Button erklärt Russell-Probleme: W17 passt nicht zu seinem Fahrstil
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Während Andrea Kimi Antonelli in seiner zweiten Saison die Formel-1-Welt begeistert, gerät Teamkollege George Russell zunehmend unter Druck. Für Weltmeister Jenson Button liegt der Grund dafür jedoch nicht in mangelnder Leistung des erfahrenen Briten, sondern im Charakter des aktuellen Mercedes W17. circuitpics.de Jenson Button analysiert das Mercedes-Teamduell 2026
Button ist überzeugt, dass Russell zwar weiterhin auf höchstem Niveau fährt, das diesjährige Auto aber deutlich besser zu Antonellis Fahrstil passt. “Ich fühle ein bisschen mit George”, sagt der Weltmeister von 2009 im Gespräch mit Sky. “In den vergangenen Jahren hatte er ein Auto, das nicht gut genug war, um Weltmeister zu werden – aber es hat perfekt zu seinem Fahrstil gepasst.” Genau das habe sich 2026 geändert. “Jetzt sitzt er in einem Auto, das wahrscheinlich die Weltmeisterschaft gewinnen wird. Aber es passt nicht wirklich zu seinem Fahrstil.” Antonelli ist “nie langsam” Für Button erklärt genau dieser Unterschied auch die beeindruckende Konstanz des erst 19-jährigen Antonelli. Der Italiener habe zwar durchaus Fehler gemacht, sein Grundtempo sei jedoch außergewöhnlich. “Er ist einfach nie langsam”, so Button.
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Zwar habe Antonelli in dieser Saison bereits Ausritte neben die Strecke oder missglückte Starts erlebt. “Aber die Geschwindigkeit ist immer da. In jedem einzelnen Rennen war das Tempo irgendwann vorhanden.” Genau das mache ihn für einen Teamkollegen so schwierig. “Das ist unglaublich hart für den anderen Fahrer.” Ein weiterer Unterschied zeigt sich laut Russell selbst im Umgang mit den Reifen. Der Mercedes-Pilot hatte zuletzt erklärt, insbesondere die Hinterreifen stärker zu beanspruchen als sein Teamkollege. Button vermutet, dass Antonelli das außergewöhnlich starke Einlenkverhalten des Mercedes gezielt nutzt. Video wird geladen…
Dabei zieht er einen Vergleich mit Fernando Alonso in dessen Renault-Zeit Mitte der 2000er-Jahre. “Damals hatte Fernando ein Auto mit extrem viel Vorderachsgrip”, erinnert sich Button. Alonso habe das Fahrzeug bewusst sehr aggressiv eingelenkt. “Er hat das Auto absichtlich zum Untersteuern gebracht, um dadurch die Hinterreifen zu schonen.” Ob Antonelli heute einen ähnlichen Ansatz verfolgt, könne er zwar nicht sicher sagen. “Vielleicht macht Kimi genau das.” Sky-Experte Ralf Schumacher verweist ergänzend auf den klassischen V-förmigen Fahrstil, mit dem sich bei Fahrzeugen mit einer starken Vorderachse ebenfalls die Hinterreifen entlasten lassen. Russell steht zunehmend unter Druck Für Button kommt zu den fahrerischen Unterschieden inzwischen auch die psychologische Komponente hinzu. Zwar sei Russell stark in die Saison gestartet und habe zunächst sogar etwas Pech gehabt. “Seine Pace war am Anfang des Jahres wirklich sehr gut”, so der Brite.
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Antonelli habe dagegen zunächst mehrfach vom Pech des Teamkollegen profitiert. “Ich hatte sogar das Gefühl, dass Kimi anfangs ziemlich viel Glück hatte.” Doch inzwischen habe sich daraus ein klarer Trend entwickelt. “Dann ging es einfach immer weiter. Fünf Siege in Folge, jetzt gewinnt er wieder.” Das erhöhe den Druck auf Russell zwangsläufig. “Mit 19 fährt man einfach drauflos” Einen entscheidenden Vorteil sieht Button außerdem im Alter seines Landsmann-Nachfolgers. “Er ist erst 19 Jahre alt”, sagt er über Antonelli. In diesem Alter gehe man häufig völlig unbeschwert an die Aufgabe heran. “Er ist praktisch furchtlos. Er kennt in seinem Leben bisher kaum etwas anderes als Motorsport.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Genau das helfe ihm momentan. “Er fährt einfach raus und hat Spaß. Dabei wirkt er unglaublich entspannt.” Button glaubt allerdings nicht, dass dieser Zustand dauerhaft anhält. “Ich bin sicher, dass irgendwann in dieser Saison der Moment kommt, an dem ihm bewusst wird, dass er tatsächlich Weltmeister werden kann. Ab diesem Zeitpunkt beginnt man, diesen Druck wirklich zu fühlen.”
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