Carlos Sainz: Keine anderen Teams ernsthaft in Erwägung gezogen
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Lange Zeit standen Fragezeichen über der Zukunft von Carlos Sainz. Weil bei Williams der erhoffte Schritt nach vorne ausgeblieben ist und man stattdessen fast ans Ende des Feldes gefallen ist, wurde dem Spanier in den vergangenen Wochen immer wieder ein möglicher Wechsel nachgesagt – darunter als Nachfolger von Nico Hülkenberg zum Audi-Team. circuitpics.de Carlos Sainz hat einen mehrjährigen Vertrag bei Williams abgeschlossen
Denn der Spanier, der von Teamchef James Vowles mit Versprechungen gelockt worden war, schien enttäuscht von der Situation des Rennstalls zu sein und daher wieder weg zu wollen. Stattdessen hat Sainz jedoch seinen Vertrag in dieser Woche um mehrere Jahre verlängert und betont, dass er andere Optionen nie ernsthaft in Erwägung gezogen habe. “Meine oberste Priorität war immer Williams”, stellt er klar. Denn: “Ich glaube nicht, dass es zu meinem Charakter passt, das Schiff zu verlassen, wenn die Situation am schlechtesten ist.”
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Sainz erinnert daran, dass er nach seinem Aus bei Ferrari vor zwei Jahren immer wieder betont habe, wie begeistert er vom Projekt bei Williams ist. “Nur weil jetzt ein Dämpfer kommt – ein großer Dämpfer, wahrscheinlich größer als sich das nach den Podestplätzen im letzten Jahr irgendwer hätte vorstellen können -, entspricht es einfach nicht meinem Wesen und meinem Charakter, bei der erstbesten Gelegenheit das Weite zu suchen.” “Tief im Hinterkopf wollte ich eigentlich immer verlängern”, betont er, gibt gleichzeitig aber zu, dass er aufgrund der Lage bei Williams “natürlich besorgt” gewesen sei und darauf bedacht war, “sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert”. “Ich musste mich natürlich mit allen zusammensetzen und verstehen, wo wir stehen, wo wir hinwollen und wie das unsere Pläne beeinträchtigt hat.” Was Sainz vom Verbleib überzeugt hat Sein Hauptaugenmerk: “Für mich war es extrem wichtig zu verstehen, was die Gründe für dieses schwierige Jahr waren und was wir unternehmen, damit sich das im nächsten Jahr nicht wiederholt.” Und anscheinend konnte Vowles Sainz davon überzeugen, dass Williams weiterhin die richtige Adresse für ihn ist. Zumindest habe Sainz einige entscheidende Veränderungen erkannt, die seinen Glauben ans Team gefestigt haben. Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer
“Ich denke, es kommen viele interessante Leute, viele spannende Neuzugänge. Hinter den Kulissen hat sich methodisch enorm viel verändert, und es laufen viele hochinteressante Projekte”, sagt er. “Ich kann da nicht ins Detail gehen, aber es sind Projekte und Dinge, die sich mittelfristig auszahlen werden.” “Und natürlich sehe ich, wie das Team so gut wie möglich auf die Enttäuschung dieses Jahres reagiert und sehr viel Arbeit in die Methodik steckt – also in die Art und Weise, wie wir das Auto für nächstes Jahr angehen. Genau da müssen wir Fortschritte zeigen und beweisen, dass wir es ernst meinen mit dem nächsten Schritt”, so der Spanier. Auch Albon verlängert – als Nummer 2? Einen Tag zuvor hatte Williams bereits verkündet, dass auch Sainz’ Teamkollege Alexander Albon beim Team bleiben wird. Allerdings wurde beim Thailänder lediglich verkündet, dass er für 2027 unterschrieben habe: Seine Zukunft darüber hinaus bleibt offen. “Ich denke, realistisch gesehen ist mein Vertrag einfach eine Verlängerung”, sagt Albon. “Wir hatten schon seit einer Weile einen Deal laufen, und dabei haben wir es dann einfach belassen. Aber ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen: Es fühlte sich nach einem guten Zeitpunkt an, gemeinsam zu schauen, wo wir in der Zukunft stehen.” Williams – Qualifying & RennenGrand PrixAlbon (Q)Sainz (Q)Albon (R)Sainz (R)2956Australien15.21. (keine Zeit)12.15. (+1 Runde)China18. (+0,455)17.Nicht gestartet9.Japan17. (+0,161)15.20. (+2 Runden)15.Miami15. (+0,378)13.10. (+8,9)9.Kanada18. (+0,575)15.Ausfall9.Monaco11.12. (+0,028)8.16. (+8 Runden)Barcelona18. (+0,543)16.Ausfall12.Österreich18. (+0,257)17.17.AusfallGroßbritannien16. (+0,120)15.Ausfall17.Belgien17. (+0,040)15.15.16. (+1,2)Ungarn19. (+0,037)18.17.18. (+0,2) Trotzdem scheint es darauf hinauszulaufen, dass Sainz die Nummer 1 im Team werden könnte. Der erhielt nämlich eine mehrjährige Verlängerung und wurde in der Pressemitteilung von James Vowles auch als “Leader” bezeichnet.
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Doch dass er nur die Nummer 2 ist, will Albon selbst nicht so sehen: “Wenn man mit den Leuten im Team spricht, werden wir als gleichberechtigt wahrgenommen – als zwei Führungspersönlichkeiten”, winkt er ab. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Sportlich hat Sainz derzeit jedoch klar die Nase vorne: Der Spanier führt in den teaminternen Qualifying-Duellen mit 9:2 gegen Albon und lag auch in allen Sprint-Qualifyings bislang vorne. In der Gesamtwertung trennt beide jedoch gerade einmal ein Punkt.
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