Lewis Hamilton erklärt: Darum kam er in Singapur nicht zum Boxenstopp
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Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton hat vor dem Grand Prix der USA 2026 in Austin (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) noch einmal ausführlich erklärt, weshalb er in Singapur unter virtuellem Safety-Car keinen Reifenwechsel einlegte – was ihn letztlich ein besseres Ergebnis kostete. LAT Images Lewis Hamilton im Ferrari SF-26 beim Formel-1-Rennen in Singapur 2026
Hamilton sagte, die Ausgangslage nach dem Qualifying habe eine alternative Strategie attraktiv erscheinen lassen. “Ich überlege immer, ob man vielleicht etwas anders machen kann. Als ich in der Startaufstellung stand und wusste, dass ich von Platz drei starten würde, habe ich nach Möglichkeiten gesucht, das Rennen zu gewinnen.” Weil er direkt neben seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc losgefahren sei, habe er “nicht einfach die gleiche Strategie wie Charles” absolvieren wollen, “sodass wir uns nur gegenseitig hinterherfahren”, so Hamilton. Außerdem sah die Ferrari-interne Prognose für das Rennen nur die Plätze zwei und drei für Leclerc und Hamilton vor, “und das reicht mir nicht”.
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“Ich wollte verschiedene Optionen haben und sehen, was möglich sein könnte, falls der Reifen durchhält. Wenn der Medium länger gehalten hätte, hätte man vielleicht länger draußen bleiben können. Aber als das Rennen erst einmal lief, war das nicht der Fall, und im ersten Stint fühlte es sich nicht besonders gut an.” Video wird geladen…
Auf Soft-Reifen kam Hamilton dagegen deutlich besser zurecht – hing zunächst allerdings hinter Leclerc fest, der mit anderen Reifen unterwegs war. “Ich hatte die Pace, aber ich verlor viel Zeit hinter ihm”, sagte Hamilton. Als das virtuelle Safety-Car kommt, entscheidet Hamilton schnell Dann rief die Rennleitung die virtuelle Safety-Car-Phase aus. Es war der entscheidende Moment für viele Fahrer, um einen Boxenstopp abzuleisten. Hamilton nutzte diese Gelegenheit jedoch nicht. Seine Erklärung: “Ich wusste nicht, dass Charles an die Box kommen würde, weil er sich, glaube ich, erst kurz zuvor dazu entschieden hatte. Es war eine Entscheidung innerhalb eines Sekundenbruchteils, und ich entschied mich dafür, draußen zu bleiben.” Formel-1-Quiz
In seiner Karriere erzielte Lewis Hamilton wie viele Punkte durchschnittlich pro F1-Rennen ?
13,29 12,62 14,96 0,22 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Diesen Schritt habe er aber sofort bereut: “Sobald ich auf Höhe der Boxeneinfahrt war, wurde mir klar, dass es wahrscheinlich die falsche Entscheidung gewesen war. Aber ich habe dazu gestanden und die Verantwortung dafür übernommen. Dann macht man weiter”, sagte Hamilton. Wie Ferrari Singapur aufgearbeitet hat Inzwischen habe Ferrari die Angelegenheit intern aufgearbeitet und “gute Gespräche” dazu geführt, “wie wir es gemeinsam besser machen und besser zusammenarbeiten können”, so Hamilton. Er betonte: “An unserer grundsätzlich guten Zusammenarbeit hinter den Kulissen hat sich nichts geändert.” Er bleibe außerdem bei seiner Einstellung, “nicht immer einfach dem vorgegebenen Weg zu folgen”, sondern werde auch weiterhin sich selbst und das Team “herausfordern, ständig bestehende Normen in Frage zu stellen”, erklärte Hamilton. “Letztlich bin ich genau dadurch dorthin gekommen, wo ich heute bin. Davon werde ich nicht abrücken.” Man müsse jedoch akzeptieren, dass eine Entscheidung gut oder schlecht ausgehen könne. Wichtig sei daher, wie man damit umgehe: “Wir gewinnen und verlieren als Team, also tragen wir auch die Last und die Konsequenzen gemeinsam. Und am nächsten Tag bekommt man eine neue Chance”, sagte Hamilton. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Aus seiner Enttäuschung machte der siebenmalige Weltmeister aber keinen Hehl: “Es tut definitiv weh, wenn ich Punkte für das Team verliere. Das passiert mir nicht besonders oft. Aber ich werde meine Anstrengungen verdoppeln, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Man lebt weiter und lernt daraus.”
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