“Beängstigend”: So erlebten Fahrer und Co. das Software-Chaos in Malaysia

“Beängstigend”: So erlebten Fahrer und Co. das Software-Chaos in Malaysia

 

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“Der Große Preis Bahrain in Malaysia war eines der verrücktesten Rennen, die ich je in der Formel 1 gesehen habe”, schreibt Martin Brundle in seiner aktuellen Kolumne für Sky. Das muss etwas heißen, denn der 67-Jährige ist seit mehr als vier Jahrzehnten hautnah dran an der Königsklasse – erst als Fahrer, später als Experte.  LAT Images Die Formationsrunde sorgte am Sonntag in Malaysia für große Probleme

Vor allem der erste Startversuch am Sonntag produzierte einige der absurdesten Bilder in der Geschichte der Königsklasse. Ein Software-Bug legte gleich mehrere Autos lahm, sodass das Startprozedere abgebrochen werden musste. Ein zweiter Versuch erfolgte erst nach einem Software-Update an allen Autos. Was an den TV-Bildschirmen vor allem skurril aussah, war für die Piloten selbst gar nicht so witzig. “Ich wusste gar nicht, dass die FIA unser Gaspedal steuern kann. Das war eigentlich ziemlich beängstigend”, sagt beispielsweise Haas-Pilot Oliver Bearman, der auch von dem Problem betroffen war.
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Für Sergio Perez fühlte es sich ohne Leistung “wie in einem Leihkart” an. “Ich bin mir sicher, dass wir als Sport davon lernen werden. Aber was heute passiert ist, ist für den Sport völlig inakzeptabel”, kritisiert auch der Mexikaner mit recht deutlichen Worten. “Wenn bei diesen Fahrzeugen der Turbo nicht funktioniert, kann man das Auto genauso gut schieben, anstatt den Motor zu benutzen. Das war ziemlich bizarr”, ergänzt Oscar Piastri, und Teamkollege Lando Norris bezeichnet die Situation am Sonntag als “furchtbar”. Warum Andrea Stella die FIA nicht kritisieren will “Das beweist einfach nur, dass wir so etwas – diese elektronische Seite – gar nicht erst haben sollten”, so der Weltmeister, dessen Teamchef dagegen nicht ganz so kritisch ist. “Ich denke, wir müssen anerkennen, dass die Formel 1 bei der Ausarbeitung der neuen Regeln hervorragende Arbeit geleistet hat”, stellt Andrea Stella klar. Zwar gebe es “hinsichtlich des Verhaltens der Antriebseinheiten noch einige Fragezeichen”, räumt auch er ein, betont jedoch, dass man solche Probleme vor allem im ersten Jahr des Reglements “akzeptieren” müsse. “Wenn wir an die Teams denken, dann gibt es viele [Probleme]”, erinnert er. Sepang: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

So konnte beim zweiten Saisonrennen in China beispielsweise keines der beiden McLaren-Autos am Rennen teilnehmen. Stella erklärt, dass er die FIA aus diesem Grund für einen simplen Software-Bug nicht zu hart kritisieren wolle. Er werde nicht sagen, “dass dies nicht den richtigen Standards entsprochen hat, wenn man bedenkt, dass wir als Wettkämpfer so gut wie jedes Wochenende mit vielen Problemen zu kämpfen haben”, erklärt der McLaren-Teamchef selbstkritisch.
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“Und wenn es hier um den Sport oder um allgemeine Softwareprobleme geht, sollten wir meiner Meinung nach Verständnis zeigen und uns gegenseitig unterstützen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder vorkommt”, so Stella.

 
Formel1.de 

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