Späte Einsicht bei Lando Norris: “Hätte es gar nicht erst versuchen dürfen!”
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Lando Norris hat die Verantwortung für die Kollision mit Oscar Piastri im Sprint von Singapur übernommen. Der McLaren-Pilot räumt ein, dass sein Angriff in der letzten Runde nicht hätte stattfinden dürfen. Am Sonntag betrieb er mit Platz vier Schadensbegrenzung, sieht McLaren vor dem nächsten Rennen in Austin aber weiterhin deutlich im Hintertreffen. LAT Images Lando Norris zeigt sich nach dem Teamcrash nun doch einsichtig
“Ich darf nicht versuchen, was ich getan habe. Ich hätte es gar nicht erst versuchen dürfen, selbst wenn das Manöver theoretisch machbar gewesen wäre”, erklärt Norris nach dem Grand Prix. “Ich muss mehr an das Team denken, das ich vertrete, als an mich selbst.” Er habe McLaren enttäuscht und sich bei den Mitarbeitern entschuldigt. “Ich bin jedem von ihnen eine Entschuldigung schuldig und werde es das nächste Mal besser machen.” Damit fiel Norris’ Einordnung deutlich selbstkritischer aus als unmittelbar nach dem Sprint. In der letzten Runde des 20-Runden-Rennens hatte er in Kurve 5 innen neben Piastri angesetzt und dabei den rechten Hinterreifen seines Teamkollegen getroffen.
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Beide McLaren drehten sich. Norris fiel auf Platz acht zurück, Piastri musste aufgeben – aus den Positionen vier und fünf wurde für das Team ein kostspieliger Rückschlag. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Zunächst hatte Norris seinen Angriff noch mit der sich bietenden Lücke begründet: “Es war eine große Lücke, also habe ich es versucht. Das Recht habe ich dazu. Den Rest werden wir als Team analysieren.” Teamchef Andrea Stella bezeichnete den Vorfall anschließend als “nicht akzeptabel” und kündigte Gespräche an. Norris’ neue Aussagen lassen wenig Zweifel daran, dass er die Verantwortung inzwischen bei sich sieht. Norris sieht Platz vier als Maximum Sportlich gelang ihm am Sonntag eine teilweise Wiedergutmachung. Norris wurde Vierter, verpasste das Podium allerdings trotz einer späten Aufholjagd. Entscheidend war zunächst die virtuelle Safety-Car-Phase in Runde 39: Weil Kimi Antonelli einen zweiten Boxenstopp einlegte, rückte Norris auf Rang vier vor. Der Mercedes-Pilot lag danach zunächst rund sechs Sekunden hinter ihm, während Lewis Hamilton auf gebrauchten Soft-Reifen vor Norris fuhr. Norris holte den Ferrari innerhalb von elf Runden ein, fand zunächst aber keinen Weg vorbei. Im Duell mit Hamilton kam es zu einem harten Kampf um den Bremspunkt in Kurve 1. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Norris kritisiert, dass Hamilton die Kurve nicht richtig angebremst habe und er dadurch ebenfalls von der Strecke geraten sei. Aus seiner Sicht kostete ihn die Situation die Chance, anschließend auch Antonelli stärker unter Druck zu setzen. “Ich hätte es auf eine bessere Art und Weise erreichen und zumindest Kimi einen guten Kampf liefern können”, sagte Norris über das Ergebnis.
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“Ich hätte also einen besseren Job machen können, um das Ergebnis zu erzielen, das wir heute hatten.” Zugleich räumt er ein, dass Antonelli wohl ohnehin vorbeigekommen wäre. Mit frischen Reifen war der Mercedes am Ende deutlich schneller; Norris überquerte die Ziellinie mit 16 Sekunden Rückstand auf Antonelli. Sein Fazit fällt deshalb nüchtern aus: “Platz vier war heute das Maximum, deshalb bin ich froh, das erreicht zu haben, und wir haben einige gute Punkte mitgenommen.” McLaren fehlt weiterhin die nötige Pace Der vierte Platz ändert jedoch wenig an McLarens grundsätzlicher Lage. Zum dritten Mal in Folge blieb das Team ohne Podestplatz, nachdem Norris im Sommer noch zwei Rennen hintereinander in Ungarn und den Niederlanden gewonnen hatte. Der Formverlust ist damit nicht mehr nur eine Momentaufnahme eines einzelnen Rennwochenendes. Singapur: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Auch mit Blick auf Austin verbreitete Norris wenig Zuversicht. Auf die Frage, ob er sich für das nächste Rennen besser aufgestellt sehe, antwortet er: “Nein, nicht wirklich. Das Auto ist nicht schnell genug und zu schwer zu fahren. Wir sind weit weg, also …”
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Damit steht McLaren vor zwei unterschiedlichen Aufgaben: Intern muss der Rennstall den Konflikt zwischen seinen beiden Fahrern aufarbeiten. Auf der Strecke braucht das Team dagegen vor allem ein konkurrenzfähigeres Auto. Norris hat für seinen Anteil an der Kollision die Verantwortung übernommen – eine Lösung für die sportlichen Probleme ist damit noch nicht gefunden.
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