Das Gute, Schlechte und Hässliche am Formel-1-Debüt von Cadillac
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Zum ersten Mal seit 2016 hat die Formel 1 in dieser Saison wieder ein neues Team im Feld: Der Einstieg von Cadillac wurde am 25. November 2024 genehmigt, getragen von der Unterstützung durch General Motors (GM) und dem Versprechen des US-Herstellers, ab 2029 selbst als Motorenhersteller in die Formel 1 einzusteigen. LAT Images Sergio Perez (Cadillac) beim Großen Preis von Japan 2026 in Suzuka
Das neue Team operiert von vier Standorten in den USA und Großbritannien aus. Der Hauptsitz befindet sich in Fishers (Indiana), während der europäische Stützpunkt in Silverstone (England) angesiedelt ist. Geführt wird der Rennstall von einer Reihe ausgewiesener Formel-1-Veteranen. Dazu zählen unter anderem der ehemalige Virgin-/Marussia-/Manor-Teamchef Graeme Lowdon und die früheren Technischen Direktoren von Renault, Rob White und Nick Chester. Auch bei der Fahrerpaarung setzt Cadillac konsequent auf Erfahrung und verpflichtete zwei der routiniertesten Formel-1-Piloten der modernen Ära: Sergio Perez und Valtteri Bottas.
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Bottas und Perez kommen gemeinsam auf insgesamt 106 Podestplätze – und damit exakt so viele wie Alain Prost und Fernando Alonso. Zwar steht für Cadillac bislang ein punkteloses Debüt zu Buche, doch beim neuen Formel-1-Team ist längst nicht alles negativ zu bewerten. Das Gute: Cadillac ist auf Augenhöhe mit Aston Martin Im Vorfeld der Saison 2026 wurde bereits erwartet, dass Cadillac zunächst das Schlusslicht des Starterfeldes bildet. Denn diese Einschätzung war naheliegend: Noch nie war das Leistungsniveau in der Weltmeisterschaft so hoch, weshalb von einem komplett neuen Team kein direkter Sprung ins Mittelfeld erwartet wurde. Fährt Cadillac 2026 nur hinterher? Video wird geladen… Der große Cadillac-Check für die F1-Saison 2026
Doch Cadillac hat in Aston Martin letztlich einen direkten Rivalen gefunden, wenngleich dies eher auf den Leistungsabfall des britischen Teams zurückzuführen ist als auf ein außergewöhnlich starkes Debüt der US-Amerikaner. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass sich Cadillac schneller entwickelt als erwartet. Die Datenlage ist zwar noch begrenzt, aber der MAC-26 (so heißt das erste Formel-1-Auto von Cadillac) lag in puncto Qualifying-Pace in Melbourne 0,6 Sekunden hinter dem AMR26, in Shanghai nur noch 0,2 Sekunden und in Suzuka sogar 0,4 Sekunden davor. Diese Entwicklung spiegelt sich, wenn auch in kleinerem Maßstab, ebenfalls im Vergleich zur Spitze wider. Die besten Rundenzeiten von Cadillac entsprachen in Australien 103,9 Prozent der Q1-Bestzeit, in China 102,4 Prozent und in Japan 102,5 Prozent. “Ich habe das Gefühl, dass wir ein bisschen an Anpressdruck und ein bisschen an Stabilität gewonnen haben”, kommentierte Bottas das kleine Japan-Update des Teams, konkret einen leicht überarbeiteten Diffusor. “Es hat wie erwartet funktioniert.”
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“Wir haben etwas Anpressdruck gewonnen, besonders am Heck, und hoffentlich machen wir in Miami einen größeren Schritt”, ergänzt der Finne. “Uns fehlt noch viel im Vergleich zu den Top-Teams, aber zumindest stimmt die Richtung.” Das Schlechte: Es gibt noch einige Zuverlässigkeitsprobleme Es überrascht kaum, dass ein neues Formel-1-Team trotz erfahrenem Personal und guter Infrastruktur noch mit technischen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Bei Cadillac traten in Australien und China jeweils Probleme mit dem Kraftstoffsystem auf. Getty Images Europe Cadillac kämpft aktuell noch mit Problemen bei der Zuverlässigkeit
Das Wochenende in Suzuka verlief dagegen weitgehend störungsfrei, was intern für spürbare Erleichterung sorgte. Insgesamt hat Cadillac in den ersten drei Rennen der Saison sogar mehr Rennkilometer absolviert als fünf andere Teams, was durchaus als ermutigender Indikator zu sehen ist.
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Allerdings bestehen weiterhin wiederkehrende Probleme bei der Energieabgabe, die kostspielige Zeitverluste verursachen. “Ich verliere auf jeder einzelnen Runde, die ich bisher an diesem Wochenende gefahren bin, etwa drei [Zehntel] bis eine halbe Sekunde”, klagte Perez nach dem Qualifying in Suzuka. Das Hässliche: Das Mittelfeld ist (vorerst) außer Reichweite Die ernüchterndste Erkenntnis für den Formel-1-Neuling: Der Anschluss an das Mittelfeld ist kurzfristig kaum realistisch. Der Rückstand auf die Zeit, die für den Einzug in Q2 nötig wäre, lag in den ersten Rennen konstant bei rund 1,3 Sekunden. Cadillac verfügt zwar über den größten Entwicklungsspielraum im Feld, weil das Fahrzeugkonzept früher als das der Konkurrenz finalisiert wurde, um regulatorische Fristen sicher einzuhalten, weshalb das Auto noch vergleichsweise rudimentär ist. Formel-1-Quiz
Sergio Perez fuhr in der Formel 1 wie viele Rennrunden?
15544 17396 16309 12877 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Vor allem an Abtrieb auf der Hinterachse fehlt es, was die nutzbare Set-up-Bandbreite deutlich einschränkt. Entsprechend sind über die Saison hinweg kontinuierliche Upgrades geplant, insbesondere in der frühen Phase, um den Rückstand schrittweise zu reduzieren.
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“Es war sehr vielversprechend, aber andererseits schauen wir auch auf die Rundenzeiten und sehen, dass wir uns weiterentwickeln müssen”, sagte Perez. “Weiterentwickeln bedeutet, sich schneller zu entwickeln als unsere Rivalen, was in der Formel 1 eine ziemlich schwere Aufgabe ist.” “Das ist die größte Herausforderung, vor der Cadillac als Team steht, denn diese Teams sind schon eine ganze Weile hier. Wir müssen wirklich unser Bestes geben, und jetzt ist die Zeit, in der wir alle beweisen müssen, dass wir das als Team schaffen können.”
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“Aber ich glaube, dass wir eine gute Struktur haben, das Team ist gut aufgestellt, und wenn wir anfangen, uns weiterzuentwickeln, können wir hoffentlich deutliche Schritte machen. Wir alle wollen massive Fortschritte sehen, und wir wollen genau jetzt anfangen, die Lücke zu schließen.”
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