“Bin wirklich fassungslos”: Oscar Piastri schimpft über Gasly-Entscheidung

“Bin wirklich fassungslos”: Oscar Piastri schimpft über Gasly-Entscheidung

 

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Die Entscheidung des Automobil-Weltverbands FIA, die beiden Zeitstrafen von Pierre Gasly zurückzunehmen und dem Alpine-Piloten damit seinen verlorenen Podestplatz beim Großen Preis von Monaco zurückzugeben, sorgt in der Formel 1 für heftige Diskussionen. Besonders deutlich äußerte sich McLaren-Pilot Oscar Piastri.  LAT Images Oscar Piastri kann die FIA-Entscheidung nicht nachvollziehen

Der Australier war einer von insgesamt fünf Fahrern, die in Monaco zu Unrecht bestraft wurden. Allerdings hatte Piastri seine Zeitstrafe bereits während des Rennens abgesessen und erhielt deshalb keine Möglichkeit zur nachträglichen Wiedergutmachung. “Ich bin wirklich fassungslos über diese Entscheidung”, sagt Piastri. “Wenn andere Fahrer für genau dasselbe bestraft wurden und ihre Strafe im Rennen abgesessen haben, dann ist es unglaublich, im Nachhinein nur eine dieser Strafen zurückzunehmen – obwohl dadurch mindestens fünf oder sechs Rennen beeinflusst wurden.”
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“Ich habe dadurch eine Position verloren, aber ich kann mir nur vorstellen, wie sich George Russell fühlen muss. Ich konnte meinen Augen nicht trauen.” Russell verlor ebenfalls eine mögliche Podiumsplatzierung, weil Mercedes die Zeitstrafe nicht beim Boxenstopp absaß. Oscar Piastri warnt vor einem Präzedenzfall Deshalb erhielt Russell zusätzlich eine Durchfahrtsstrafe und fiel dadurch komplett aus den Punkten. Piastri kam dagegen vergleichsweise glimpflich davon. “Ich habe die Position an Pierre verloren, weil ich die Strafe abgesessen habe”, erinnert der McLaren-Pilot. “Rein technisch müsste ich jetzt Dritter sein.” Nach Gasly-Urteil: Droht jetzt die Protest-Lawine? Video wird geladen…  

“Andererseits müsste dann auch George Dritter sein”, ergänzt Piastri und verweist darauf, dass das Monaco-Ergebnis durch das Strafenwirrwarr komplett durcheinandergeraten ist. “Das Ganze ist inzwischen einfach ein Chaos. Die FIA hat sich da in eine ziemlich schwierige Lage manövriert.” Der Australier sieht in dem Urteil sogar eine Gefahr für die Zukunft. “Der Präzedenzfall lautet jetzt offenbar: Man sitzt die Strafe nicht ab, zieht vor Gericht und wartet dann ein paar Monate auf eine Entscheidung über das Rennergebnis”, meint er. “Wer möchte denn unter solchen Bedingungen Rennen fahren? ‘Verwundert’ beschreibt es wohl am besten.” McLaren und Red Bull wollen Einspruch prüfen Sowohl McLaren als auch Red Bull haben die FIA bereits darüber informiert, dass sie einen Einspruch gegen die Aufhebung der beiden Gasly-Zeitstrafen prüfen. Seit Freitag läuft eine Frist von 96 Stunden, innerhalb derer beide Teams die Entscheidung sowie das Reglement analysieren und anschließend darüber befinden können, ob sie tatsächlich Berufung einlegen. “Die Situation ist äußerst schwierig”, erklärt McLaren-Teamchef Andrea Stella. “Einige Autos haben ihre Strafe im Rennen abgesessen, andere nicht. Nun befinden wir uns in der Lage, dass bei manchen Fahrzeugen die Strafe nachträglich aufgehoben wurde.” Fotos: F1: Grand Prix von Barcelona (Spanien) 2026
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“Wir haben bereits unsere Absicht hinterlegt, Berufung einzulegen. Die uns zur Verfügung stehende Zeit werden wir nutzen und anschließend entscheiden, ob wir diesen Schritt tatsächlich gehen. Mehr möchte ich im Moment nicht sagen, außer dass dies ein sehr komplexer Fall ist und wir der Meinung sind, dass ein Einspruch ernsthaft geprüft werden sollte.” Red Bull von der FIA-Entscheidung “etwas verwirrt” Auch Red Bull ist von der aktuellen FIA-Entscheidung unmittelbar betroffen, denn Isack Hadjar wurde durch die Rückversetzung von Gasly vom dritten auf den vierten Platz verdrängt und verliert damit nachträglich sein erstes Formel-1-Podium für Red Bull.
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“Wir sind ehrlich gesagt etwas verwirrt”, sagt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bei Sky. “Letztlich sprechen wir über Strafen, gegen die normalerweise kein Einspruch möglich ist. Während des Rennens orientiert man seine Strategie und sein Racing an genau diesen Strafen.”
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“Einige Fahrer haben ihre Strafen abgesessen. Unabhängig davon, was wir als Team denken oder welche sportlichen Interessen wir vertreten, ist es vor allem für die Fans wichtig, dass es Klarheit über das Rennergebnis gibt, wenn die Zielflagge fällt.”

 
Formel1.de 

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