“Erwartungen übertroffen”: Kann McLaren noch in den WM-Kampf eingreifen?

“Erwartungen übertroffen”: Kann McLaren noch in den WM-Kampf eingreifen?

 

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McLaren ist das Team der Stunde in der Formel 1. Lando Norris gewann das letzte Rennen vor der Sommerpause in Budapest und meldete sich vier Wochen später mit einem weiteren Triumph in Zandvoort aus der Pause zurück. Sollte sich diese starke Form fortsetzen, könnte der amtierende Weltmeister im WM-Kampf 2026 doch noch eine Rolle spielen.  LAT Images Kann McLaren im WM-Kampf noch eine Gefahr für Mercedes werden?

Durch seinen Sieg in den Niederlanden überholte Norris Charles Leclerc in der Weltmeisterschaft und liegt nun als Vierter “nur noch” 83 Zähler hinter WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. Das klingt noch immer nach einer Menge Holz, doch der Rückstand von Norris war schon einmal größer. Nach Antonellis Sieg in Spa lag Norris zwischenzeitlich mehr als 100 Punkte hinter dem Mercedes-Fahrer. McLaren-Teamchef Andrea Stella bremst die Erwartungen bei Sky jedoch und betont: “Bevor wir diese Lücke schließen können, müssen wir erst einmal viele solcher guten Rennwochenenden hinlegen.”
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“Deshalb möchte ich mich im Moment lieber darauf konzentrieren, gute Rennwochenenden zu fahren und weitere Upgrades für das Auto zu entwickeln. Und wenn wir das eine Weile so gemacht haben und dazu in der Lage sind, werden wir schauen, wo wir in der Meisterschaft stehen.” “Aber Antonelli führt die Meisterschaft bisher völlig verdient an. Mercedes führt die Konstrukteurswertung völlig verdient an. Wir müssen noch ein bisschen mehr tun, um ihnen Paroli bieten zu können”, stellt der Teamchef klar. Ähnlich sieht es auch Norris selbst, der erklärt: “Wenn ihr wollt, dass ich selbstbewusst bin, und wenn ihr wollt, dass ich sage: ‘Ja, ich kann immer noch um die Meisterschaft kämpfen’, dann brauche ich mehr als das, was ich derzeit habe.” Zwar sei er glücklich über seine beiden jüngsten Grand-Prix-Siege, “aber ich weiß, was in einer Saison nötig ist. Ich weiß, welche Art von Auto ich brauche. Ich weiß, auf welchem Niveau ich Leistung bringen muss”, stellt der Weltmeister von 2025 klar. Wo der McLaren noch schneller werden muss “Ich habe das Gefühl, dass ich sehr gute Arbeit leiste. Und das Team leistet unglaubliche Arbeit. Aber in einer Situation wie dieser darf man sich niemals zurücklehnen. Und wir müssen uns in bestimmten Bereichen noch verbessern, damit ich für den Rest der Saison zuversichtlich sein kann”, so Norris. Doch wo genau muss der MCL40 noch besser werden? “Als wir das Ungarn-Upgrade eingeführt haben, wussten wir, dass es vor allem auf Hochgeschwindigkeitsabschnitten von großem Nutzen sein würde”, verrät Stella. Doch in Zandvoort habe der Umfang “fast die Erwartungen [übertroffen]”. Zandvoort: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Der Teamchef erklärt jedoch, dass es letztendlich immer ein Tauschgeschäft sei. So sei der McLaren in schnellen Abschnitten nun definitiv konkurrenzfähig, in langsamen habe man dafür aber noch immer Schwächen. Das wirft wiederum die Frage auf, warum man auf dem “langsamen” Hungaroring so stark war.
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Stella gesteht, dass er darauf noch nicht alle Antworten habe, erklärt jedoch: “Ich denke, dass Ungarn, das oft als Low-Speed-Strecke eingestuft wird, in Wirklichkeit doch eher eine Medium-Speed-Strecke ist. Allein in Kurve 2 werden mehr als 120 [km/h] erreicht, nur um euch eine Vorstellung zu geben.” “Kurve 1 und die Schikane sowie wahrscheinlich die vorletzte Kurve liegen bei etwa 100 km/h, aber der Rest liegt deutlich über 100”, so Stella. Zudem habe man in Ungarn ein sehr gutes Set-up gefunden, verrät er, ohne dabei jedoch Details nennen zu wollen. Stella: Wenn wir auch in Monza schnell sind … So oder so ist es für McLaren ein gutes Zeichen, zuletzt auf zwei Strecken gewonnen zu haben, die sich auf dem Papier nicht übermäßig ähnlich sind. Nun steht mit Monza allerdings ein Kurs an, der durch seine langen Geraden noch einmal ganz anders als Budapest und Zandvoort ist.
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Der Große Preis von Italien könnte daher für McLaren ein Schlüsselrennen werden, denn Stella verrät: “Wir wissen, dass der Luftwiderstand nicht unbedingt eine Stärke unseres Autos ist.” Zudem gebe es in Monza “viele Bremsphasen, was ebenfalls nicht unbedingt eine Stärke unseres Autos ist.” Warum McLaren jetzt ALLES in die Karten spielt! Video wird geladen… McLaren erlebt bislang eine enttäuschende Formel-1-Saison 2026. Doch ausgerechnet der sportliche Rückschlag könnte sich jetzt als Vorteil erweisen.

“Es gibt also eine Menge Dinge, die wir im Vorfeld des nächsten Rennens noch klären müssen. Aber bisher können wir meiner Meinung nach bestätigen, dass wir auf Strecken mit hohem Abtrieb und einem solchen Layout um Siege kämpfen können.”
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Weil beim kommenden Grand Prix in Italien genau das Gegenteil der Fall ist und mit so wenig Abtrieb wie auf keiner anderen Strecke gefahren wird, könnte McLaren laut Stella “mit einigem Optimismus” in die letzten Saisonrennen gehen, “wenn wir unsere Fortschritte in Monza bestätigen können”. Allerdings würden selbst dann noch einige Fragen offen bleiben. So hat Mercedes für den Bahrain-Grand-Prix in Sepang im Oktober beispielsweise ein größeres Update geplant, was den Silberpfeilen im WM-Endspurt dann noch einmal einen entscheidenden Schub geben könnte – selbst wenn der McLaren aktuell auf Augenhöhe oder sogar schneller sein sollte. Norris sieht “Wettlauf gegen die Zeit” Zudem ist momentan nicht sicher, wie viele Rennen Norris noch bleiben, um die 83 Zähler Rückstand auf Antonelli aufzuholen. Zwar stehen aktuell noch elf Grands Prix im Kalender, doch es ist weiterhin nicht sicher, ob die Rennen in Katar und Abu Dhabi wirklich stattfinden können.
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Als Alternative steht ein Saisonfinale in Imola im Raum, doch in diesem Fall würde zumindest ein Rennen ersatzlos gestrichen. Dementsprechend weniger Zeit hätte McLaren, um Mercedes in der Weltmeisterschaft noch abzufangen. Formel-1-Quiz
Wie viele Punkte pro Rennen hat das McLaren-Team in der Formel 1 durchschnittlich erzielt?
9,98 14,07 8,29 12,98 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Norris selbst glaubt jedenfalls, dass McLaren grundsätzlich auch 2026 bereit für einen Titelkampf wäre. “Das Team arbeitet besser als je zuvor. Ich glaube, es arbeitet effizienter und härter als selbst in den vergangenen Jahren. Und dieses Niveau war das Niveau, mit dem man die Weltmeisterschaft gewonnen hat”, erinnert er bei Sky. “Es ist also nicht so, dass ich nicht glaube, dass wir gewinnen können”, sagt er und betont: “Ich bin zuversichtlich, dass wir vieles, was wir brauchen, bereits haben. Es gibt nur bestimmte Bereiche am Auto, die wir verbessern müssen. Und ich glaube, dass wir das schaffen können.”
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“Es ist einfach wie immer in der Formel 1 ein Wettlauf gegen die Zeit”, weiß Norris.

 
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