Wut berechtigt? Red-Bull-Teamchef nimmt Max Verstappen in Schutz

Wut berechtigt? Red-Bull-Teamchef nimmt Max Verstappen in Schutz

 

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Max Verstappen war nach seinem Ausfall beim Großen Preis von Großbritannien alles andere als zufrieden. Schließlich kostete ein Problem an seinem Heckflügel dem viermaligen Weltmeister ein mögliches Podium. Für diese Wut zeigt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies äußerst viel Verständnis.  Getty Images North America Max Verstappen und Laurent Mekies in der Red-Bull-Box

“Er hat jedes Recht darauf, darüber nicht glücklich zu sein”, so Mekies gegenüber unserem Schwesterportal Motorsport.com. “Es ist für die Fahrer äußerst unangenehm, wenn ihr Auto sie bei zwei aufeinanderfolgenden Rennen in Highspeed-Kurven im Stich lässt, wenn auch aus zwei verschiedenen Gründen.” Bereits beim Qualifying zum Grand Prix von Österreich war Verstappen von der Strecke geflogen. Zwar spricht der Red-Bull-Pilot nach der Session ebenfalls von einem anderen Problem, doch betont er gleichzeitig gegenüber Sky Sport F1: “Das kann natürlich nicht sein.”
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“Für uns als Gruppe”, so Mekies, “ist das auf einer viel kleineren Ebene auch äußerst unangenehm, unsere Fahrer ins Kiesbett zu schicken. Also ja, er hat jedes Recht darauf, unglücklich zu sein.” Dennoch betont der Teamchef: “Ich habe keine Zweifel daran, dass das Team alles, was notwendig ist, in Bewegung setzen wird, damit das nicht wieder vorkommt, auch, wenn wir das heute nicht geschafft haben. Wir nehmen das so ernst, wie man das nur ernst nehmen kann.” Die Wurzel allen Übels liegt in der aktiven Aerodynamik des Jahrgangs 2026. Auf der Hangar-Straight war Verstappen vom sogenannten Straight-Mode in den Corner-Mode gewechselt. Während der Flügel im Straight-Model flachgestellt funktioniert, so wie zuvor beim DRS, werden Front- und Heckflügel im Corner-Mode wieder geschlossen. Im Übergang zwischen offenem und geschlossenem Zustand kann es, je nach Konstruktion, zu instabilem Fahrverhalten kommen, da dem Auto zeitweise noch der notwendige Anpressdruck fehlt. “Wir wissen, was am Red-Bull-Ring passiert ist”, betont Mekies. Wo genau die Schwachstelle des Heckflügels liegt, erklärt der Teamchef allerdings nicht. Zudem sei es zu früh, zu beurteilen, ob das Konzept des Flügels an sich das Problem darstellt. Red Bull nutzt, genauso wie Ferrari, einen sogenannten Macarena-Flügel. Dieser dreht sich beim Auf- und Zuklappen jeweils um die eigene Achse und soll Performancevorteile liefern.
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Bereits das gesamte Wochenende stand unter keinem guten Stern. Während Verstappen am Freitag trotz P3 im Sprint-Quali skeptisch auf den Samstag blickte, fiel der viermalige Champion Sprintrennen Stück für Stück zurück ins Mittelfeld. Probleme an der Power-Unit im Qualifying zum Grand Prix krönten die Kette der Ereignisse. Video wird geladen…  

Den Vorschlag des 71-fachen Grand-Prix-Siegers, das Parc-ferme aufzubrechen und über Nacht am Auto zu arbeiten, lehnte Red Bull ab. “Ich weiß nicht, ob wir auf P3 gewesen wären […], wenn wir das Rennen aus der Boxengasse gestartet hätten”, so Mekies. Das Resultat wäre also selbst mit den Problemen des RB22 besser ausgefallen, als mit einem aus der Boxengasse startenden Verstappen, der sich im Auto womöglich etwas besser gefühlt hätte.
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Vor dem Ausfall lag Verstappen auf einem aussichtsreichen dritten Platz. Stattdessen stehen für Red Bull nur die Punkte aus dem Sprint und der fünfte Platz von Isack Hadjar zu Buche. In der Konstrukteurs-WM bleibt man damit auf Rang vier, 51 Punkte hinter McLaren auf Platz drei.

 
Formel1.de 

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