“Ernste Angelegenheit”: Warum die FIA Racing Bulls rügt und zur Kasse bittet
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Die Formulierung offizieller Mitteilungen der FIA-Rennkommissare ist meist bewusst trocken und sachlich gehalten. Doch in dem Dokument, das eine Geldstrafe von 30.000 Euro für Racing Bulls ankündigte und begründete, nachdem Liam Lawsons Defekt eine Trainingsunterbrechung in Kanada erzwungen hatte, war ein fast schon oberlehrerhafter Zorn unüberhörbar. LAT Images Liam Lawson konnte nicht lange am Freien Training in Montreal teilnehmen
Lawsons Auto rollte innerhalb der ersten zehn Minuten des einzigen Trainings dieses Sprint-Wochenendes der Formel 1 mit einem Hydraulikproblem aus, doch die Streckenposten waren nicht in der Lage, es zu bewegen. Das allein stellt auf dem Circuit Gilles Villeneuve bereits ein Problem dar – eine ältere Rennstrecke, die nicht über den Platz für Versorgungswege verfügt, wie man sie von neueren Kursen gewohnt ist, was das Bergen gestrandeter Boliden erschwert.
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Da jedoch alle Autos mit einem sogenannten Clutch Disengagement System (CDS) zur mechanischen Entriegelung der Kupplung ausgestattet sein müssen, das selbst bei einem Ausfall der Bordhydraulik und -elektronik funktioniert, hätte es den Streckenposten möglich sein müssen, den VCARB 03 während einer virtuellen Safety-Car-Phase in eine der Lücken in den Leitplanken zu schieben. Stattdessen musste die Session mit der roten Flagge unterbrochen werden, und die Rennleitung hängte zum Ausgleich fünf Minuten an. Wegen des Verstoßes gegen Artikel C9.3 des Sportlichen Reglements wurde Racing Bulls zu einer Geldstrafe von 30.000 Euro verurteilt, wovon 20.000 Euro für zwölf Monate auf Bewährung ausgesetzt wurden – “unter der Bedingung, dass sich der Teilnehmer mit keinem seiner beiden Autos einen weiteren Verstoß gegen dieses Reglement zuschulden kommen lässt”. FIA warnte Racing Bulls bereits wegen des Teils Dies birgt ein gewisses Risiko für das Team, da bekannt wurde, dass der Technische Delegierte der FIA, Jo Bauer, Racing Bulls bereits in der Vergangenheit vor der Konstruktion seines CDS gewarnt hatte. Das ist ungewöhnlich, da es gleichzeitig das Anti-Stall-System des Autos bedient. Artikel C9.3 besagt: “Alle Autos müssen mit einer Vorrichtung ausgestattet sein, die die Kupplung im Falle eines Stillstands des Fahrzeugs bei abgestelltem Motor für mindestens fünfzehn Minuten entriegelt. Dieses System muss während des gesamten Wettbewerbs funktionstüchtig sein, selbst wenn die Hauptsysteme für Hydraulik, Pneumatik oder Elektrik des Autos ausgefallen sind.” Das System wird über einen Knopf aktiviert, der deutlich gekennzeichnet und an der Oberseite des Monocoques angebracht sein muss, sodass er innerhalb von fünf Sekunden vom Fahrer oder den Streckenposten erreicht und ausgelöst werden kann. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Wie aus dem Bericht der Kommissare hervorgeht, versuchte der Streckenposten, der das CDS zuerst aktivieren wollte, den Knopf an der falschen Stelle zu drücken.
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Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf das Ergebnis, da das System ohnehin streikte – und genau das verärgerte die Kommissare. Es verhinderte nicht nur, dass das Auto bewegt werden konnte, was den Fahrbetrieb auf der Strecke störte, sondern stellte auch ein weiteres Sicherheitsrisiko dar, da das CDS eigentlich auch das elektrische Energierückgewinnungssystem des Autos abschalten soll. “Es wurde festgestellt, dass das System an diesem Auto zwei Funktionen erfüllt”, heißt es im Statement der Rennkommissare. FIA betont: “Ernste Angelegenheit” “Die eine, für die es primär gedacht ist – nämlich die Kupplung zu lösen, wenn das Auto steht und der Motor nicht läuft -, und die andere betrifft das Anti-Stall-System. In diesem Fall führte eine gerissene Verbindung zu einem Hydraulikleck, wodurch das Auto stehen blieb. Das CDS schaffte es nach der Aktivierung durch den Streckenposten nicht, die Kupplung zu lösen, weshalb das Auto nicht bewegt werden konnte.”
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“Dies ist eine ernste Angelegenheit. Sie führte dazu, dass die Session mit der roten Flagge unterbrochen werden musste. Hätte das System so funktioniert, wie es das Reglement vorsieht, hätte der Vorfall schnell durch den Einsatz des virtuellen Safety-Cars geregelt werden können.” “Die Kommissare nehmen die Besorgnis des Technischen Delegierten der FIA über den doppelten Zweck des CDS an diesem Auto zur Kenntnis. Der Technische Delegierte teilte mit, dass das Team bereits im Jahr 2025 wegen der Konstruktion des CDS-Systems an seinen Autos gewarnt worden war.”
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Ein einzelnes Bauteil mehr als eine Funktion erfüllen zu lassen, ist eigentlich ein solides technisches Prinzip. In diesem Fall führte es jedoch zu einer saftigen Geldstrafe und einem verbalen Klaps auf die Finger durch die Kommissare. Der Wortlaut des Reglements verbietet es zwar nicht explizit, dass das CDS für mehr als einen Zweck genutzt wird, aber es heißt, die Bedenken des Technischen Delegierten bezögen sich auf die zusätzliche Komplexität, die Ausfälle wahrscheinlicher mache. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Kanada
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Das Team steht nun vor der Wahl, das System neu zu konstruieren – sofern das angesichts der Integration in den Anti-Stall-Mechanismus überhaupt möglich ist – oder das Risiko einzugehen, dass sich der Vorfall wiederholt.
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