Carlos Sainz: Verstehe nicht, warum Lindblad dafür nicht bestraft wurde
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Hat das Hinterfeld der Formel 1 ein Qualitätsproblem? Der Meinung war zumindest am Sonntag in Austin Fernando Alonso, der nach einer Kollision mit Alexander Albon in der ersten Runde davon sprach, dass das Niveau im hinteren Drittel “extrem niedrig” sei. LAT Images Das Rennen von Carlos Sainz wurde in der ersten Runde beeinträchtigt
Dessen Teamkollege Carlos Sainz ärgerte sich in Austin auch über einen Kollegen, zustimmen würde er seinem Landsmann aber nicht zwingend: “Ich denke, dass wir alle auf einem extrem hohen Niveau fahren”, betont er, gibt aber zu: “Es ist einfach so, dass manchmal jemand einen schwächeren Moment hat – das passiert in der Formel 1 immer wieder.” Das sei in Austin aus seiner Sicht auch Arvid Lindblad passiert, mit dem Sainz direkt nach dem Start aneinandergeraten war und es laut ihm “vielleicht etwas übertrieben” hat. Der Williams-Pilot war gut losgekommen und auf dem Weg nach vorne, als er auch am Racing Bulls vorbeiwollte, aber zwischen diesem und der Mauer eingeklemmt wurde.
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Dabei zog sich Sainz einen Schaden am Frontflügel zu, der sein weiteres Rennen stark beeinträchtigte und auch einen längeren Boxenstopp zur Folge hatte. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Er sieht in dem Verhalten des Rookies aber mittlerweile Methode: “Ich glaube, mittlerweile weiß jeder, dass wir extrem gute Starts erwischen, und die anderen versuchen uns beim Start immer ein wenig abzudrängen”, beschwert er sich. Dass er dabei in der Mauer landete, sei ein “verdammt hässlicher Moment” gewesen. Was ihm dabei sauer aufstößt: Der Vorfall hatte für Lindblad keine Konsequenzen und wurde nicht bestraft. “Wenn andere übertreiben, kommen sie damit durch – wenn ich es in der Vergangenheit übertrieben habe, bin ich nie damit durchgekommen”, schimpft Sainz. “Ich bin wirklich überrascht, dass er damit durchgekommen ist, denn er drückt da jemanden in die Mauer und beschwört etwas herauf, das potenziell ein massiver Unfall hätte werden können.” Lindblad: Clash mit Franco Colapinto Lindblad selbst äußerte sich nach dem Rennen nicht zu dem Vorfall mit Sainz, hatte seinerseits aber einen anderen Kollegen im Visier, dessen Verhalten ihm nicht zusagte: Franco Colapinto. Mit dem war Lindblad während des Rennens in Kurve 1 aneinandergeraten, bevor der Alpine-Pilot wenig später das Auto abstellen musste. “Das war alles ein einziges Chaos”, meint er. Lindblad war früh an der Box, um die Reifen zu wechseln und befand sich dann im Undercut-Fenster von Pierre Gasly, den er möglicherweise hätte überholen können. “Bei Alpine war man sich dessen natürlich bewusst, also haben sie Franco gesagt, er soll mich aufhalten”, schildert er. Austin: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Zwei Sekunden habe Lindblad dabei in einer halben Runde verloren und griff den Argentinier dann in Kurve 1 an. Gleichzeitig kam auch Gasly aus der Box gefahren. “Ich hatte das Manöver gegen ihn bereits angesetzt und war fest entschlossen, mir auch Pierre direkt zu schnappen”, so Lindblad. “Aber er hat dann versucht, seine Nase innen reinzustecken, und hat sich dabei selbst weggedreht.”
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Am Ende holte Gasly als Zehnter einen Punkt, Lindblad ging als Zwölfter leer aus. Blaue Flaggen: “Nicht so unkompliziert, wie es aussieht” Ein anderer Kritikpunkt, wenn es um das Hinterfeld geht, waren wieder einmal blaue Flaggen. Mehrfach war das in dieser Saison Thema, am prominentesten wohl in Ungarn, als Sainz den Führenden Oscar Piastri aufhielt und sogar mit ihm kollidierte.
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Der Spanier stand auch in Austin im Fokus, als er Spitzenreiter Antonelli vermeintlich aufhielt, der sich in Kurve 12 daraufhin aufgrund von dirty Air vertat und neben die Strecke fuhr. “Ah, dieser Typ”, ärgerte sich der Italiener am Funk. “Meine Güte!” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Darauf angesprochen, versucht sich Sainz zu rechtfertigen: “Wir tun unser Bestes. Das Problem ist, dass es einen so gewaltigen Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Spitzenautos und uns gibt – das sind bis zu drei oder vier Sekunden”, sagt er. “In dem Moment, in dem du kalkulierst, wann du sie vorbeilässt, haben sie dich vielleicht schneller eingeholt als erwartet, oder umgekehrt.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Er richtet seine Worte an die Spitzenpiloten: “Ich war in meinen Ferrari-Tagen selbst in beiden Positionen und habe viele Autos überrundet. Jetzt werde ich überrundet und ich kann euch sagen: Für diejenigen, die andere vorbeilassen müssen, ist das keineswegs einfach. Habt also etwas Nachsicht mit uns, denn es ist nicht so unkompliziert, wie es aussieht, wenn man das Rennen anführt.”
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