Daten Miami: Red Bull holt massiv auf – Ferrari-Update gefloppt?
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Nach fünf Wochen Pause scheint das Kräfteverhältnis in der Formel 1 gehörig durcheinandergeraten zu sein. Zwar hieß der Sieger in Miami mit Andrea Kimi Antonelli derselbe wie zuvor in Japan, doch eine Welle an Updates sowie mögliche Anpassungen bei der Batterienutzung könnten die Hackordnung nachhaltig verschoben haben. LAT Images Ist Ferrari im Entwicklungsrennen hinter Red Bull zurückgefallen?
Ein Blick auf den Saisonschnitt der ersten drei Rennwochenenden 2026 zeigt: Mercedes war zunächst die dominante Kraft. Im Qualifying betrug der Vorsprung auf den ersten Verfolger 0,56 Sekunden, in der Rennpace lag man sogar 0,53 Sekunden pro Runde vorne. In Miami fiel dieser Vorsprung deutlich geringer aus. Antonellis Pole-Runde brachte “nur” noch 0,35 Sekunden Vorsprung ein, während Mercedes im Rennen McLaren gerade einmal um 0,02 Sekunden pro Runde distanzieren konnte. Insgesamt verloren die Silberpfeile damit rund zwei Zehntel auf eine schnelle Runde und mehr als eine halbe Sekunde in der Rennpace im Vergleich zum Saisonstart. Nur Updates verantwortlich? Die Ursachen für den Mercedes-Einbruch Ein wesentlicher Faktor ist schnell identifiziert: Während die Konkurrenz in Miami umfangreiche Update-Pakete brachte, hielt sich Mercedes zurück. Lediglich zwei Anpassungen wurden eingeführt – eine Optimierung am Heck zur Reduktion des Luftwiderstands sowie ein Update an der vorderen Bremsbelüftung.
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Die Konkurrenz ging deutlich aggressiver vor: Ferrari brachte gleich elf neue Teile, Red Bull und McLaren jeweils sieben – mit sichtbarem Effekt. Mercedes hingegen plant sein größeres Update erst für das kommende Rennen in Kanada. Red Bull holt auf, Mercedes wackelt: Daten enthüllen neues F1-Kräfteverhältnis! Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Miami-GP schaut Datenexperte Kevin Hermann auf die Zahlen hinter dem veränderten Kräfteverhältnis der F1.
Doch allein darauf lässt sich die Verschiebung nicht reduzieren. Zwei weitere Faktoren spielen eine zentrale Rolle: die Streckencharakteristik und mögliche Regelanpassungen. Dass Miami traditionell keine starke Strecke für Mercedes ist, war bekannt. Erst 2025 gelang dort erstmals ein Podestplatz. Historische Daten zeigen zudem, dass Mercedes in Miami im Schnitt 0,22 Sekunden pro Runde mehr Rückstand auf die Spitze hatte als im Saisonschnitt – ein signifikanter Grund für das schwächere Abschneiden. Regeländerungen hingegen sehen die Beteiligten nicht als entscheidend an. McLaren-Teamchef Andrea Stella betont: “Unser Fortschritt hatte nichts mit den Änderungen zu tun. Unsere Stellschrauben sind Kurvengrip und Antriebsnutzung – und dort haben wir Fortschritte gemacht.” Entwicklungsrennen: Red Bull und McLaren holen massiv auf Bei den Verfolgern zeigt sich ein anderes Bild: Red Bull machte den größten Sprung. Im Vergleich zu den ersten drei Saisonrennen holte das Team 0,92 Sekunden pro Runde auf. Selbst nach Bereinigung um den Streckenfaktor bleibt ein Zugewinn von 0,7 Sekunden – ein enormer Fortschritt. Auch McLaren legte deutlich zu und kam 0,80 Sekunden näher an die Spitze. Unter Berücksichtigung der Streckencharakteristik ergibt sich sogar ein Wert von 0,87 Sekunden, wobei zu beachten ist, dass bereits in Japan eine klare Leistungssteigerung erkennbar war. Vergleicht man die Rennpace mit dem zweiten Stint in Japan, war McLaren in Miami 0,51 Sekunden pro Runde näher an Mercedes. Bereinigt ergibt sich ein realer Fortschritt von etwa 0,56 Sekunden. Ferrari: Viele Updates, wenig Wirkung? Ferrari brachte mit elf neuen Teilen das größte Update-Paket – der Effekt blieb jedoch überschaubar. In Miami betrug der Rückstand in der Rennpace 0,46 Sekunden pro Runde, gegenüber 0,53 Sekunden im bisherigen Saisonverlauf. Das entspricht einer Verbesserung von lediglich 0,07 Sekunden. Da Miami jedoch als eher günstige Strecke für Ferrari gilt, ergibt sich streckenbereinigt sogar eine Verschlechterung von 0,18 Sekunden pro Runde.
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Ob dieser Eindruck Bestand hat, werden erst die kommenden Rennen zeigen. Das Sprintformat mit begrenzter Trainingszeit könnte ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Möglicherweise konnte Ferrari noch nicht alles aus dem Paket herausholen. Mittelfeld: Verschiebungen mit Fragezeichen Auch im Mittelfeld gab es deutliche Bewegungen. Williams machte mit einem Zugewinn von 0,8 Sekunden pro Runde einen großen Schritt nach vorne und sammelte wichtige Punkte. Doch auch hier relativiert der Streckenfaktor den Eindruck: Statt acht Zehnteln könnten die Updates lediglich rund 0,23 Sekunden gebracht haben.
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Alpine brachte sechs neue Teile und verbesserte sich um 0,24 Sekunden – streckenbereinigt entspricht das jedoch einem minimalen Rückschritt von 0,02 Sekunden. Ein Hinweis darauf, wie intensiv das Entwicklungsrennen inzwischen geworden ist und das mittelgroße Updates nur noch für eine Konsolidierung reichen. Audi & Haas: Kaum Updates, klare Verluste Haas und Audi litten besonders unter fehlender Weiterentwicklung. Gemeinsam brachten sie lediglich drei Updates. Haas verlor 0,45 Sekunden pro Runde – trotz eigentlich starker Strecke. Audi büßte 0,16 Sekunden ein, was streckenbereinigt sogar einem deutlichen Rückschritt von 0,91 Sekunden entspricht. Überraschend positiv präsentierte sich hingegen Aston Martin: Trotz fehlender Updates konnte man sich um 0,44 Sekunden verbessern, beziehungsweise um 0,28 Sekunden nach Bereinigung des Streckenfaktors. Besonders negativ fällt die Bilanz bei Racing Bulls aus: Trotz sechs Updates verlor das Team 0,86 Sekunden pro Runde – der größte Rückschritt im Feld. Cadillac brachte neun neue Teile, konnte jedoch lediglich eine Verbesserung von 0,02 Sekunden erzielen – deutlich unter den Erwartungen.
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Das Entwicklungsrennen bleibt 2026 der entscheidende Faktor. Nach nur einem Rennen lassen sich zwar noch keine endgültigen Schlüsse ziehen, doch Kanada könnte bereits die nächste Verschiebung im Kräfteverhältnis offenbaren.
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