Carlos Sainz: Zu viele Rennen könnten Fans Formula 1-müde machen
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Bei neun Grands Prix in elf Wochen stellt sich Williams-Fahrer Carlos Sainz die Frage, wie sinnvoll ein derart voller Formel-1-Kalender eigentlich ist. Er sagte vor dem Grand Prix der USA 2026 in Austin (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!): “Als Sport müssen wir uns auch fragen, ob das vielleicht irgendwann kontraproduktiv ist.” LAT Images Formel-1-Autos im Gegenlicht auf der langen Zielgeraden in Baku 2026
Denn durch so viele Rennen in so kurzer Zeit sei die Formel 1 über Wochen hinweg praktisch permanent ein Thema. Das müsse nichts Positives sein. “Manchmal muss man den Sport auch vermissen, damit das Interesse der Menschen erhalten bleibt”, sagte Sainz. Er sieht die Gefahr gewisser Abnutzungserscheinungen: “Wenn so viele Rennen direkt aufeinander folgen, kann sich der Sport vielleicht irgendwann ein bisschen wie eine Liga anfühlen, wie die Premier League statt wie die Champions League. Dann schenkt man den einzelnen Spielen – oder in diesem Fall den Rennen – vielleicht etwas weniger Aufmerksamkeit.” Droht der Formel 1 bei zu vielen Rennen die Übersättigung? Die Formel 1 müsse also eine “grundsätzliche Frage” beantworten, nämlich: Sind so viele Rennen direkt hintereinander überhaupt sinnvoll? Video wird geladen…
“Wichtiger” sei aus seiner persönlichen Sicht die Begrenzung des Formel-1-Kalenders auf ungefähr die aktuelle Anzahl an Grands Prix, sagte Sainz weiter. Das Formel-1-Management (FOM) habe der Formel-1-Fahrergewerkschaft (GPDA) “mehr oder weniger gesagt”, dass 24 oder 25 Grands Prix die “Obergrenze” darstellen.
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Sainz stimmt dieser Einschätzung zu: “Ich weiß nicht, ob es dabei bleiben wird, wenn immer mehr Angebote für zusätzliche Austragungsorte eingehen, aber ich denke, das ist die Grenze.” Sainz: 24 oder 25 Grands Prix müssen die Grenze sein Diese Begrenzung begründete Sainz vor allem mit der Belastung für die vielen reisenden Mitarbeiter eines Formel-1-Teams. “Sie verbringen jeden Monat vielleicht nur drei, vier oder fünf Tage zuhause. Für diese Menschen ist die Belastung größer als für uns Fahrer”, erklärte Sainz. “Wir befinden uns da meiner Meinung nach in einer privilegierteren Position.” Für sich persönlich sieht Sainz die aktuelle Zahl der Rennen weniger kritisch: “Ich habe die Motivation, so viele Rennen zu fahren, wie wir eben fahren müssen. Ich will Rennen fahren. Ich liebe den Rennsport.” Anzeige FORMEL 1 Fanartikel
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Das könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass drei Triple-Header in Folge am Ende einer langen Saison “hart für den Körper, hart für die Menschen und hart für den Kopf” seien, so Sainz. Als Fan sieht Sainz den vollen Kalender anders Als reiner Beobachter hätte er damit aber kein Problem: “Wenn ich ein Fan wäre, würde ich es lieben. Denn je mehr Formel 1 ich im Fernsehen sehen kann, desto besser”, sagte Sainz.
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“Ich erinnere mich noch daran, als ich ein Kind war und nur 16 oder 18 Rennen im Kalender standen. Da habe ich die Formel 1 an vielen Wochenenden vermisst.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Seit 2016 standen zuletzt stets 20 oder mehr Grands Prix im Formel-1-Kalender. Die einzige Ausnahme: Aufgrund der Corona-Pandemie wurden es 2020 nur 17 Rennen. Seit 2024 waren es jeweils 24 Grands Prix pro Jahr. (Übersicht: Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Strecken)
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