Analyse: Warum war Sergio Perez in Melbourne nicht schneller?

Analyse: Warum war Sergio Perez in Melbourne nicht schneller?

 

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Red Bull war beim Grand Prix von Australien der große Geschlagene: Max Verstappen schied schon nach drei Runden mit einer brennenden Bremse aus, und Sergio Perez beendete das Rennen in Melbourne nur auf Platz 5 – mit fast einer Minute Rückstand. Später beantwortete der Mexikaner die Frage, ob Ferrari auch gegen Verstappen gewonnen hätte, kurz und knapp so: “Absolut!”   Der Rennspeed von Sergio Perez war real besser, als es zunächst den Anschein hatte

Doch bei genauerer Betrachtung wurde Red Bull unter Wert geschlagen. Verstappens Rennpace einzuordnen, ist unmöglich. Laut Auskunft des Teams hatte er vom Start weg mit der Bremse zu kämpfen. Und im Fall von Perez stellte sich erst nach Ende der TV-Übertragungen heraus, dass sein RB20 ebenfalls stark gehandicapt war. Als Perez in Runde 21 an George Russell vorbeiging, ging der Red Bull “wie eine Rakete”, wie der Mercedes-Fahrer am Boxenfunk resignierend anerkennen musste. Bereits zehn Minuten zuvor hatte sich Lewis Hamilton ganz ähnlich über Perez’ RB20 geäußert: “Jesus, sind die schnell!” Das klang nicht so, als wäre Red Bull unterlegen gewesen. Doch dann lief Perez in Runde 26 auf Fernando Alonso auf, und der Aston-Martin-Fahrer streifte eine Abreißfolie seines Helmvisiers ab. Die verfing sich unter dem hinterherfahrenden Red Bull “und setzte sich in einem Bereich des Unterbodens fest, wo sie für einen signifikanten Verlust an Anpressdruck sorgte”, berichtet Teamchef Christian Horner.

Ein Detail, das dem Red-Bull-Kommandostand während des Rennens gar nicht aufgefallen war. Erst als das Auto zurück beim Team inspiziert werden konnte, wunderten sich die Mechaniker über das kleine Stück Plastik am Unterboden. “Das hat mehr als 20 Punkte Downforce gekostet. Und das ist ziemlich viel”, erklärt Horner. So schnell war Perez bis zum Alonso-Zwischenfall Bis dahin funktionierte der RB20 einwandfrei. Perez ging in Runde 21 an Russell vorbei und hatte zu dem Zeitpunkt 4,9 Sekunden Rückstand auf Alonso. Mit Siebenmeilenstiefeln schloss er zum Aston Martin auf, fuhr in Runde 26 in dessen DRS rein und machte in Runde 27 kurzen Prozess. Aber: “Kaum war er an Fernando vorbei, funktionierte das Auto nicht mehr richtig”, sagt Horner. Perez war jetzt Fünfter und hatte 12,0 Sekunden Rückstand auf Lando Norris im McLaren. Doch sein vorher gezeigter Speed war plötzlich wie weggeblasen. Von Runde 27 bis zu seinem eigenen Boxenstopp in Runde 36 konnte Perez den Rückstand auf den McLaren lediglich von 12,0 auf 10,6 Sekunden reduzieren. Und das, obwohl beide auf den exakt gleichen Reifen waren. Video wird geladen…  

“Wir sind mit Checo einen langen ersten Stint gefahren”, sagt Horner. “Als er sich durch das Feld durchkämpfte und zu Fernando aufschloss, war seine Pace genauso schnell wie die der Führenden.” Bis zu dem Zwischenfall mit dem Abreißvisier. “Das zeigt, wie empfindlich diese Autos heutzutage sind”, seufzt Horner. Horner: Reifen haben schneller abgebaut “Danach bauten die Reifen schneller ab, wie wir am Ende des zweiten Stints sehen konnten. Das ist für uns ungewöhnlich”, analysiert der Red-Bull-Teamchef – bei dem trotzdem Restzweifel bleiben, ob Perez in Melbourne sonst siegfähig gewesen wäre: “Schwer zu sagen. Er war sicher gehandicapt. Vielleicht waren die Ferraris ein bisschen zu schnell für ihn. Aber wer weiß?” Perez hatte bei seinen Interviews nach dem Rennen noch keine Ahnung, dass sich ein Abreißvisier unter seinem Auto verfangen hatte. Er führte das fehlende Tempo auf eine schlechte Balance zurück, auf einen zu hohen Reifenverschleiß, womöglich auch auf den Asphalt im Albert Park, der seinem Empfinden nach jenem in Las Vegas nicht unähnlich ist. Ausgerechnet: So schnell war Perez’ Rennpace wirklich Doch all das, was Perez vor Fragezeichen gestellt hatte, lässt sich durch den in seiner Effizienz eingeschränkten Unterboden erklären. Weniger Anpressdruck bedeutet weniger Speed, mehr Rutschen in den Kurven, damit einen höheren Reifenverschleiß. Heißt im Klartext: Seine Rennpace zu bewerten, ist nur bis Runde 26 möglich. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Und da war die Welt noch in Ordnung. Perez hatte zwar am Start eine Position gegen Russell verloren, was ihn sicher Rennzeit kostete. Aber in den Runden 22 bis 25, in denen er freie Fahrt hatte, war er durchschnittlich nur um 0,259 Sekunden langsamer als Sainz – und das, obwohl seine Reifen schon um zwei Runden älter waren. Die harten Reifen bauten in Melbourne um durchschnittlich 0,146 Sekunden pro Runde ab. Heißt: Perez’ Speed war im bereinigten Vergleich nur um 0,113 Sekunden langsamer als der von Sainz, wie man mit dem Datenanalysetool OneTiming von PACETEQ ableiten kann. Oder, wie es Helmut Marko formuliert: “Mit Max im Rennen wäre das ganz anders ausgegangen.”

 
Formel1.de 

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