Teamchef Komatsu räumt Probleme ein: Haas testet neues Bremsmaterial

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Haas verzichtet beim Grand Prix von Belgien zwar auf größere Aerodynamik-Upgrades, dennoch steht für das US-Team ein wichtiger Test auf dem Programm. Im Fokus steht ein neues Bremsmaterial, mit dem Haas einer wiederkehrenden Schwäche seines VF-26 auf den Grund gehen möchte.  circuitpics.de Das Bremssystem steht bei Haas aktuell im Fokus

Teamchef Ayao Komatsu macht dabei deutlich: Das Material selbst muss nicht zwangsläufig das Problem sein – entscheidend sei zunächst, überhaupt die tatsächliche Ursache zu identifizieren. Auf die Frage, ob Haas an diesem Wochenende ein neues Frontflügel-Paket oder andere Updates mitbringe, antwortet Komatsu knapp: “Nein. Wir testen lediglich ein anderes Bremsmaterial.” Dass ein solcher Test unmittelbar Fragen nach möglichen Bremsproblemen aufwirft, überrascht den Japaner wenig. Seine Antwort fällt allerdings differenzierter aus, als man zunächst erwarten könnte. “Nein, wir haben nicht einfach nur Bremsprobleme”, stellt Komatsu klar. “Wir haben viele Probleme.” Bremsen gehören zu mehreren offenen Baustellen Ganz ausschließen möchte der Haas-Teamchef die Bremsen als Ursache allerdings ebenfalls nicht. Vielmehr beschreibt er ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das derzeit die Fahrzeugperformance beeinflusst.
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“Eines unserer Probleme ist definitiv eine gewisse Inkonsistenz beim Bremsen”, erklärt Komatsu. Gleichzeitig betont er jedoch, dass dies nicht automatisch bedeute, dass das verwendete Bremsmaterial fehlerhaft sei. “Ich sage nicht, dass das Bremsmaterial selbst das Problem ist. Es geht vielmehr darum, wie wir es nutzen.” Hinzu komme, dass auch die Fahrer unterschiedliche Vorlieben beim Bremsverhalten hätten. Dadurch werde die Analyse zusätzlich erschwert. “Es gibt auch Fahrerpräferenzen. Deshalb wollen wir alle Möglichkeiten untersuchen.” Ein Fahrverhalten kann mehrere Ursachen haben Genau darin liegt laut Komatsu die größte Herausforderung. Ein bestimmtes Fahrverhalten müsse nicht zwangsläufig auf eine einzige Ursache zurückzuführen sein. “Wenn man am Ende ein bestimmtes Handling-Problem sieht, kann es dafür fünf verschiedene Ursachen geben.” Verstappen vor Red Bull-Aus? Diese Teams kommen 2027 infrage! Video wird geladen… Max Verstappen und Red Bull stehen in der Formel 1 vor einer entscheidenden Zukunftsfrage. Wie geht es 2027 weiter?

Die Bremsen seien lediglich eine davon. “Wir können sie einfach nicht ausschließen. Deshalb ist es extrem wichtig, sie zu testen.” Erst wenn sich einzelne Einflussfaktoren systematisch ausschließen lassen, könne das Team gezielt an den eigentlichen Problemen arbeiten. Haas will endlich Klarheit gewinnen Komatsu beschreibt den aktuellen Entwicklungsprozess beinahe wie ein Ausschlussverfahren. Statt sofort neue Teile zu entwickeln, gehe es zunächst darum, belastbare Erkenntnisse zu gewinnen. “Das Minimum, das wir tun müssen, ist, die Bremsen zu testen und sie entweder auszuschließen oder als Ursache zu bestätigen.” Denn solange mehrere mögliche Fehlerquellen gleichzeitig bestehen, werde jede Weiterentwicklung deutlich schwieriger. “Wir können nicht einfach mit vier unbekannten Faktoren weiterarbeiten, ohne zu wissen, welcher davon tatsächlich das Hauptproblem ist.” Vier Faktoren stehen unter Verdacht Komatsu nennt gleich mehrere Bereiche, die für die Schwierigkeiten verantwortlich sein könnten. Das Bremsmaterial sei dabei lediglich einer von insgesamt vier Punkten. Als weitere Möglichkeiten nennt er zunächst das Fahrzeug-Set-up. “Es könnte einfach an unserem Set-up liegen.” Ebenso denkbar seien grundsätzliche Eigenschaften des Fahrzeugs selbst. “Es könnten fundamentale Charakteristika unseres Autos sein.” Und schließlich spiele auch der individuelle Fahrstil der Piloten eine Rolle. “Vielleicht hängt es auch mit der Art zusammen, wie unsere Fahrer das Auto bewegen.” Sieg für die Seele: Leclerc kontert Häme und Kritik I Rennen F1 Silverstone 2026 Video wird geladen…  

Erst danach folgt das Bremsmaterial als vierter möglicher Einflussfaktor. “Wenn wir diese Faktoren einzeln ausschließen oder identifizieren können, wissen wir endlich, woran wir arbeiten müssen.” Gibt es Parallelen zu Ferrari? Während der Pressekonferenz wurde Komatsu auch auf Ferrari angesprochen. Die Scuderia hatte in den vergangenen Wochen ebenfalls wiederholt über Schwierigkeiten beim Bremsgefühl geklagt. Ob zwischen beiden Teams ein Zusammenhang bestehe, wollte eine Journalistin wissen.
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Komatsus Antwort fiel jedoch eindeutig aus. “Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau, welche Probleme Ferrari hat. Ich habe zwar Kommentare der Fahrer gehört, aber ich weiß nicht, was dort tatsächlich die Ursache ist.”
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Deshalb wolle er auch keine Vergleiche ziehen. “Alles, was ich weiß, ist, womit unsere Fahrer auf bestimmten Strecken oder unter bestimmten Bedingungen manchmal kämpfen.” Gerade deshalb wolle Haas vermeiden, vorschnell eine einzelne Ursache verantwortlich zu machen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Vielleicht hat das Ganze am Ende überhaupt nichts mit den Bremsen zu tun.”

 
Formel1.de 

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