“Zu viel Einfluss”: Christian Horner über mögliche Gründe für sein Red-Bull-Aus

“Zu viel Einfluss”: Christian Horner über mögliche Gründe für sein Red-Bull-Aus

 

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Nach mehr als 20 Jahren an der Spitze war plötzlich Schluss: Am 9. Juli 2025 gab Red Bull die Trennung vom damaligen Teamchef und Geschäftsführer des Formel-1-Teams bekannt. Christian Horner musste seine Posten mit sofortiger Wirkung räumen, ohne dass die genauen Gründe dafür genannt wurden.  LAT Images Horner hat über die möglichen Gründe für sein Red-Bull-Aus gesprochen

In den Monaten vor seinem Rauswurf hatte die Form von Red Bull allerdings nachgelassen. Zudem geriet Horner in einen Skandal, der viele Beobachter zu der Annahme veranlasste, dass er das Team ablenkte und zu den schwachen Ergebnissen beitrug. Mit Adrian Newey und Jonathan Wheatley verließen zudem zwei hochkarätige Mitglieder das Team. Es kam also vieles zusammen. In einem exklusiven Interview mit Autosport, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network, hat Horner nun selbst darüber gesprochen, was seiner Meinung nach zu seinem Rauswurf vor mehr als einem Jahr geführt hat.
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“Ich glaube, das Unternehmen wollte einfach in eine andere Richtung gehen, oder vielleicht wurde wahrgenommen, dass ich zu viel Einfluss auf das Team hatte”, meint Horner. “Und natürlich war das Leben nach dem Tod von Dietrich [Mateschitz] innerhalb des Konzerns ganz anders.” Tod von Mateschitz sorgt für Machtkampf bei Red Bull Red-Bull-Mitbegründer Dietrich Mateschitz hatte Horner ausgewählt, um nach der Übernahme des Jaguar-Rennstalls vor der Saison 2005 den Wandel des Formel-1-Teams zu leiten. Während ihrer gesamten Partnerschaft blieb Horner ein enger Verbündeter Mateschitz’. Aufstieg und Fall von Christian Horner bei Red Bull

Der Tod von Mateschitz im Oktober 2022 gilt weithin als Auslöser des Machtkampfs innerhalb des Red-Bull-Teams. Der Vorstand des Unternehmens – unter der Leitung von CEO Oliver Mintzlaff – strebte danach, mehr Kontrolle über die Formel-1-Aktivitäten zu gewinnen und diese aus Horners Verantwortungsbereich zu lösen. Horner würdigte Mateschitz und das Vertrauen, das dieser in ihn gesetzt hatte. “Er war Red Bull”, sagt der langjährige Teamchef. “Alle wichtigen Entscheidungen liefen über ihn. Er hat dieses Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut, in einer großartigen Partnerschaft mit der Familie Yoovidhya.” Video wird geladen…  

“Dietrich brannte für den Rennsport, für Autos. Er liebte die Fahrer, er liebte alle Formen des Motorsports. Wenn man sich anschaut, welchen Beitrag er geleistet hat – nicht nur für die Formel 1, sondern für den Rallyesport, für alle Nachwuchskategorien – gibt es heutzutage keine Form des Motorsports mehr, in der man nicht irgendwie das Logo mit der Sonne und dem Bullen auf einem Auto oder einem Fahrer sieht.” Nach dem Mateschitz-Tod “war es einfach anders” “Es ist leicht zu unterschätzen, was er tatsächlich für die Welt des Motorsports getan hat”, zollt Horner dem langjährigen Red-Bull-Chef Mateschitz Tribut. “Wenn man also einen solchen Gründer verliert, hinterlässt das zwangsläufig eine Lücke, und es ist einfach anders.” “Er war sehr gut zu mir, er hat mir die Chance gegeben, er hat an mich geglaubt und er hat mir die Freiheit gegeben, das Geschäft zu führen. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein”, sagt Horner. Mit dem Tod von Mateschitz setzte jedoch ein tiefgreifender Wandel an der Spitze des Red-Bull-Imperiums ein. Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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“Danach war es einfach anders”, erinnert sich der 52-jährige Brite und verrät: “Plötzlich gab es viel mehr Gremien- und Konzernsteuerung als vielleicht bei einem einzelnen Gründer und dem Entscheidungsprozess, an den wir uns gewöhnt hatten.”

 
Formel1.de 

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