Alonso schießt gegen Albon: Qualität im hinteren Fahrerfeld “extrem niedrig”
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“Ich denke, wenn das Auto an einem Stück gewesen wäre, wären heute Punkte eine sehr reale Chance gewesen”, sagt Fernando Alonso. Doch weil sein Aston Martin AMR26 eben nicht im vom Spanier erhofften Zustand war, musste sich der zweimalige Weltmeister beim Formel-1-Rennen in Austin mit Rang 16 begnügen – hinter Teamkollege Lance Stroll. LAT Images Alexander Albon und Fernando Alonso begegneten sich am Sonntag nicht nur einmal
Die Verantwortung dafür trägt laut Alonso Williams-Pilot Alexander Albon, mit dem er bereits in der ersten Runde des Rennens aneinandergeriet. Albon kollidierte in Kurve 11 vor der langen Gegengeraden mit dem Aston Martin und beschädigte diesen dabei nachhaltig. “Das Auto ist zerstört, ich habe es im Parc ferme gesehen”, beschreibt Alonso. “Der halbe Unterboden ist einfach weg. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie wir überhaupt weiterfahren konnten und wie wir noch halbwegs konkurrenzfähig waren.”
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Er sagt, er habe pro Runde durch den Schaden “eine halbe Sekunde oder mehr” verloren, weswegen er zwischenzeitlich sogar daran dachte, das Auto einfach abzustellen. “Auf der linken Seite hatte ich praktisch gar keinen Unterboden mehr. Vermutlich hat sich da etwas gelöst und ich habe noch mehr Teile verloren”, schildert er. Alonso wollte schon aufgeben Weil sich das Problem im Laufe der Zeit zu verschlimmern schien, holte Aston Martin Alonso nach nur zwölf Runden auf dem Medium-Reifen im zweiten Stint an die Box. “Ich konnte nicht mehr einlenken, also haben wir gestoppt”, sagt er. “Ich war bereit, den Motor abzustellen. Aber dann haben sie einen neuen Frontflügel montiert und ich bin wieder rausgefahren. In den letzten 15 Runden des Rennens lenkte das Auto nach rechts ganz gut ein, nach links allerdings überhaupt nicht mehr. Aber wir wollten das Rennen zu Ende fahren und noch ein paar Daten sammeln”, so der Spanier. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Immerhin kam Alonso auch vor Williams noch ins Ziel, was er “ziemlich beeindruckend” fand. “Es bleibt natürlich eine offene Frage, was mit einem intakten Auto möglich gewesen wäre”, sagt er und geht davon aus, dass aus eigener Kraft Platz neun oder zehn möglich gewesen wäre. “Wir lagen auch mit einem halben Auto auf Rang zwölf”, begründet er. Doch die Kritik an seinem Gegner lässt auch nicht lange warten: “Wenn man von ganz hinten startet, besteht dieses Risiko immer”, weiß Alonso, der scharf gegen Albon schießt: “Die Qualität der Fahrer im hinteren Drittel des Feldes ist schlichtweg extrem niedrig, wie wir heute bei Alex gesehen haben.” So schildert Albon die Kollision Kurz nach dem Rennen wusste Albon selbst noch nichts von den harten Worten seines Kontrahenten. “Es macht immer Spaß, gegen Fernando zu fahren. Er fährt hart, aber immer fair”, meint der Williams-Pilot. “Vielleicht fand er mich ein bisschen drüber, ich weiß es nicht – ich werde es sicher bald erfahren.”
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Zur Szene in der ersten Runde sagt der Thailänder, dass sich beim Anbremsen auf Kurve 11 rechts auf der Außenbahn noch ein anderes Fahrzeug befunden habe – in dem Fall war es Haas-Pilot Esteban Ocon. “Und dieser Fahrer gab Fernando nur so viel Platz, als ginge er davon aus, es wäre nur ein Auto an seiner Innenseite. Aber ich war eben noch weiter innen von Fernando. Dadurch wurde es extrem eng.” Albon habe noch versucht, aus dem Weg zu fahren und über den Randstein auszuweichen, “aber das hat nicht geklappt”, so der Williams-Pilot, der mit Alonso zusammenstieß. “Daher nehme ich an, er hat einen Schaden davongetragen. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich Schaden hatte – wir sind das gesamte Rennen mit einem kaputten Flügel gefahren.” Alonso: Williams hat dafür gesorgt, dass wir nicht aufholen In der Schlussphase trafen die beiden noch einmal aufeinander, als Albon auf harten Reifen versuchte, die Aston Martins aufzuhalten, damit Teamkollege Carlos Sainz auf frischen Softs noch eine Chance gegen sie haben würde. “Am Ende sind sie dann aber doch vorbeigekommen”, sagt er. Video wird geladen…
Am Ende ging es dabei aber nur um die Positionen 15, 16, 17 und 18 und damit nicht um Punkte, die Alonso gerne geholt hätte. In der Konstrukteurswertung kämpfen Aston Martin und Williams in den verbleibenden fünf Rennen noch um Position neun, wobei Aston Martin fünf Punkte auf seinen Gegner aufholen muss.
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“Wir hätten heute Punkte holen und in der Konstrukteurs-WM näher herankommen können”, weiß Alonso. “Aber sie haben dafür gesorgt, dass wir absolut keine Chance hatten.”
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