Audi stellt sich quer: FIA kämpft um Einigung bei Formula 1-Motoren für 2027

Audi stellt sich quer: FIA kämpft um Einigung bei Formula 1-Motoren für 2027

 

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Die Formel 1 steht wenige Tage vor einer richtungsweisenden Entscheidung über ihr Motorenreglement für 2027. Nach wochenlangen Diskussionen drängen FIA und Rechteinhaber Liberty Media auf eine Einigung zwischen den Herstellern, damit die endgültigen Regeln bereits am Rennwochenende in Barcelona verabschiedet werden können.  circuitpics.de Ferrari und Audi blockieren eine schnelle Einigung beim Motorenreglement für 2027

Im Zentrum des Konflikts steht ausgerechnet Audi. Der deutsche Hersteller, der 2026 offiziell als Werksteam in die Formel 1 eingestiegen ist, hat gemeinsam mit Ferrari Vorbehalte gegen die zuletzt diskutierten Änderungen am Reglement angemeldet. Damit droht ein Prozess ins Stocken zu geraten, den die FIA eigentlich noch vor wenigen Wochen auf einem guten Weg sah. Der Zeitdruck ist enorm. Die Entwicklung der neuen Power-Units läuft bei allen Herstellern bereits auf Hochtouren. Je länger grundlegende technische Parameter offenbleiben, desto größer werden Aufwand, Kosten und potenzielle Risiken für die beteiligten Unternehmen. FIA will Probleme des neuen Reglements entschärfen Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist die Sorge, dass die für 2027 geplante Antriebsgeneration auf einigen Strecken zu unerwünschten Nebeneffekten führen könnte. Das ursprünglich beschlossene Konzept sieht eine nahezu ausgeglichene Leistungsverteilung zwischen Verbrennungs- und Elektromotor vor.
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Nach Analysen der FIA könnten dadurch jedoch Probleme wie sogenanntes “Superclipping” entstehen. Dabei steht Fahrern auf den Geraden nicht mehr ausreichend elektrische Energie zur Verfügung, sodass die Leistung deutlich abfällt. Auch ein übermäßiges Batteriemanagement während einer Qualifying-Runde gilt als unerwünschte Begleiterscheinung des aktuellen Regelwerks. Audi-Fazit: Hat Red Bull den besseren F1-Motor gebaut? Video wird geladen… Audi startete 2026 das Formel-1-Projekt als Werksteam – doch nach den ersten vier Rennwochenenden herrscht bereits Chaos.

Um diese Risiken zu minimieren, legte die FIA den Motorenherstellern vor dem Kanada-Wochenende einen konkreten Vorschlag vor. Dieser sah eine Erhöhung des Benzindurchflusses um 14 Prozent vor. Dadurch würde die Leistung des Verbrennungsmotors um rund 50 kW steigen, während die elektrische Leistung im gleichen Umfang reduziert würde. Audi und Ferrari melden Bedenken an Nach Informationen aus dem Fahrerlager schien zunächst eine breite Zustimmung unter den Herstellern möglich. Doch nur wenige Tage später änderte sich die Lage. Als die Formel 1 nach Montreal reiste, hatten Audi und Ferrari ihre Position deutlich verschärft. Beide Hersteller argumentieren, dass ein derart umfangreicher Eingriff erhebliche Anpassungen an den bereits weit entwickelten Antriebskonzepten erforderlich machen würde. Aus ihrer Sicht wären nicht nur zusätzliche Entwicklungskosten die Folge. Auch die Zuverlässigkeit der Aggregate könnte unter kurzfristigen Änderungen leiden. Gerade für Audi besitzt die Frage besondere Bedeutung. Die Ingolstädter haben ihre Entwicklung auf Basis der bislang gültigen Vorgaben ausgerichtet. Eine nachträgliche Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb könnte deshalb weitreichendere Folgen haben als für Hersteller mit langjähriger Formel-1-Erfahrung. Alternative Lösung gewinnt an Unterstützung Hinter den Kulissen wird deshalb inzwischen intensiv über einen Kompromiss diskutiert. Dieser soll die von der FIA identifizierten Probleme entschärfen, ohne tiefgreifende Änderungen an der Architektur der Power Units erforderlich zu machen.
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Eine zentrale Rolle spielt dabei die Aerodynamik. Die Formel-1-Kommission hat bereits grünes Licht für eine deutliche Reduzierung des Abtriebs der 2027er-Fahrzeuge gegeben. Die geplante Verringerung soll je nach Konfiguration zwischen 40 und 50 Abtriebspunkten liegen. Ziel ist es, den Luftwiderstand zu reduzieren und die Fahrzeuge auf den Geraden effizienter zu machen. Video wird geladen…  

In Kombination mit einer deutlich moderateren Erhöhung des Benzindurchflusses von lediglich fünf Prozent könnte nach Ansicht mehrerer Beteiligter ein ähnlicher Effekt erzielt werden wie mit dem ursprünglichen FIA-Vorschlag. Gleichzeitig müssten die Hersteller ihre laufenden Entwicklungsprogramme deutlich weniger stark anpassen. Entscheidung soll in Barcelona fallen Genau auf diese Lösung scheint sich die aktuelle Diskussion zunehmend zuzubewegen. Sie würde das gewünschte Verhältnis von Verbrennungs- zu Elektroleistung näher an eine 60:40-Verteilung bringen, ohne die bereits entwickelten Konzepte grundlegend infrage zu stellen.
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Ob dieser Ansatz tatsächlich die Zustimmung aller Beteiligten findet, bleibt jedoch offen. Vor allem Audi und Ferrari gelten als Schlüsselfiguren für eine Einigung. Ohne ihre Unterstützung dürfte es schwierig werden, ein gemeinsames Paket auf den Weg zu bringen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Deshalb erhöhen FIA und Liberty Media nun den Druck auf die Hersteller. Ziel ist es, noch vor beziehungsweise während des Spanien-GP eine endgültige Einigung zu erzielen. Gelingt dies, könnte das überarbeitete Motorenreglement bereits in Barcelona offiziell verabschiedet werden. Scheitern die Gespräche hingegen, droht der Formel 1 ein weiterer Streit über eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Königsklasse.

 
Formel1.de 

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