Alpine: Audi zu schlagen, ist in Madrid schon eine Leistung
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Das Qualifying zum Großen Preis von Spanien in Madrid (hier live im Ticker verfolgen) endete für das Alpine-Team mit völlig gegensätzlichen Gefühlswelten. Während Franco Colapinto mit einem starken neunten Startplatz glänzte und die Erwartungen übertraf, erlebte Teamkollege Pierre Gasly auf Platz 14 ein unerklärliches Debakel. circuitpics.de Franco Colapinto konnte Teamkollege Pierre Gasly deutlich schlagen
Für Pierre Gasly war das Qualifying ein frustrierender Rückschlag, der mehr Fragen als Antworten hinterließ. Nach vielversprechenden Trainingssitzungen brach die Leistung seines Boliden plötzlich völlig ein. “Q1 war schon nirgendwo, Q2 war nirgendwo”, resümiert ein ratloser Gasly nach der Session. “Ich habe im Moment absolut keine Ahnung, wie sich das Auto im Vergleich zum gesamten Wochenende so stark verändern konnte. Ich habe mich im Auto super wohl gefühlt und war sehr glücklich mit der Balance”, schildert der Franzose.
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Die Probleme reichten dabei weit über normale Schwankungen durch veränderte Streckentemperaturen hinaus. Das Fahrverhalten beschreibt der 30-Jährige als völlig außer Kontrolle: “Ich verliere in jeder Kurve Gummi, stehe quer und das auch in allen schnellen Passagen. Es fühlt sich einfach an, als ob etwas nicht ganz stimmt.” Auf die Frage, ob womöglich ein Defekt oder ein gravierender Set-up-Fehler vorliege, bestätigt er diesen Verdacht: “Ja, etwas in dieser Richtung, denn die Balance und der Grip haben sich extrem verschoben. Von Anfang bis Ende der Runde verbrachte ich die ganze Zeit damit, in die entgegengesetzte Richtung gegenzulenken. Es ergibt einfach keinen Sinn.” Gasly rechnet mit Rennen im Nirgendwo Besonders bitter ist dieser Rückschlag für Gasly mit Blick auf den Sonntag, da das Layout des Madrings Überholmanöver extrem erschwert. Der Franzose zeigt sich entsprechend desillusioniert: “Nach gestern war ich super zuversichtlich, dass wir uns in den Top 10 qualifizieren können und die Pace haben, um dort auch mit viel Sprit mitzukämpfen.” “Aber ganz ehrlich: Wenn das Auto morgen so ist, fahre ich nirgendwo hin. Ich muss heute Nacht einige Antworten finden.” Ganz anders präsentierte sich die Situation auf der anderen Seite der Alpine-Garage. Franco Colapinto lieferte eine starke Leistung ab, die in einer furiosen Q2-Runde gipfelte. “Die Q2-Runde war erstaunlich. Ich bin sehr glücklich und stolz auf das Ergebnis, denn diese Strecke sollte für uns eigentlich immer knifflig werden”, erklärt der Argentinier. Er sieht das Layout ursprünglich eher als Vorteil für die Konkurrenz von Audi, da Alpine zwar auf den Geraden und in langsamen Kurven stark sei, aber Schwächen beim Überfahren der Randsteine habe. “Dass wir es in Q3 geschafft haben und vor Audi stehen, ist ein sehr gutes Resultat. Die Q2-Runde war eine der besten, die ich je gefahren bin.” Colapinto fliegt fast ab Dabei balancierte Colapinto sprichwörtlich auf der Rasierklinge. In der schnellen Kurve 12 erlebte er einen massiven Schreckmoment, der normalerweise jede Rundenzeit zerstört. “Das war ziemlich spektakulär. Wir waren da mit 260 km/h unterwegs”, berichtet er über den Beinahe-Abflug.
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“In Q2 muss man einfach pushen, und ich hatte diesen großen Quersteher, konnte das Auto aber abfangen. Danach die Runde noch zusammenzubekommen, ist umso kniffliger, weil man bei so einem Rutscher eine Menge Selbstvertrauen verliert.” Video wird geladen…
Für Colapinto war das starke Resultat auch eine persönliche Genugtuung nach seinem ärgerlichen Fehler am vorherigen Wochenende in Italien. “Ich habe seit Monza hart gearbeitet. Ich denke, ich habe aus dem dortigen Qualifying viel gelernt und hier eine viel bessere Leistung gezeigt”, zieht er den direkten Vergleich.
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Zwar stand er in Monza als Achter nominell weiter vorne, doch der neunte Platz in Madrid sei deutlich höher einzuschätzen: “Wir hatten in Monza ein im Verhältnis zu den anderen viel schnelleres Auto. Das hier heute war ein absolut maximiertes Qualifying.”
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