Russell: “Wenn ich Weltmeister werden will, muss ich besser sein”

Russell: “Wenn ich Weltmeister werden will, muss ich besser sein”

 

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George Russell sieht trotz des Podiums beim Großen Preis von Großbritannien weiteren Verbesserungsbedarf, wenn er dieses Jahr im Titelkampf eine realistische Chance auf die Weltmeisterschaft haben möchte. Der Mercedes-Fahrer liegt nach neun Saisonrennen 25 Punkte hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli zurück und räumt ein, dass der Rückstand nach den bisherigen Leistungen gerechtfertigt ist.  LAT Images George Russell zieht ein Fazit seiner bisherigen Leistung

Russell war vor Beginn der Saison als einer der Favoriten auf den Titel gehandelt worden. Hintergrund waren die Erwartungen, dass Mercedes die neuen technischen Regeln besonders gut umsetzen würde. Tatsächlich zählt das Team bislang zu den stärksten Kräften im Feld. Dennoch ist es vor allem Antonelli, der den Ton angibt. Der erst 19 Jahre alte Italiener gewann fünf der ersten neun Saisonrennen, während Russell bislang zwei Siege feiern konnte. Nach dem Grand Prix von Monaco betrug der Vorsprung Antonellis bereits 68 Punkte. Pechsträhne kostete Russell viele WM-Punkte Russell wurde in den ersten Saisonrennen mehrfach von technischen Problemen oder unglücklichen Rennverläufen zurückgeworfen. So verhinderte in Shanghai ein Defekt im Qualifying eine aussichtsreiche Poleposition. In Japan machte ein ungünstig ausgelöstes Safety-Car seine Chancen zunichte und in Montreal fiel er in Führung liegend mit einem Motorschaden aus. Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat

An den vergangenen drei Rennwochenenden war hingegen Antonelli mehrfach vom Pech verfolgt. In Barcelona kostete ihn ein Problem mit der Antriebseinheit einen sicheren zweiten Platz. Beim Grand Prix von Großbritannien fiel er nach einem Defekt und einer Strafe wegen Tracklimits sogar aus den Punkterängen. Dadurch konnte Russell den Rückstand in der Fahrerwertung deutlich verkürzen.
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Begünstigt durch Antonellis Ausfall sowie ein spätes Safety-Car nach dem Unfall von Max Verstappen fuhr der Brite in Silverstone als Zweiter auf das Podium und reduzierte den Abstand in der Fahrerwertung auf 25 Punkte. Trotz des guten Ergebnisses zeigte sich Russell mit seiner eigenen Leistung jedoch nicht vollständig zufrieden: “Das Gefühl im Auto war gut, aber die Rundenzeiten waren langsam”, erklärt er. “Es gab Dinge außerhalb meiner Kontrolle, die einen großen Einfluss hatten, aber auch Dinge, die ich selbst beeinflussen konnte.” Russell kämpft weiter mit dem Mercedes Außerdem räumt der Mercedes-Fahrer ein, dass er das Verhalten seines Autos noch nicht vollständig verstehe.”Ich habe immer noch Schwierigkeiten, dieses Auto zu verstehen. Wahrscheinlich verlasse ich dieses Wochenende trotz der großen Dankbarkeit über den Podiumsplatz weniger zufrieden als Kanada, als ich in Führung liegend ausgefallen bin”, sagt Russell. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf machte der Brite deutlich, dass er den größten Verbesserungsbedarf bei sich selbst sieht: “Wenn ich um die Weltmeisterschaft kämpfen will, müssen meine Leistungen besser werden. Ich muss besser werden. Ich muss besser mit meinem Team zusammenarbeiten. Wir müssen in jeder Situation das Maximum herausholen”, betont er. Nicht nur Antonelli als Titelrivale im Blick Gleichzeitig verweist Russell darauf, dass Mercedes den Blick nicht ausschließlich auf das teaminterne Duell richten darf: “Wir haben jetzt auch einen engen Kampf mit Ferrari. Es geht also nicht nur um Kimi und mich. Lewis Hamilton ist ebenfalls noch sehr nah dran. Wir müssen uns steigern.” Neben der Spur: Antonelli-Fehler lassen Russell feiern I Rennen F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…  

Bereits nach dem Rennen in Monaco hatte Russell erklärt, dass sich Antonelli deutlich schneller an die neuen Formel-1-Fahrzeuge angepasst habe. Auch nach Silverstone hält er diese Einschätzung grundsätzlich aufrecht und sieht den aktuellen Rückstand als leistungsgerecht an.
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“Auf Grundlage meiner Leistungen und seiner Leistungen in den bisherigen neun Rennen sind 25 Punkte Rückstand zu seinen Gunsten wahrscheinlich angemessen”, erklärt Russell. “Er hat in diesem Jahr bislang den besseren Job gemacht und verdient es deshalb, vorne zu liegen. Ob es 25 Punkte sein sollten, zehn oder 35, darüber kann man diskutieren. Aber in dieser Größenordnung ist der Abstand wohl fair.”
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Russells Aussagen unterstreichen, dass er den Titelkampf trotz des zuletzt geschrumpften Rückstands realistisch bewertet. Nach seiner Einschätzung wird eine deutliche Leistungssteigerung seinerseits notwendig sein, um Antonelli im weiteren Verlauf der Saison ernsthaft unter Druck setzen zu können.

 
Formel1.de 

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