Welche Denkweise die Formel 1 für das nächste Reglement braucht

Welche Denkweise die Formel 1 für das nächste Reglement braucht

 

Canlı yayın için Tıkla
Live
Tekrar yayın için Tıkla
Kalender
Puan Durumu için Tıkla
Stand

 

. . .


Eine Frage, die in dieser Woche nach den Regelanpassungen der Formel 1 vor dem Miami-GP mehrfach gestellt wurde, lautet: Was sagt es über das aktuelle Reglement aus, dass bereits nach nur drei Rennwochenenden Anpassungen notwendig sind – wenn auch nur “Verfeinerungen”, wie die FIA sie nennt?  Getty Images AsiaPac Welchen Weg geht die Formel 1 beim nächsten Reglement?

Zur Beantwortung sollte zunächst festgehalten werden, dass es sich um relativ kleine Änderungen handelt, und zweitens, dass die FIA dies immer so kommuniziert hat. In mehreren Interviews mit Nikolas Tombazis im vergangenen Jahr erklärte der Formelsport-Direktor, dass Teile des Reglements weiterhin “in Arbeit” sein würden. Die FIA werde bestimmte “Stellschrauben” behalten, je nachdem, wie sich das tatsächliche Bild auf der Strecke entwickelt, so Tombazis. Die von ihm genannten Parameter sind genau die Anpassungen, die jetzt vorgenommen werden, auch wenn keine großen Auswirkungen auf das Gesamtbild zu erwarten sind.
//jseAo3c(“Rect”);
Vor dem Meeting standen zwei Themen ganz oben auf der Prioritätenliste: das Qualifying wieder stärker ans Limit zu bringen (durch eine Reduzierung des Harvesting-Limits und damit etwas langsamere Autos) und die Sicherheit zu verbessern, indem die Annäherungsgeschwindigkeiten reduziert werden. Genau diese Punkte spiegeln sich in den Anpassungen wider, auch wenn sie das Gesamtprodukt nicht grundlegend verändern werden. Weitergehende Eingriffe, die das Racing selbst betreffen würden, sind politisch deutlich sensibler. Es ist kein Zufall, dass Toto Wolff davon sprach, eher ein Skalpell als einen Baseballschläger zu verwenden – nachvollziehbar aus Mercedes-Sicht, wo nach einer schwierigen Ground-Effect-Ära die Hausaufgaben gemacht wurden und nun die Früchte geerntet werden sollen. Zudem sind sowohl die FIA als auch die Formel 1 der Ansicht, dass das Racing selbst keine überhastete Reaktion erfordert – trotz der Kritik am sogenannten “Jo-Jo-Racing”. Eine andere Realität in der Automobilindustrie Um vollständig zu verstehen, wie die Formel 1 an diesen Punkt gelangt ist, muss man zurückblicken, wie diese Regeln entstanden sind und wie die politische Realität damals aussah. Die Trends in der Automobilindustrie waren damals anders, und der Sport hat sich teilweise daran orientiert, wie Stefano Domenicali in einem Interview mit dem Motorsport Network erklärt. “Das aktuelle Regelwerk existiert, weil die Hersteller vor fünf Jahren – es fühlt sich an wie vor 50 Jahren – dachten, der einzige Weg für ein weiteres Engagement im Motorsport sei ein 50/50-Split, also elektrisch zu werden oder die richtige Balance zwischen Verbrennungsmotor und Elektrifizierung zu finden. Das war der Ausgangspunkt”, so der Italiener.
//jseAo3c(“Rect”);
Um Audi und Honda an Bord zu holen und die allgemeine Relevanz zu sichern, folgten Formel 1 und FIA diesem Weg teilweise. Angesichts der damaligen politischen Realität und der Situation in der Automobilindustrie war das bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, zumal es laut Domenicali keine tragfähigen Alternativen gab. Um eine breite Unterstützung der Hersteller zu sichern, wurde dieser Weg gewählt, der jedoch das Gesamtpaket deutlich komplexer gemacht hatte. Diese Komplexität wurde zusätzlich dadurch erhöht, dass die Chassisregeln erst nach dem Motorenreglement entwickelt wurden. So führte ein Punkt zum nächsten. Max Verstappen DARF sich beschweren, aber soll mal aufpassen! #F1 #MaxVerstappen #Domenicali Video wird geladen…  

Da die Motorenformel deutlich weniger Luftwiderstand erforderte, wurden aktive Aerodynamiksysteme notwendig. Dadurch entfiel jedoch DRS als Überholhilfe, weshalb eine Alternative eingeführt werden musste. So wurde das Gesamtprodukt immer komplexer – und in der Praxis immer stärker auf Energiemanagement ausgerichtet.
//jseAo3c(“Rect”);
2026 sieht die Realität in der Automobilwelt etwas anders aus. Vorschriften der Europäischen Union wurden angepasst, und Ford teilte mit, dass sich die Strategie für Straßenfahrzeuge geändert hat. Ursprünglich war geplant, die Produktion reiner Verbrenner einzustellen, doch Mark Rushbrook bestätigte inzwischen, dass diese Entscheidung zurückgenommen wurde. Diese Entwicklung erkennt auch Domenicali an: “Jetzt ist klar, dass sich der Fokus von der Elektrifizierung hin zur Hybridisierung verschoben hat. Und jeder versteht: Wenn nachhaltiger Kraftstoff in ausreichender Menge und zu einem für den Verbraucher angemessenen Preis vorhanden ist, könnte dies der Weg sein, um das Emissionsproblem realistisch anzugehen.” Zudem ist in den vergangenen Jahren ein weiterer Aspekt deutlich geworden: Hersteller können ihre kommerzielle Strategie – einschließlich ihrer Formel-1-Beteiligung – je nach äußeren Umständen sehr schnell ändern.
//jseAo3c(“Rect”);
Domenicali nennt ein Beispiel: “Renault war Teil der Runde, die diese Motoren beschlossen hat. Und dann haben sie entschieden auszusteigen. […] Wir dürfen nicht in eine Situation kommen, in der eine Marktkrise dazu führt, dass Hersteller schwierige Entscheidungen treffen und andere Initiativen priorisieren. Dagegen müssen wir uns schützen.” Die Notwendigkeit eines “Rahmens” für den nächsten Zyklus All das sind Lehren, die FIA und Formel 1 für die Zukunft ziehen können. Es ist kein Zufall, dass Domenicali im Interview in London ausdrücklich von einer “gelernten Lektion” sprach. Das bedeutet, dass der nächste Zyklus angesichts der aktuellen Lage höchstwahrscheinlich anders aussehen wird. “Ich persönlich sehe definitiv – aber es liegt natürlich an der FIA, das vorzuschlagen – eine Formel mit nachhaltigem Kraftstoff sicher im Zentrum der künftigen Regeln, ohne Diskussion, mit einer anderen Gewichtung der künftigen Elektrifizierung zugunsten eines starken Verbrennungsmotors”, so der Formel-1-Boss.
//jseAo3c(“Rect”);
Vielleicht noch wichtiger als die konkrete Formel – möglicherweise sogar ein V8 mit nachhaltigem Kraftstoff und kleinerem elektrischen Anteil – ist die dahinterstehende Denkweise. Trotz der weiterhin zentralen Rolle der Hersteller hat die Königsklasse gelernt, dass sie sich nicht “in die Ecke drängen lassen” darf, wie Domenicali es formulierte. In der Praxis bedeutet das, dass FIA und Formel 1 eine eigene technische Vision für die Zukunft des Sports haben müssen. Domenicali bezeichnete das als “den Rahmen”. Auf Basis von Gesprächen mit Herstellern kann dieser Rahmen sinnvoll verfeinert werden, jedoch nur so, dass die grundlegenden Prinzipien erhalten bleiben und mit der DNA des Sports übereinstimmen. Krachend gescheitert: Diese Formel-1-Großprojekte waren nie erfolgreich

Auf diese Weise kann ein Reglement entstehen, das breiter unterstützt wird als das aktuelle und besser mit den Wünschen von Puristen übereinstimmt – nicht nur von Hardcore-Fans, sondern auch von Fahrern.
//jseAo3c(“Rect”);
Genau das ist die Lehre der vergangenen Jahre, und genau die Denkweise, die für den nächsten Zyklus erforderlich ist. Dieser soll formal 2031 beginnen, könnte aber bei ausreichender Unterstützung vorgezogen werden. Allerdings muss das gegen die enormen Investitionen der Hersteller und Teams in das aktuelle Reglement abgewogen werden. Gerade weil es sich um große Themen handelt, ist Domenicali der Ansicht, dass relativ schnell ein Kurs festgelegt werden muss – idealerweise noch in diesem Jahr, um sowohl die Richtung als auch den Zeitpunkt der Umsetzung zu definieren. Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
Juha Miettinen: So kam es zum Unfall auf dem Nürburgring
DTM
DTM-Training Spielberg: Terminchaos, AMG-Stärke, Massa-Schreckmoment
Motorrad
MotoGP-Paddock Inside: Hat Ducati wirklich zu Aprilia aufgeschlossen?
Motorrad
MotoGP-Liveticker Jerez: Alex Marquez am Freitag vorn – Acosta nur P15
Bei all diesen Diskussionen und zukünftigen Entscheidungen muss die Erfahrung der vergangenen Jahre fest im Blick behalten werden. Und basierend auf Domenicalis Worten gibt es Grund zur Hoffnung, dass genau das geschehen wird. Es wird die Situation nicht über Nacht verändern, bietet aber Hoffnung für die langfristige Zukunft der Formel 1.

 
Formel1.de 

En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.

Bir yanıt yazın

E-posta adresiniz yayınlanmayacak. Gerekli alanlar * ile işaretlenmişlerdir