Alonso: Vor dem Fernseher hätte ich immer das Gefühl, ich könnte es besser

Alonso: Vor dem Fernseher hätte ich immer das Gefühl, ich könnte es besser

 

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Noch bei seinem Heimrennen in Madrid Mitte September wollte sich Fernando Alonso nicht auf seine Zukunft für 2027 festlegen, da er erst schauen wollte, in welche Richtung sich die Formel 1 und Aston Martin bewegen. Viel ist öffentlich seitdem eigentlich nicht passiert, trotzdem hat der Spanier in dieser Woche seine Verlängerung bei Aston Martin verkündet.  LAT Images Fernando Alonso wird auch im Alter von 46 Jahren noch in der Formel 1 fahren

Warum? Alonso selbst gibt zu, dass er noch immer keine Garantie hat, dass ihm 2027 mehr Spaß machen wird als die aktuelle Saison. “Aber das ist eine Verpflichtung, die du gegenüber dir selbst eingehen musst”, sagt er. “Am Ende des Tages fühle ich mich schnell, ich bin motiviert und ich spüre, dass mir das, was ich tue, Spaß macht.” Ein wichtiger Punkt für ihn dabei: “Wenn ich zu Hause auf der Couch sitze, fernsehe und die Rennen verfolge, würde ich das Gefühl haben, dass ich es besser machen kann als sie.”
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Genau das habe er nämlich auch gespürt, als er die Formel 1 vorübergehend verlassen hatte und sich die Rennen von außen anschauen musste. “Ich dachte mir: ‘Puh, das war nicht richtig, dies und das…’ Ich habe tief in mir einfach immer dieses Feuer gespürt, dort zu sein und zu versuchen, es besser zu machen.” “Und dieses Feuer spüre ich auch jetzt noch. Ich habe mir gesagt: Solange ich das in mir trage, ist es nicht an der Zeit aufzuhören.” Auszeit sorgt für längere Karriere Alonso gibt jedoch zu, dass seine damalige Auszeit, als er in der Langstrecken-WM für Toyota fuhr, einen Anteil daran habe, dass er noch einmal weitermacht. Er ist überzeugt: Wäre er damals weiter in der Formel 1 gefahren, wäre er heute nicht mehr dabei. “Ich musste aufhören, ich musste von der Formel 1 abschalten. Ich musste andere Rennserien ausprobieren und Dinge erleben, die ich schon immer mit großer Neugier im Kopf hatte”, betont er. “Es hat riesigen Spaß gemacht, all das zu erleben, neue Formen des Motorsports zu entdecken, von den Spezialisten der jeweiligen Serien zu lernen und ein kompletterer Rennfahrer zu werden.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Das möchte er auch in Zukunft noch einmal tun, doch erst einmal gilt seine Aufmerksamkeit der Formel 1. Dort wird er mit dann mittlerweile 46 Jahren fahren und damit der älteste Formel-1-Pilot seit 55 Jahren sein. Damals fuhr ein gewisser John Love aus Rhodesien beim Südafrika-Grand-Prix 1972 mit – im Alter von 47 Jahren, 2 Monaten und 26 Tagen.
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“Es ist natürlich richtig schön zu sehen, was er erreicht hat und welchen Antrieb er in diesem Alter noch hat, weiterzumachen”, staunt Max Verstappen nach der Ankündigung der Karrierefortsetzung und gibt zu: “Ich bin mir nicht sicher, ob ich denselben Antrieb aufbringen könnte, aber das werden wir im Laufe der Zeit sehen.” Alonso kündigt besondere Herausforderungen an Alonso baut hingegen seine besonderen Karrieremerkmale weiter aus. Mit 440 Grand-Prix-Starts hat er natürlich deutlich mehr als jeder andere Fahrer in der Geschichte – und keiner hat 24 Saisons in der Formel 1 absolviert. Und wie geschrieben hat sich seit 55 Jahren keiner mehr in einem so hohen Alter in der Königsklasse versucht. “Ich liebe Herausforderungen”, sagt der Routinier. “Wie ich schon ein paar Mal gesagt habe: Meine Art, den Motorsport zu verstehen und mein Leben generell zu leben, dreht sich um Rennwagen. So war es mein ganzes Leben lang.” Fernando Alonso bestritt schon Formel-1-Rennen, als …

“Meine große Stärke war es immer, mich an unterschiedliche Autos und verschiedene Reglements anzupassen – V10, V8, V6, Bridgestone, Michelin, Pirelli, KERS, Hybridsysteme, Ground Effect, all diese Dinge. Dazu noch die verschiedenen Rennserien: Prototypen, Indy, Dakar.”
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“Ich versuche, diese Stärke zu nutzen und Dinge zu tun, die in der Vergangenheit – vielleicht in den 60er-, 80er- oder 90er-Jahren – möglich waren. Heute versucht das kaum noch jemand”, sagt er und kündigt auch einige Nebenprojekte an. “Max ist der Einzige, der etwas GT-Rennsport ausprobiert, aber abgesehen davon gibt es da wenig. Die Herausforderungen sind Dinge, die ich in der Vergangenheit versucht habe und die ich weiter versuchen werde. Denn vielleicht gibt es in den nächsten Wochen noch mehr Überraschungen. Es gibt Dinge, die die Leute wahrscheinlich für unmöglich halten, aber ich möchte die Grenzen dessen ausloten, was möglich ist.” Freundin will ihn aus dem Haus haben Nicht vergessen darf man dabei aber, dass Alonso neben seinen motorsportlichen Aktivitäten noch eine ganz andere Herausforderung hat – und zwar auf privater Seite. Denn der 45-Jährige ist vor kurzem zum ersten Mal Vater geworden. Doch statt es ruhiger angehen zu lassen und sich um die Familie zu kümmern, gibt er weiter Gas. Formel-1-Quiz
Bei welchem Team begann Fernando Alonso seine Formel-1-Karriere?
Renault Minardi Ferrari Williams Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Natürlich habe er auch mit seiner Lebensgefährtin über das Thema gesprochen, dabei sei es aber weniger um die familiären Pflichten gegangen, wie er sagt. “Es war eher so, wie ich es gerade beschrieben habe – meine Art, das Leben und den Motorsport zu verstehen.”
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Dabei habe er von seiner Lebensgefährtin, der spanischen Sportjournalistin Melissa Jimenez, eine Menge Unterstützung erfahren: “Sie leidet dieses Jahr natürlich auch mit und macht sich Sorgen um meine Gesundheit, wenn wir nicht konkurrenzfähig sind. Von daher ist es wohl besser… ja, sie hat mich lieber unterwegs, wenn wir nicht konkurrenzfähig sind”, lacht er. Alonso will Reglement zweite Chance geben Für das Wochenende in Sepang rechnet Alonso derweil wieder mit wenig Spaß – und das nicht nur aufgrund der fehlenden Konkurrenzfähigkeit. Auch das neue Reglement trägt seinen Teil dazu bei, weil der Mittelsektor dieser “fantastischen Rennstrecke”, wie Alonso findet, “traurig” werden wird, “weil wir dort die Batterie nicht nutzen können”.
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“Aber ich habe für mich entschieden: Vielleicht gibt es nächstes Jahr mit der 60:40-Aufteilung und dem zweiten Jahr unter dem Reglement einen etwas besseren Kompromiss”, sagt er mit Blick auf seine Verlängerung. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Geben wir dem Ganzen eine weitere Chance. Besonders auf Seiten der Power-Unit haben wir auf dem falschen Fuß begonnen, und es steht noch ein Fragezeichen dahinter, was nächstes Jahr passieren wird. Aber ich finde, sie verdienen eine weitere Chance, und ich fühle mich schnell.”

 
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