Bearman hadert mit Strafe: “Kann mich nicht einfach in Luft auflösen”
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Oliver Bearman zeigt sich “ziemlich schockiert” über die Zehn-Sekunden-Strafe, die er für seine Kollision mit Pierre Gasly beim Großen Preis der USA erhalten hat. Der Haas-Pilot sieht die Schuld nicht allein bei sich und hält das Strafmaß für unverhältnismäßig. Clive Mason (Getty Images) Oliver Bearman und Pierre Gasly kamen sich in Austin ein wenig zu nah
Zudem kostete ihn der Kontakt nicht nur Zeit: Ein beschädigter Unterboden verschlechterte die Performance seines Autos so stark, dass er das Rennen in Runde 24 aufgeben musste. Bearman hatte in der ersten Runde zwei Plätze gutgemacht und griff Gasly in der darauffolgenden Runde in Kurve 13 auf der Innenseite an. Als sich die Lücke schloss, fuhr er mit zwei Rädern auf den gelben Randstein, um den Kontakt zu vermeiden. Trotzdem berührte sein linker Vorderreifen den Seitenkasten des Alpine. Beide Autos wurden dabei erheblich beschädigt.
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“Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich schockiert”, sagt Bearman. “Wenn überhaupt, dann war das ein Rennunfall.” Vor allem angesichts anderer Entscheidungen in dieser Saison könne er die Härte der Sanktion nicht nachvollziehen. “Zehn Sekunden für diese Art von Zwischenfall erscheinen mir, in Anbetracht dessen, was passiert ist, völlig übertrieben.” Bearman: “Ich konnte mich nicht einfach in Luft auflösen” Der Brite argumentiert, weit genug neben Gasly gewesen zu sein, um Anspruch auf Platz zu haben. Stattdessen sei ihm kaum Raum geblieben. “Mir wurde vielleicht eine halbe Autobreite gelassen. Ich bin auf den Randstein gefahren, um den Kontakt zu vermeiden, aber das ging einfach nicht.” Bearman betont, weder die Räder blockiert noch die Kontrolle verloren zu haben. Er habe sich nach dem begonnenen Überholmanöver nicht einfach in Luft auflösen können. Aus seiner Sicht war der Kontakt deshalb ein Rennunfall und keine Situation, die eine Zehn-Sekunden-Strafe rechtfertigte. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Die Folgen waren für den Haas-Piloten ohnehin gravierend. Durch die Berührung löste sich ein Teil des Unterbodens, dessen Zustand sich über die folgenden Runden zunehmend verschlechterte. Zunächst fühlte sich das Auto noch konkurrenzfähig an, dann verlor es immer mehr Performance. “Ich hatte vielleicht fünf Runden lang das Gefühl, dass es sich sehr gut anfühlte und alles in Ordnung war, aber dann wurde das Auto Schritt für Schritt schlechter – und danach war das Rennen im Grunde gelaufen”, erklärt Bearman. Acht Zehntel verloren: Haas muss aufgeben In Runde elf ließ Bearman seinen Teamkollegen Esteban Ocon vorbei. Der Abstand zu Gasly vor ihm und Ocon hinter ihm war zuvor stabil gewesen, doch dann verschlechterte sich die Leistung des Haas schlagartig. Im ersten Sektor verlor Bearman von einer Runde auf die nächste rund acht Zehntelsekunden gegenüber seiner eigenen Bestzeit. Für ihn war damit klar, dass der Schaden deutlich größer geworden war. Austin: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Da habe ich einfach gesagt: ‘Ich fahre dieses Rennen nicht mehr mit, ich lasse Esteban vorbei.’ Er kam ohnehin näher, und ich wollte ihn einfach nicht aufhalten”, sagt Bearman. Haas kämpft in der Konstrukteurswertung gegen Audi, weshalb er seinen Teamkollegen nicht unnötig behindern wollte.
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In Runde 24 war endgültig Schluss. Das Auto sei zunehmend unberechenbar und der Schaden gefährlich geworden. “Es wurde immer schlimmer, es wurde gefährlich”, berichtet Bearman. Neben dem Zustand des Autos hätten auch die Belastung von Motor und weiteren Komponenten eine Rolle gespielt. Auch Gasly verliert Abtrieb Gasly kam trotz der Beschädigung als Zehnter ins Ziel und sicherte Alpine damit einen Punkt. Zufrieden war der Franzose mit dem Verlauf allerdings nur bedingt. Durch den Kontakt mit Bearman verlor auch sein Auto einen erheblichen Teil des Unterbodens. Entscheidung vertagt: Kimi Antonelli siegt, aber ist noch nicht Weltmeister | Rennen F1 Austin 2026 Video wird geladen…
“Es war eine kleine Berührung, aber sie hat einfach ein ziemlich großes Stück aus dem rechten Teil unseres Unterbodens gerissen – vorne und im mittleren Bereich”, erklärt Gasly. Er schätzt, dass dadurch fast zehn Punkte Abtrieb fehlten.
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Im Ziel lag Gasly acht Sekunden hinter Liam Lawson. Ob er den Racing Bulls ohne den Schaden hätte angreifen können, bleibt offen. “Ich bin zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir Zehnter geworden sind. Nur hätte ich eben gerne gewusst, was ohne diesen Schaden gegen Liam möglich gewesen wäre. Wir werden es nie erfahren.”
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