Sepang-Rätsel bei Mercedes: Warum das Upgrade nicht wie gewünscht griff
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Die Performance von Mercedes beim Grand Prix von Bahrain der Formel 1 in Malaysia erfordert weitere Untersuchungen, da die Bedingungen rund um den Kurs in Sepang es dem Team schwermachten, ein klares Bild von seinem neuesten Update-Paket zu bekommen. LAT Images Mercedes checkt die Upgrade-Daten nach dem Rennen in Sepang
Die Mannschaft brachte ein überarbeitetes Unterboden- und Seitenkasten-Paket für den ersten Formel-1-Besuch in Sepang nach neun Jahren an den Start. Doch es wurde schnell offensichtlich, dass das Team über das gesamte Wochenende hinweg Mühe hatte, seine gewohnte Top-Pace abzurufen. Ungeachtet dessen lag man auf Kurs zu einem doppelten Podestplatz, ehe George Russell mit einem Antriebsproblem ausschied.
Im Laufe des Wochenendes erklärte sich das Team mit der Performance des Updates in den schnellen Kurven zufrieden, doch insgesamt harmonierte der W17 nicht mit dem Kurs – insbesondere in den langsamen Kurvenpassagen. Im gewohnten Debrief des Teams nach dem Rennen auf den Social-Media-Kanälen erklärte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord, dass die Fahrer in diesen langsamen Kurven auf etwas ungewöhnliche Manöver zurückgreifen mussten, damit das Auto überhaupt einlenkte und Grip aufbaute. Upgrade wegweisend “Die Kombination aus möglicherweise dem Update, der Asphalttemperatur und der Streckenoberfläche sorgte für ein Zusammenspiel und Verhaltensweisen, die dazu führten, dass sich das Auto nicht im gewohnten Wohlfühlfenster befand – sodass die Fahrer das Auto in den langsamen Kurven mit dem Gaspedal herumwerfen mussten”, so Lord. Sepang: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Das hat die Herausforderungen mit den Reifentemperaturen noch weiter verschärft. Es ist also keine ganz einfache Angelegenheit, das aufzudröseln.”
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“Es ist gewissermaßen ein dreidimensionales Problem, das wir durcharbeiten müssen. Anschließend müssen wir genau herausfinden, welche Schritte wir als Nächstes einleiten, um das nötige Grundverständnis zu haben – damit wir wissen, dass das Update ordentlich funktioniert und wir entwicklungstechnisch in die richtige Richtung gehen, nicht nur für das diesjährige Auto, sondern auch für das nächste Jahr.” So wichtig sind die Reifen “Diese Arbeit läuft aktuell in der Fabrik und parallel auch schon in Singapur, um ganz genau festzulegen, wie der Plan für die kommenden Tage und das Rennwochenende in Singapur aussieht.” Es gibt zwei spezifische Stränge, die die Streckenoberfläche mit dem Auto verknüpfen. Der offensichtlichste ist das Zusammenspiel zwischen Asphalt und Reifen. Die Rauheit der Piste war ein Schlüsselfaktor für die übermäßige Reifenhitze, da der Kontakt zwischen Reifen und Streckenbelag zu höheren Belastungswerten am Pneu führte. Wenn der Reifen Kontakt mit der Fahrbahn aufnimmt, verformt er sich elastisch – was bedeutet, dass der Reifen in seinen Ursprungszustand zurückkehren würde, sobald die Last weggenommen wird. Das wird durch die Streckenoberfläche noch verstärkt: Gibt es wie in Sepang viele Lücken und Poren im Belag, füllt der Reifen einen Teil dieser Zwischenräume aus. Die Kunst des Luftstroms Zwar erzeugt das durch die mechanische Bewegung des Reifens Grip, doch das Be- und Entlasten der Aufstandsfläche (bekannt als Hysterese) produziert als Abfallenergie zusätzliche Hitze. Weil sich der Reifen stärker verformt, um die Unebenheiten und Taschen im Asphalt zu füllen, steigt die Hitzeentwicklung auf der Reifenoberfläche.
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Der zweite Mechanismus im Spiel war jener, den McLaren-Teamchef Andrea Stella bereits andeutete – und der ist aerodynamischer Natur. Formel-1-Boliden nutzen Aeroteile nicht nur zur reinen Abtriebserzeugung, sondern auch, um bestimmte Strömungsstrukturen zu kreieren und den Luftstrom sogar zu beschleunigen, damit der Rest des Autos effizient arbeiten kann. Auf einer Rennstrecke muss die Rauheit des Asphalts zwingend berücksichtigt werden, da der Luftstrom unter dem Auto davon beeinflusst werden kann. Kein Kurs ist vollkommen eben, und die Teams dürften eine gewisse Vorstellung von der Rauheit haben, die sie in ihre Simulationen einfließen lassen. Sepang lieferte wichtige Daten In einer CFD-Simulation (numerische Strömungsmechanik) wird den Begrenzungswänden am Boden ein Reibungskoeffizient zugewiesen, um ein präzises Strömungsfeld zu gewährleisten. In Windkanälen kommen mitunter auch strukturierte Laufbänder zum Einsatz, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Verstappen siegt in Malaysia: Ist Russells WM-Traum jetzt endgültig vorbei? Video wird geladen…
Wenn man jedoch auf eine so spezifische Streckenoberfläche trifft, sorgt das für eine veränderte Interaktion mit dem Luftstrom unter dem Fahrzeug. Führt man sich vor Augen, dass dieser Unterboden-Luftstrom beschleunigt wird, um Abtrieb zu generieren, lässt sich annehmen, dass die Oberflächentextur diese Strömung beeinflusst. Die Grenzschicht – also die theoretische, unmittelbar an einer Oberfläche anliegende Fluidschicht – verändert sich und kann Phänomene wie Verwirbelungen durch Strömungsabrisse nach sich ziehen.
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Aus Singapur verfügen die Teams über deutlich mehr Daten, weshalb die relative Performance des Autos – sowohl aus Reifensicht als auch aus aerodynamischer Perspektive – wesentlich leichter zu deuten sein dürfte. Der Motorschaden von Russell Lord ging zudem auf den Motorschaden von Russell in Malaysia ein und hielt fest, dass das Mercedes-Triebwerk einen mechanischen Defekt erlitten habe, die Ursache aber noch genau untersucht werden müsse.
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“Unsere bisherigen Untersuchungen – wir haben das Auto zurückbekommen und konnten eine erste Inspektion vornehmen – zeigen eindeutig einen mechanischen Schaden aufseiten der Power-Unit”, sagte er. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Was genau die Ursache dafür war, müssen wir erst noch ermitteln, aber die Konsequenz war für alle deutlich zu sehen. Ein herber Dämpfer für das Team und 15 verlorene Punkte – vor allem natürlich für George, der auf dem besten Weg zu einem grundsoliden Podiumsplatz war.”
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