Warum eine “drakonische” Änderung der FIA von den Teams abgewiesen wurde
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Zweieinhalb Stunden vor Beginn des letzten Freien Trainings wurden die Teams über eine faktische Änderung der Rennstrecke informiert. Die FIA hielt es aus Sicherheitsgründen für notwendig, die Straight-Mode-Zone 4 zwischen den Kurven 8 und 9 zu entfernen. Sutton Images Die Straight-Mode-Zone vor Kurve 9 sollte entfernt werden
Die ursprüngliche Intervention erfolgte nach der Fahrerbesprechung am Freitagabend, in der einige Fahrer darauf hingewiesen hatten, dass es gefährlich sei, diese Zone, die mehrere Knicke enthält, mit offenen Front- und Heckflügeln bei Vollgas zu durchfahren. Laut FIA-Formelsport-Direktor Nikolas Tombazis hätten sieben der elf Teams in unterschiedlichem Maße ein Downforce-Problem gehabt, aber gemessen an der politischen Unruhe, die daraufhin folgte, erwies sich die Angelegenheit als nuancierter.
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Mehrere Teams wehrten sich gegen die FIA-Intervention, woraufhin die Maßnahme weniger als eine Stunde vor Beginn des dritten Freien Trainings schließlich rückgängig gemacht wurde. LAT Images Nikolas Tombazis erklärt, warum die Änderungen erfolgten
“Wir hatten gestern ein Treffen mit den Fahrern, und einige äußerten die Sorge, dass der Abtrieb in diesem Bereich etwas zu gering sei, insbesondere wenn sie mit anderen Autos um Positionen kämpfen würden, und sie das Gefühl hatten, unter solchen Bedingungen riskieren zu können, die Kontrolle über das Auto zu verlieren”, erklärte Tombazis, bevor die Entscheidung revidiert wurde. Audi war eines der Teams, die auf eine Änderung drängten, obwohl Tombazis am Morgen betonte, dass das Gesamtbild über die Anfrage nur eines Teams hinausginge. “Ich denke, es betrifft etwa sieben der elf Teams. Bei einem großen Teil war der Abtrieb an den Vorderrädern gemäß unseren drei Parametern geringer als wir erwartet hatten, was dazu führte, dass sich eine vermeintlich sichere Wahl als unsicher herausstellte.” Nach Kritik anderer Teams wurde dieser letzte Punkt in ein anderes Licht gerückt. Die FIA ist nun der Meinung, dass Teams, die in diesem Teil der Strecke auf Probleme stoßen, diese selbst durch ihre Straight-Mode-Wahl oder ihr Set-up lösen sollten, anstatt durch eine kollektive Intervention. Was war der Effekt auf das Kräfteverhältnis? Eine solche Intervention hätte das Kräfteverhältnis beeinflusst, weshalb andere Teams so starken Widerstand leisteten. Es hätte jenen zugutegekommen, die bei offenem Straight Mode nicht über genügend Abtrieb verfügten, um die Knicke ohne Risiko voll durchfahren zu können.
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Diese Teams hätten in diesem speziellen Abschnitt einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Teams, für die dieser Abschnitt mit offenem Straight Mode problemlos mit Vollgas geht – wozu in jedem Fall die vier Top-Teams gehören. 30 Jahre Melbourne: Die 10 spektakulärsten Formel-1-Saisonauftakte seit 1996 Video wird geladen… 30 Jahre Saisonauftakt in Melbourne bedeuten 30 Jahre voller dramatischer Momente.
“Einige Teams könnten argumentieren, dass es diejenigen bestraft, die diesen Faktor berücksichtigt haben. Und das stimmt. Aber wir haben auf der Grundlage der Sicherheit gehandelt, also konnten wir nicht sagen: ‘Nun, ihr verliert zu viel und müsst eine Änderung vornehmen, dann passt euer Auto’. Wir hatten das Gefühl, kein ausreichend gutes Kriterium dafür zu haben.” Eine Stunde später wurde das kollektive Vorgehen jedoch aufgegeben. Grund dafür war, dass mehrere Teams im Fahrerlager dies als ein zu künstliches Mittel zur Angleichung betrachteten. Teams kritisieren die Herausforderung durch kurzfristige Änderungen Ein noch größerer Einwand der Teams betraf den Zeitpunkt der vorgeschlagenen Intervention. Nachdem das Thema während der Fahrerbesprechung aufgekommen war, analysierte die FIA die Daten über Nacht – während der europäischen Tageszeit. Die Teams wurden erst um 9:45 Uhr australischer Zeit informiert, was bedeutete, dass ihnen nur zweieinhalb Stunden bis zum dritten Training geblieben wären.
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“Es wird harte Arbeit für die Teams sein, kein Zweifel. Ich behaupte in keiner Weise, dass es einfach ist”, sagte Tombazis. “Wir haben sie informiert, ich glaube, es war gegen Viertel vor zehn heute Morgen, oder so ungefähr um diese Zeit, plus/minus zehn Minuten.” Dies geschah ohne Rücksprache mit den Technikchefs der Teams, was dazu führte, dass die Ankündigung für die meisten von ihnen überraschend kam – und diese Überraschung hätte enorme Folgen gehabt, wäre die Maßnahme umgesetzt worden.
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Erstens hätten die Teams ihre Set-ups anpassen müssen, da sich der Kompromiss zwischen Luftwiderstand und Abtrieb geändert hätte. Zusätzlich hätte es massive Auswirkungen auf den Energieeinsatz der Motoren gehabt. Laut mehrerer Teams verbringen die Hersteller Wochen oder gar Monate damit, die ideale Strategie für die Batterie-Entladung für jede einzelne Strecke zu finden. Dieser Plan wäre durch den Eingriff hinfällig gewesen, und die Teams hätten ihre Einstellungen in letzter Minute ändern müssen. Was hätte es für die Show in Melbourne bedeutet? Nicht zu unterschätzen ist zudem, dass ein solcher Eingriff das gesamte Spektakel noch komplexer gemacht hätte. Melbourne ist laut McLaren-Teamchef Andrea Stella ohnehin eine Strecke, auf der man nur schwer Energie zurückgewinnen kann. Durch das Streichen einer Straight-Mode-Zone wäre dieses Problem ins Extrem getrieben worden.
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Ohne die Zone 4 wären die Fahrer in diesem Sektor mit deutlich mehr Luftwiderstand gefahren, was mehr Energie verbraucht hätte. Das betrifft sowohl den Einsatz als auch das Laden der Batterie. Aufgrund des höheren Widerstands wären die Autos mit geringerer Geschwindigkeit an der Bremszone von Kurve 9 angekommen, was wiederum die Energie-Rückgewinnung verschlechtert hätte. “Es ist schlechter für die Rekuperation, weil sie langsamer an der Bremszone ankommen und somit weniger Energie zurückgewinnen können”, räumt Tombazis ein. Video wird geladen…
“Andererseits wollten wir bei den Abwägungen lieber auf Nummer sicher gehen. Für die Zukunft haben wir gelernt: Wir werden solche Überraschungen bei künftigen Rennen hoffentlich vermeiden und können dann bessere Entscheidungen treffen, je nachdem, wie stark wir die Straight-Mode-Zonen zulassen.”
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“Ich meine damit, dass dies hier – gemessen an dem Zeitpunkt, an dem wir die Rückmeldungen erhielten – eine eher drakonische Lösung war. Wir glauben aber, dass es künftig bessere Wege gibt, mit dieser Thematik umzugehen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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Die drakonische Maßnahme wurde letztlich verworfen. Dennoch zeigt der Vorfall vor allem eines: Das neue Reglement ist noch immer eine Baustelle. Sehr zum Frust der Teams schien dieser Lernprozess mitten während eines Rennwochenendes stattzufinden. Einige im Fahrerlager sprachen sogar davon, dass die “Torpfosten während des Spiels verschoben” wurden – auch wenn es nach einem turbulenten Morgen in Melbourne am Ende doch nicht dazu kam.
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