Vertrauen verloren? “Max Verstappen wird Red Bull verlassen”

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War Silverstone das Rennen, das das Fass zum Überlaufen gebracht hat? Experte Ralf Schumacher glaubt zumindest nicht mehr daran, dass Max Verstappen im kommenden Jahr noch immer für Red Bull in der Formel 1 fahren wird. “Ich glaube, Max Verstappen wird Red Bull verlassen”, so Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky.  LAT Images Sieht man Max Verstappen 2026 zum letzten Mal in Red-Bull-Farben?

Neu sind die Spekulationen, dass Verstappen den Bullen den Rücken kehren könnte, nicht. Doch nachdem der Niederländer in Silverstone am Sonntag einen weiteren Unfall hatte, der durch das Auto ausgelöst wurde, sagt Schumacher: “Ich glaube, es verdichten sich die Gerüchte.” Verstappens Abflug ist dabei allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Denn bereits zuvor kam es am Wochenende zu Unstimmigkeiten zwischen Team und Fahrer. So wollte Verstappen am Sonntag beispielsweise aus der Boxengasse starten, Red Bull lehnte das allerdings ab.
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Auch davon abgesehen soll man sich bei Set-up-Fragen nicht einig gewesen sein, weshalb Schumacher erklärt, dass inzwischen “ein gewisser Vertrauensbruch zwischen Fahrer und Team” eingesetzt habe. “Ich glaube, dass Max den Glauben an das Team verloren hat”, so der Experte. Deswegen ist er auch der Meinung, dass Verstappen Red Bull verlassen wird – obwohl sein Vertrag eigentlich noch bis Ende 2028 läuft. Allerdings ist bekannt, dass es eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt gibt, die ihm einen früheren Abschied ermöglichen würde. Ärger um Verstappens Ausstiegsklausel? Genau diese Klausel will Red Bull Verstappen eigentlich abkaufen. Doch der viermalige Weltmeister soll sich darauf bislang nicht eingelassen haben. Das wiederum hat laut Schumacher nun auf der anderen Seite für Frust gesorgt. “So wie ich mitbekommen habe, hat man Max Verstappen auch sehr übel genommen, dass er am Red Bull Ring, als alle da waren, nicht klar gemacht hat, dass er auf diese Klausel verzichtet”, so der Experte, der sich daher nicht mehr sicher ist, ob Red Bull auch in Zukunft wirklich alles tun wird, um Verstappen zu halten. Sieg für die Seele: Leclerc kontert Häme und Kritik Video wird geladen…  

“Ich glaube, beide Seiten sind mittlerweile so weit, dass [eine Trennung] nicht mehr wehtut”, so Schumacher. Oder anders gesagt: Nicht nur Verstappen hat seiner Meinung nach das Vertrauen ins Team verloren, auch Red Bull selbst könnte aktuell damit leben, den Niederländer ziehen zu lassen. Ein mögliches Szenario wäre dabei laut Schumacher “ein Quasitausch” mit McLaren, bei dem Verstappen nach Woking und dafür Oscar Piastri zu Red Bull wechselt. Neu ist dieses Gedankenspiel nicht. Erstmals berichtete die italienische Edition von Motorsport.com bereits im Mai darüber. Traut Verstappen McLaren mehr zu als Red Bull? Zwar hat Piastri, wie auch Verstappen bei Red Bull, eigentlich noch einen längeren Vertrag bei seinem Team. Laut Schumacher wäre es aber “durchaus vorstellbar”, dass beide Fahrer einfach die Cockpits tauschen.
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McLaren-Boss Zak Brown betonte am Wochenende in Silverstone zwar noch, dass er “sehr zufrieden mit unserer Fahrerpaarung” sei. Doch solche Aussagen haben in der Formel 1 erfahrungsgemäß häufig keinen großen Wert. Schumacher jedenfalls denkt, dass Verstappen sehr an einem Wechsel zu McLaren interessiert wäre, denn: “Ich glaube, dass er das Gefühl hat, dass er mit McLaren gleich wieder in die Spitze kommen kann und gleich wieder um Siege mitfahren kann.” Silverstone: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Zwar ist auch McLaren in der Hackordnung der Formel 1 nach zwei Konstrukteurstiteln in Serie in diesem Jahr abgerutscht und liegt momentan nur auf dem dritten WM-Rang hinter Mercedes und Ferrari. Doch womöglich könnte dem Team aus Woking das “Comeback” schneller als Red Bull gelingen.
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Dazu kommt, dass Verstappens enger Vertrauter Gianpiero Lambiase bereits einen Vertrag bei McLaren unterschrieben hat und spätestens 2028 dorthin wechseln wird. Mit Rob Marshall und Will Courtenay arbeiten zudem zwei weitere langjährige Red-Bull-Gesichter inzwischen für McLaren. Warum eine Trennung auch Red Bull helfen könnte Und auch für die Bullen selbst könnte eine Trennung von Verstappen laut Schumacher Sinn ergeben. “Max Verstappen kostet rund 100 Millionen [pro Jahr]. So sind zumindest die Gerüchte mit allem, was dazugehört”, erklärt der Experte, der sich die Frage stellt, wie sinnvoll es für Red Bull ist, aktuell so viel Geld für einen Fahrer auszugeben.
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Denn dem Rennstall steht laut dem Experten ohnehin “eine schwere Zeit” bevor. “Und dann ist halt die Frage, ob man dann, obwohl man nicht gewinnt, so viel Geld ausgeben muss”, so Schumacher. Ein anderer Fahrer wäre für Red Bull wohl deutlich günstiger als Verstappen. Formel-1-Quiz
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62 75 66 73 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Zudem erklärt Schumacher, dass die ganzen Diskussionen rund um Verstappen Red Bull aktuell nur schaden. “Das Problem ist, wenn man mehr Zeit damit verbringt, über Sachen zu diskutieren und Vertrauen in irgendeiner Form zurückzugewinnen, dann lenkt einen das ab von den tatsächlichen Dingen”, so der Experte. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Oder anders gesagt: Ein Verstappen-Abgang würde bei Red Bull möglicherweise dazu beitragen, etwas mehr Ruhe ins Team zu bringen und sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Seit dem Saisonfinale 2025 in Abu Dhabi haben die Bullen kein Formel-1-Rennen mehr gewonnen und lediglich noch zwei Podestplätze geholt.

 
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