Colton Herta sammelt bei Cadillac erste Erfahrungen in der Formel 1

Colton Herta sammelt bei Cadillac erste Erfahrungen in der Formel 1

 

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Colton Herta hat beim Grand Prix von Spanien in Barcelona sein erstes offizielles Formel-1-Wochenende als Cadillac-Fahrer absolviert. Der US-Amerikaner übernahm am Freitag, im ersten Freien Training am Circuit de Barcelona-Catalunya, den Wagen von Sergio Perez und sammelte dabei wichtige Erfahrungen im aktuellen Formel-1-Boliden.  LAT Images Colton Herta überrascht vom Speed der Formel 1

Für Herta war der Einsatz mehr als nur eine weitere Testfahrt. Der Kalifornier gehört zum Entwicklungsprogramm von Cadillac und soll mit mehreren Einsätzen im ersten Freien Training auf eine mögliche Zukunft in der Formel 1 vorbereitet werden. Insgesamt sind in dieser Saison vier Rookie-Einsätze für ihn vorgesehen. In Barcelona absolvierte Herta 27 Runden im Cadillac MAC 26 und belegte am Ende der Session den letzten Platz im Klassement. Die reine Rundenzeit stand für das Team jedoch nicht im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, Daten zu sammeln und das Fahrzeug in einem geeigneten Abstimmungsfenster für Sergio Perez zu hinterlassen. Stolz auf das F1-Debüt “Es hat sehr viel Spaß gemacht”, erklärt Herta. “Ich denke, wir haben das erreicht, was wir erreichen wollten. Hoffentlich konnte ich dem Team einige gute Daten liefern. Und aus persönlicher Sicht ist es etwas ganz Besonderes, Teil einer offiziellen Formel 1 Session zu sein. Das bedeutet mir sehr viel, besonders mit dem Cadillac Logo als Amerikaner. Ich war heute definitiv sehr stolz.”
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Besonders wertvoll sei für ihn der Einblick in die Arbeitsweise eines aktuellen Formel-1-Teams gewesen. Dabei habe er nicht nur das Auto besser kennengelernt, sondern auch die Abläufe rund um ein Grand-Prix-Wochenende. “Das Verständnis dafür, wie alles funktioniert, ist das Wichtigste”, sagt Herta. “Die Besprechungen vor dem Event mitzuerleben und vor allem zu sehen, wie eine Session abläuft und welche Ziele verfolgt werden, ist enorm wichtig. Das alles ist neu für mich und unterscheidet sich stark von dem, was ich bisher gemacht habe. Es gibt viel mehr Daten, viel mehr Sensoren und eine deutlich intensivere Weiterentwicklung von Rennen zu Rennen”, so Herta weiter. Vom Tempo des Formel-1-Autos beeindruckt Obwohl Herta bereits in der Vergangenheit vereinzelt Formel-1-Autos getestet hat, zeigte er sich erneut beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der aktuellen Generation.  LAT Images Der Cadillac MAC 26 auf der Strecke am Circuit der Barcelona-Catalunya

“Wenn jemand über ein Formel-1-Auto auf einer schnellen Runde spricht, dann ist es vor allem die Geschwindigkeit, die beeindruckt”, erklärt er. “Das Bremsen, die Beschleunigung und die Kurvengeschwindigkeit. Jeder einzelne Bereich ist schneller als alles, was ich bisher gefahren bin. Das ist wirklich beeindruckend.” Lernprozess in der Formel 2 geht weiter Parallel zu seinen Aufgaben für Cadillac tritt Herta 2026 in der Formel 2 für Hitech an. Vor dem Rennwochenende in Barcelona lag er auf Rang 13 der Gesamtwertung und hatte bereits mehrfach Punkte gesammelt. Der 26-Jährige sieht trotz ausbleibender Spitzenergebnisse Fortschritte. “Ich muss mich einfach weiter verbessern”, betont Herta. “Natürlich möchte man als Rennfahrer gewinnen, aber im Moment gelingt uns das noch nicht. Deshalb müssen wir weiterarbeiten und uns Schritt für Schritt steigern. Ich glaube, man konnte an jedem Wochenende sehen, dass es vorwärtsgeht.” Große Umstellung nach Jahren in der IndyCar-Serie Vor allem die Umstellung von IndyCar auf die europäische Nachwuchsserie stellt ihn vor Herausforderungen. Nach sieben Jahren in der IndyCar-Serie müsse er sich an viele neue Faktoren gewöhnen. “Alles unterscheidet sich von meinen bisherigen Erfahrungen”, erklärt Herta. “Das Auto, die Reifen, die Leistungsentfaltung des Motors und die Schaltvorgänge. Am Anfang fühlt sich vieles fremd an und deshalb braucht es Zeit, den Fahrstil entsprechend anzupassen. Es ist nicht nur eine Frage des Wissens, sondern auch der Umsetzung im Auto.” Cadillac sieht Entwicklung positiv Cadillac-CEO Dan Towriss zeigt sich mit Hertas Entwicklung zufrieden und verweist darauf, dass der eingeschlagene Weg den Erwartungen des Teams entspricht.
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“Wir haben durchaus mit Höhen und Tiefen gerechnet”, sagt Towriss. “Ein wichtiger Teil des Formel-2-Programms besteht darin, neue Strecken und die Reifen kennenzulernen. Gerade in der Formel 1 ist die Leistung im Qualifying entscheidend. Dafür muss man verstehen, wie man die Reifen optimal vorbereitet. Diese Reifen unterscheiden sich deutlich von allem, was Colton in seiner bisherigen Karriere gefahren ist.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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Nach Einschätzung von Cadillac verläuft der Lernprozess von Herta planmäßig. Das Team bewertet dabei nicht nur die Ergebnisse auf dem Papier, sondern auch die Fortschritte bei der Anpassung an neue Strecken, Fahrzeuge und Arbeitsabläufe. Der Einsatz in Barcelona gilt deshalb als wichtiger Baustein auf seinem Weg zu möglichen weiteren Aufgaben im Umfeld der Formel 1.

 
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