu diesem Zeitpunkt allerdings 37 Sekunden hinter Hamilton. Der McLaren-Pilot war rund zwei Sekunden pro Runde schneller und konnte die Lücke bis zur drittletzten Runde schließen. Der Ferrari-Pilot verteidigte seine Position hartnäckig, war auf seinen abgefahrenen Reifen jedoch machtlos. “Es war schwierig, denn sobald man aufgeschlossen hat, überhitzen die Reifen schnell, wenn man nicht aufpasst, und man bleibt quasi in ihrem Tempo stecken.” “Aber angesichts dessen, wie schnell ich aufgeholt habe, wäre ich ziemlich enttäuscht von mir selbst gewesen, wenn ich nicht vorbeigekommen wäre”, meint Piastri. “Es gab also ein wenig Aufregung – was gut war, denn ansonsten war es ein ziemlich einsames Rennen.” McLaren-Teamchef übt Kritik am Reifenschaden McLaren-Teamchef Andrea Stella betont, dass die Ursache für den schleichenden Plattfuß geklärt werden müsse. Das Team werde das Problem gemeinsam mit Reifenlieferant Pirelli untersuchen. “Ehrlich gesagt ist das ein ziemlich ungewöhnlicher Vorfall”, findet der erfahrene Ingenieur. “Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal von einem schleichenden Plattfuß gehört. Für Oscar hat es heute zwar keine großen Auswirkungen gehabt, aber in einem engeren Rennen hätte es einen erheblichen Zeitverlust bedeuten können – wir müssen der Sache also definitiv auf den Grund gehen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Ich glaube nicht, dass es sich um ein Problem handelt, das spezifisch für ein bestimmtes Team ist. Aber idealerweise sollte so etwas keinem Konkurrenten passieren.” Zufrieden dürfte Piastri nicht sein: Der Singapur-Grand-Prix war bereits sein 13. Rennen in Folge ohne Podiumsplatzierung, die längste Durststrecke seit Beginn seiner Rookie-Saison 2023.
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