Verstappen bis 2030 bei Red Bull: Chandhok überrascht von Vertragslänge
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Max Verstappen hat sich langfristig an Red Bull gebunden – und genau das sorgt bei Sky-Experte Karun Chandhok für Erstaunen. Nicht die Vertragsverlängerung an sich sei überraschend, sondern vor allem deren Laufzeit: Verstappen unterschrieb bis Ende 2030 und damit deutlich länger, als Chandhok erwartet hatte. Sutton Images Warum verlängert Max Verstappen bis 2030 bei Red Bull?
“Ich bin ein bisschen überrascht von der Länge. Dass er sich zu ihnen bekennt, überrascht mich nicht”, erklärt der ehemalige Formel-1-Pilot. Er habe eigentlich mit einer Bestätigung des vorher laufenden Vertrages bis Ende 2028 gerechnet. Dass Verstappen nun gleich für vier weitere Jahre unterschrieben hat, interpretiert Chandhok als klares Signal: Der viermalige Weltmeister glaubt an das langfristige Potenzial des Red-Bull-Projekts.
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Das ist angesichts der aktuellen sportlichen Situation keineswegs selbstverständlich. Red Bull ist 2026 nicht mehr das dominierende Team vergangener Jahre. Verstappen liegt derzeit nur auf Rang sechs der Fahrer-WM, während Red Bull bei vielen Rennen lediglich das viertschnellste Auto stellt. Chandhok: Verstappen kauft die langfristige Perspektive Genau deshalb sieht Chandhok in der Vertragslaufzeit eine wichtige Botschaft. Verstappen habe offenbar nicht nur die aktuelle Performance bewertet, sondern vor allem die Entwicklung, die Red Bull in den vergangenen Monaten gezeigt habe. “Sie haben ihn offenbar davon überzeugt, dass das langfristige Potenzial besser ist als das, was wir in diesem Jahr sehen”, sagt Chandhok. Der Blick auf die jüngsten Rennen dürfte dabei geholfen haben. Verstappen stand zuletzt zweimal in Folge auf dem Podium. Für Red Bull ist das zwar noch keine Rückkehr an die Spitze, doch die Entwicklung gibt dem Niederländer offenbar Grund zur Hoffnung. “Wenn man sich die letzten beiden Grands Prix anschaut, hatte er zwei Podien. Sofort hat das Team Momentum”, erklärt Chandhok. Genau dieses Momentum habe Verstappen gebraucht. Der Weltmeister habe schließlich nicht verlangt, dass Red Bull über Nacht wieder unschlagbar wird. Er wollte vielmehr erkennen, dass sich das Team in die richtige Richtung bewegt. Red-Bull-Motor als entscheidender Faktor Ein besonders wichtiger Punkt ist für Chandhok das neue Motorenprojekt von Red Bull. Gemeinsam mit Ford entwickelt der Rennstall erstmals eine eigene Power-Unit – ein gewaltiger Schritt für ein Team, das bislang auf Renault und anschließend auf Honda-Technologie angewiesen war. “Einen eigenen Motor bei Red Bull zu bauen, ist unglaubliche Arbeit, wenn man bedenkt, wo sie herkommen”, betont Chandhok. Für Verstappen dürfte genau dieses Projekt eine zentrale Rolle bei seiner Entscheidung gespielt haben. Denn die neue Motorengeneration ist nicht nur ein technisches Detail, sondern könnte die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 langfristig komplett verändern. Video wird geladen…
“Er wollte Verbesserungen bei der Power-Unit sehen. Er wollte Verbesserungen vom Team sehen”, sagt Chandhok. Und genau diese Entwicklung glaubt der Sky-Experte erkannt zu haben. “Wenn man sich anschaut, wo sie die Saison begonnen haben und wo sie jetzt stehen – wenn man diese Entwicklung betrachtet, ist das wahrscheinlich das, worauf er setzt.” Warum Verstappen Mercedes und McLaren den Rücken kehrt Damit erhält auch die monatelange Spekulation um Verstappens Zukunft eine neue Perspektive. Zwischenzeitlich wurde intensiv darüber diskutiert, ob der Niederländer Red Bull verlassen könnte.
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Mercedes galt als möglicher Abnehmer, sollte sich dort eine Gelegenheit ergeben. Auch McLaren wurde als potenzielles Ziel gehandelt. Verstappen hätte bei einem Wechsel zu einem der beiden Teams die Chance gehabt, sich unmittelbar einem anderen Titelprojekt anzuschließen.
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Stattdessen entschied er sich für den langfristigen Weg mit Red Bull. Das ist gerade deshalb bemerkenswert, weil der aktuelle sportliche Zustand nicht unbedingt für einen Verbleib sprach. Chandhok: “Das sollte eine große Silly Season werden” Auch für den Fahrermarkt hat Verstappens Entscheidung erhebliche Konsequenzen. Chandhok hatte mit einer völlig anderen Dynamik gerechnet. “Wir lieben in der Formel 1 immer eine gute Geschichte, ein bisschen Unruhe”, sagt er. Zeitweise habe es so ausgesehen, als würde Verstappen der Auslöser für eine spektakuläre “Silly Season” werden. McLaren hätte beispielsweise vor der schwierigen Entscheidung stehen können, einen seiner etablierten Fahrer für Verstappen aus dem Team zu nehmen. Auch bei Mercedes wären durch einen möglichen Wechsel des Niederländers erhebliche Veränderungen denkbar gewesen.
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“Es gab Gespräche über ihn zu McLaren, Piastri raus – und dann vielleicht Mercedes, wo Russell oder Antonelli gefährdet gewesen wären”, beschreibt Chandhok die Szenarien. Ein Verstappen-Wechsel hätte damit eine Kettenreaktion auf dem gesamten Fahrermarkt auslösen können. Mehr als die Hälfte des Feldes für 2027 bereits festgelegt Verstappens Verlängerung folgte kurz nach den Vertragsentscheidungen bei Williams. Carlos Sainz bleibt ebenfalls über die Saison 2026 hinaus beim Team, während Alexander Albon seinen Vertrag für 2027 verlängert hat. Damit ist bereits mehr als die Hälfte des aktuellen Formel-1-Feldes für die Saison 2027 vertraglich gebunden. Der große Dominoeffekt, den viele durch einen möglichen Verstappen-Wechsel erwartet hatten, bleibt damit aus.
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“Es hätte eine riesige Geschichte werden können”, sagt Chandhok. “Aber offenbar wird es doch nicht so sehr eine ‘Silly Season‘. Zurück ans Reißbrett.” Für Red Bull ist das Ergebnis allerdings weitaus wichtiger als die Spannung auf dem Fahrermarkt.
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