“Wird schwer”: Hat Ferrari eine Chance gegen Mercedes & Red Bull?
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Charles Leclerc sieht Ferrari vor dem Formel-1-Rennen in Malaysia zwar in Schlagdistanz zur Konkurrenz, warnt aber vor der Entwicklung bei Red Bull. Während der Monegasse in der Qualifikation mit überhitzenden Hinterreifen kämpfte, sieht er vor allem beim Weltmeisterteam einen Aufwärtstrend. Gleichzeitig könnte die wechselhafte Performance von Mercedes eine Chance eröffnen. LAT Images Ferrari ist in Sepang mittendrin im Spitzenkampf
“Das sind jetzt schon ein paar Wochenenden, an denen sie meiner Meinung nach konkurrenzfähiger wirken”, sagt Leclerc über Red Bull, die mit Max Verstappen die Poleposition in Sepang einfahren konnten. “Sie machen auf jeden Fall irgendetwas richtig, das ganze Wochenende über waren sie sehr stark – und zwar beide Autos.” Ferrari müsse deshalb schnell reagieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. “Wir müssen arbeiten, das wissen wir, und wir müssen so schnell wie möglich Upgrades bringen, um im Kampf mit ihnen nicht zu sehr an Boden zu verlieren.” Zwar sei der Abstand an diesem Wochenende überschaubar, insbesondere mit Blick auf Lewis Hamiltons Runde in Q3. Doch für Leclerc ist klar: “Wir müssen sie schlagen.” Überhitzende Hinterreifen kosten Leclerc Performance Dabei hatte sich Ferrari gerade in den früheren Qualifikationsabschnitten durchaus konkurrenzfähig präsentiert. Auf den Medium-Reifen war die Scuderia schnell, doch je länger die Session dauerte, desto schwieriger wurde es für Leclerc. Sein aggressives Set-up rächte sich, als er im entscheidenden Abschnitt mehr aus dem Auto herausholen wollte.
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“In Q1 war ich sehr zufrieden, in Q2 hatte ich dann wegen der überhitzenden Hinterreifen etwas mehr zu kämpfen”, erklärt er. “Ich war beim Set-up ziemlich aggressiv, und das wusste ich auch. Als es dann ins Q3 ging: Je mehr ich pushte, desto mehr überhitzten leider die Hinterreifen, sodass ich in Q3 einiges an Performance verloren habe.” Teamchef Frederic Vasseur schildert, wie sich das Problem konkret auf Leclercs Runde auswirkte. Vor Kurve 5 habe der Ferrari-Pilot einen großen Rutscher gehabt und das Auto beinahe verloren. Auch in der darauffolgenden Runde sei er wegen des rutschenden Hecks leicht im Hintertreffen gewesen. “Sobald man eine solche Balance hat, dass bei diesen Streckentemperaturen die Hinterreifen überhitzen, ist die restliche Runde gelaufen”, erklärt Vasseur bei Sky. Besonders ärgerlich sei das, weil Leclerc im Stint davor konkurrenzfähiger gewesen sei. Dennoch will der Ferrari-Pilot Position fünf, die durch die Strafversetzung von Isack Hadjar noch besser wurde, nicht als verpasste Chance verstehen. “Der vierte Platz ist gut genug, um morgen vorne mitzukämpfen”, betont er. Gerade auf einer Strecke, auf der Reifenüberhitzung, Verschleiß und Strategie eine große Rolle spielen, sei noch einiges möglich. Leclerc erwartet eine Reifenschlacht Wie stark Ferrari im Rennen tatsächlich sein wird, lässt sich für Leclerc allerdings nur schwer abschätzen. Die unterschiedlichen Programme im Freien Training machten direkte Vergleiche schwierig. Trotzdem sieht er die Scuderia im Kampf mit den Topteams.
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“Es gab hier und da ein paar beeindruckende Runden von Mercedes, es gab hier und da ein paar beeindruckende Runden von Red Bull, aber ich habe das Gefühl, dass wir zumindest mittendrin sind, um mit diesen Jungs zu kämpfen”, sagt er. Als die Formel 1 zum letzten Mal in Malaysia fuhr …
Die Streckenbedingungen könnten dabei für zusätzliche Spannung sorgen. Der rauere Asphalt und der hohe Reifenverschleiß eröffnen unterschiedliche strategische Möglichkeiten. Bereits bei der Reifenzuteilung hätten die Fahrer verschiedene Wege eingeschlagen, erklärt Leclerc. “Ich hoffe, ich liege nicht falsch, aber ich denke, dass es morgen für ein etwas spannenderes Rennen sorgen wird, weil verschiedene Strategien möglich sind”, sagt er. “Wenn wir also alles richtig machen, gibt es bei so hohem Verschleiß definitiv viel Potenzial, um etwas Besonderes zu erreichen.” Mercedes könnte Ferrari eine Chance bieten Neben Red Bull bleibt Mercedes ein Unsicherheitsfaktor. “Ich glaube, es war ein etwas merkwürdiges Wochenende für Mercedes”, sagt Leclerc. Denn trotz eines lange erwarteten großen Upgrades wurden die Silberpfeile im Qualifying nur Vierter und Achter.
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“In einigen Runden waren sie extrem stark, und in anderen hatten sie große Probleme”, sagt er. “Wenn es ihnen gelingt, diese extrem starken Runden konstant zu wiederholen, wird es morgen schwer sein, sie zu schlagen.” Die F1-Show zum Grand Prix von Malaysia | Qualifying Samstag F1 Sepang 2026 Video wird geladen…
Ferrari müsse deshalb bereit sein, eine mögliche Schwäche der Konkurrenz auszunutzen. “Wenn sich für uns die Chance bietet, daraus Kapital zu schlagen, dass sie dieses Wochenende etwas inkonstanter sind, müssen wir diese Gelegenheit nutzen.”
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Auch Vasseur bleibt mit Blick auf das Rennen vorsichtig. Die Probleme in der Qualifikation seien für Leclerc zwar ärgerlich gewesen, doch der Teamchef will erst abwarten, wie sich die Situation am Sonntag entwickelt. “Schauen wir mal, was morgen passiert – es wird ein sehr hartes Rennen, und alles ist noch offen.”
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