Zwölf Klicks zu wenig Frontflügel: Hamilton erklärt Differenz zu Leclerc

Zwölf Klicks zu wenig Frontflügel: Hamilton erklärt Differenz zu Leclerc

 

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Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton ärgert sich über die ersten beiden Stints beim Grand Prix der USA 2026 in Austin: “Da hat mir einfach die Pace gefehlt und ich konnte das Auto nicht zum Einlenken bringen”, sagte Hamilton nach Platz vier. Im Ziel fehlten ihm rund 5,5 Sekunden auf seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc, der Zweiter wurde. Und Hamilton hat eine Theorie zu seinem Rückstand.  LAT Images Lewis Hamilton im Ferrari SF-26 beim Grand Prix der USA 2026 in Austin

Nach dem Rennen sprach er von einem “kleinen Unterschied […] zwischen den Autos, der sich vor allem im Rennen bemerkbar macht”. Denn im Qualifying bewegten sich die Ferrari-Fahrer noch auf Augenhöhe: Hamilton verlor als Fünfter nur 0,044 Sekunden auf Leclerc, der Startplatz vier erreichte. Laut Hamilton liegt der Unterschied zwischen den Ferrari-Autos “hauptsächlich darin, wie viel Flügel man fährt”. Leclerc gehe hier anders vor: “Ich glaube, wir liegen damit einfach immer wieder zu niedrig. Aus irgendeinem Grund unterschätzen wir das kontinuierlich”, sagte Hamilton. Hamilton: Die Balance verschlechtert sich erst im Rennen Er könne sich das jedoch nicht schlüssig erklären. Denn bei der Fahrt in die Startaufstellung fühle sich sein Ferrari SF-26 ausdrücklich “gut” an. “Aber sobald das Rennen beginnt, schiebt es massiv über die Vorderachse [und ich habe] massives Untersteuern. Ich konnte nichts dagegen machen, und deshalb sind die anderen einfach davongezogen.”
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Dass er in dieser Phase nicht habe mithalten können, sei der Grund gewesen, weshalb er am Ende keine Podestchance mehr hatte, sagte Hamilton. Doch viel fehlte nicht: Nach 56 Rennrunden trennten ihn nur 1,030 Sekunden von Max Verstappen auf Platz drei. Wie Hamilton in Austin die Kurve gekriegt hat Wie also hat Hamilton nach zwei – wie er sagte – schwachen Stints zu Beginn im dritten Stint die Wende geschafft? “Weil ich bei den Boxenstopps vier Klicks hinzugefügt habe”, erklärte Hamilton. Heißt: Er ließ seinen Frontflügel um jeweils vier Einheiten höher einstellen. “Aber selbst dann haben mir eigentlich noch einmal vier Klicks [auf Leclerc] gefehlt.” Dieser Unterschied zu seinem Teamkollegen frappiert Hamilton: Es sei “verrückt, zwölf Klicks danebenzuliegen”, so der siebenmalige Formel-1-Weltmeister. “Wir müssen uns wirklich anschauen, wie wir überhaupt an diesen Punkt kommen.” Video wird geladen…  

Doch Hamilton hat bereits eine Vermutung: Die Ursache liege im Freien Training am Freitag. “Da hat es angefangen”, sagte Hamilton. “Wir hatten im ersten Training eigentlich das falsche Set-up und sind dann im zweiten Training in die falsche Richtung gegangen.” Erst im dritten Training habe er mit seinen Ingenieuren eine “bessere Ausgangslage” gefunden. “Ich glaube, es wäre etwas anders gelaufen, wenn wir schon im zweiten Training damit angefangen hätten, als die Longruns gefahren wurden. Denn Charles hat mit diesem Set-up dort seine Erfahrungen gesammelt, ich dagegen bin damit keinen Longrun gefahren. Deshalb war ich etwas im Hintertreffen”, sagte Hamilton. Hamilton ärgert sich über die Reifenwahl Die Reifenwahl im Rennen tat ihr Übriges: Hamilton zeigte sich rückblickend unzufrieden mit seiner Strategie aus Soft (gebraucht), Medium und Hard. Er sagte: “Im Nachhinein wären zwei Sätze Hard die bessere Wahl gewesen. Denn der Hard war der beste Reifen. Wir waren jedoch davon ausgegangen, dass der Hard nicht besonders gut funktionieren würde.” Formel-1-Quiz
Bei seinem letzten GP-Start war Lewis Hamilton wie alt?
30 Jahre, 258 Tage 33 Jahre, 261 Tage 38 Jahre, 117 Tage 41 Jahre, 249 Tage Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Der Start mit gebrauchtem Soft habe ihn ebenfalls gekostet, sagte Hamilton: “Zwischen einem gebrauchten und einem neuen Soft liegen über die Renndistanz zwei Sekunden. Und auch beim Start macht es im Vergleich zu den anderen einen Unterschied, weil sie alle neue Reifen hatten. Alle Autos vor mir hatten neue Reifen.” Und auch alle dahinter.
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Zufrieden zeigte sich Hamilton indes gerade mit dem Start, der aus seiner Sicht “wirklich gut” war. Doch im Ferrari-internen Duell in Kurve 1 zog er zurück und ließ Leclerc ziehen. Anschließend musste er abreißen lassen und fiel zurück. Was Ferrari jetzt tun muss laut Hamilton Für Hamilton ergibt sich daraus vor allem eine Erkenntnis: “Wenn wir dieses Balanceproblem in den nächsten Rennen wirklich in den Griff kriegen, können wir meiner Meinung nach deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Denn mit der Balance aus dem letzten Stint wäre ich bis zum Schluss voll dabei gewesen und auf dem Podium gelandet.”
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Mehr noch: Eine bessere Balance im Ferrari SF-26 hätte ihm bereits im Qualifying eine bessere Ausgangslage ermöglicht, sagte Hamilton. “Wir haben in Austin also einiges gelernt und nehmen viel Positives mit.” Rein fahrerisch habe er sich nichts vorzuwerfen: “Ich bin wirklich zufrieden. Als das Auto im dritten Stint endlich eingelenkt hat, war ich wieder auf dem Pace-Niveau der Fahrer vor mir. Aber dann hatte ich einen großen Abstand, den ich erst einmal zufahren musste. Ich muss also daran arbeiten, diese Zeit erst gar nicht zu verlieren.” Noch kann Hamilton Einfluss nehmen auf den 2027er-Ferrari Hier richtet sich Hamiltons Blick ausdrücklich bereits auf die Formel-1-Saison 2027. Denn die “heiße Phase” in der Entwicklung des nächstjährigen Fahrzeugs habe bereits begonnen. “Jetzt werden die Entscheidungen getroffen”, sagte Hamilton. Damit kann er noch Einfluss auf die technische Auslegung des Autos nehmen.
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“Wenn wir diese Dinge für das nächste Jahr beheben, reden wir vielleicht über eine halbe Zehntelsekunde in jeder Kurve. Das sind die Bereiche, in denen wir Schwierigkeiten haben. Und hier möchte ich im nächsten Jahr die aerodynamische Balance haben”, sagte Hamilton. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP USA
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Ein Komplettumbau sei dafür nicht erforderlich: “Es geht darum, die guten Eigenschaften des Autos beizubehalten und ein paar dieser kleinen, subtilen Unterschiede zu korrigieren.”

 
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