Stroll-Unfall aufgeklärt: Aston Martin verweist auf Antriebsproblem
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Aston Martin und Motorenpartner Honda sehen die Ursache für den Monaco-Unfall von Lance Stroll klar in einem technischen Problem der Antriebseinheit. LAT Images Lance Stroll war in seinem Aston Martin nur noch Passagier
Nach Auswertung der Daten führte eine inkonsistente Drehmomentabgabe zu plötzlichen Leistungsspitzen, die das Auto in der Schlusskurve unkontrollierbar machten. Die zuvor diskutierten Schäden an der Streckenoberfläche gelten damit nicht mehr als Hauptursache für das Ausscheiden des Aston-Martin-Piloten. Der Vorfall ereignete sich in Runde 57, als Stroll auf Rang 16 liegend in der letzten Kurve Anthony Noghes geradeaus in die Leitplanken fuhr und ausschied. Der Unfall führte zu einer Safety-Car-Phase. Kurz nach dem Re-Start verunfallte auch Charles Leclerc an exakt derselben Stelle, was letztlich eine rote Flagge zur Folge hatte.
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Zunächst stand ein Stück beschädigte Asphaltfläche im Fokus, die bereits nach dem Historic-Grand-Prix des Vormonats ausgebessert worden war. Diese Erklärung wurde jetzt jedoch vom Team relativiert und durch die technische Analyse ersetzt. Stroll: “Als wäre das Gas einfach offen geblieben” Stroll beschrieb den Moment zum Zeitpunkt des Unfalls als abrupten Kontrollverlust. “Es war, als wäre das Gaspedal einfach voll offen geblieben”, funkte er ans Team. Gegenüber den Medien machte der Kanadier später klar, dass das Problem keineswegs neu sei: “Wir haben die ganze Saison über Probleme mit der Motorbremse, in manchen Kurven schiebt er, in anderen zieht er, und es ist jedes Mal etwas anderes.” Zum konkreten Unfall erklärte er zudem: “In dieser Kurve und Runde hat es mich einfach in die Mauer gedrückt, als wäre das Gaspedal zu 50 Prozent offen gewesen.” Die Fahrbarkeit gehört zu den größten Beschwerden von Stroll und seinem Teamkollegen Fernando Alonso in dieser Saison. Schwankende Drehmomentabgabe bei niedrigen Drehzahlen und eine unzureichende Getriebesynchronisation führen dazu, dass das Bremsen in langsamen Kurven zum Glücksspiel wird. Die Fahrer haben das Gefühl, dass der Motor weiter anschiebt, obwohl er eigentlich bremsunterstützend wirken sollte. Alonso hatte bereits vor dem Rennen auf die Problematik hingewiesen und betont, dass jede Unregelmäßigkeit im Antrieb besonders in Monaco sofort kritisch werden könnte.
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“Monaco ist nicht der Ort für einen zufälligen Runterschaltvorgang, für blockierende Hinterräder oder so, denn dann fährst du in die Mauer und der Fahrer sieht schlecht aus.” Honda sucht nach Erklärungen für die Probleme Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara führt die Probleme auf die komplexe Abstimmung zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb zurück. “Wir haben einige Verbesserungen beim Fahrverhalten festgestellt”, bestätigt er vor dem Grand Prix von Spanien. Dennoch bleibe das Problem grundsätzlich bestehen. “Lance hat sich, sagen wir mal, über ein gewisses ‘Kick’-Gefühl beschwert. Wir haben also die Stabilität der Verbrennungseinheit verbessert, aber in Monaco auch einen weiteren Punkt entdeckt, an dem wir noch arbeiten müssen.”
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Und weiter erklärt Orihara: “Die Drehmomentabgabe ist eine Kombination aus MGU-K-Drehmoment und dem des Verbrennungsmotors. Wenn die Harmonie zwischen beiden verloren geht, entstehen Probleme bei der Drehmomentabgabe. Wir haben also etwas gefunden, das wir in diesem Bereich verbessern können.” Cool bei spätem Restart: Wer soll Kimi Antonelli aufhalten? | Rennen F1 Monte Carlo 2026 Video wird geladen…
Teamchef Mike Krack offenbart indes, dass man während des Rennens aktiv versucht habe, die Probleme über Einstellungen und Gangwahl zu kompensieren. Die Fahrer sollten möglichst niedrige Gänge nutzen, um den Motor in einen stabileren Bereich zu bringen. Allerdings sei das auf Gegenwehr gestoßen: “Die Fahrer haben uns gesagt, dass sie das nicht können, weil die Fahrbarkeit nicht gut genug ist. Wir hatten eine stabile Situation, bis Lance versucht hat, in der letzten Kurve den ersten Gang zu nutzen.”
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Dabei habe es erneut einen deutlichen “Kick” gegeben: “Er bekam wieder dieses Gefühl, das er als Schub beschreibt, wodurch er von der Linie gedrückt wurde. In diesem Moment – wir sprechen hier von Zentimetern – waren da außerdem Schmutz und Steine auf den Reifen, und dann gab es keinen Ausweg mehr, ähnlich wie bei Charles.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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Anhand von Strolls Feedback sei man zu dem Schluss gekommen, dass es sich um ein Problem im Zusammenhang mit dem Antriebsstrang handelt. Krack hält fest: “Wir glauben, dass wir in Zukunft noch viel Arbeit am Getriebe vor uns haben, und wir vermuten, dass dies die Ursache des Problems sein könnte.”
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