Ex-Teamchef sieht ernsthaften Rivalen für Mercedes – aber Ferrari ist es nicht

Ex-Teamchef sieht ernsthaften Rivalen für Mercedes – aber Ferrari ist es nicht

 

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Ex-Formel-1-Teamchef Otmar Szafnauer ist überzeugt, dass sich das Kräfteverhältnis an der Spitze der Königsklasse in den vergangenen Monaten verschoben hat: Bis zum Ende der Saison 2026 wird nicht mehr Ferrari der schärfste Rivale von Mercedes sein, sondern Weltmeister McLaren.  LAT Images Kommt McLaren von hinten – und zieht an Mercedes und Ferrari vorbei?

“Ich glaube immer noch, dass sie am Ende der Saison der engste Konkurrent von Mercedes sein werden”, meint Szafnauer im Podcast High Performance Racing. “Das habe ich schon zu Beginn gesagt, aber es schien zunächst Ferrari zu sein.” Die Scuderia war den Silberpfeilen in den ersten Rennen des Jahres dichter auf den Fersen als McLaren und konnte in Barcelona und Silverstone sogar zwei Siege feiern. Zuletzt war jedoch Weltmeister Lando Norris mit seinen Erfolgen in Budapest und Zandvoort wieder das Maß der Dinge.
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“Und ich denke, es ist ein ständiges Auf und Ab bei der relativen Performance, weil nicht alle Upgrades gleichzeitig kommen und die Upgrades erheblich sind”, ergänzt der ehemalige Aston-Martin-Teamchef. “In einem Jahr mit neuen Regeln entdeckt man eine Menge, richtig? Die Lernkurve ist also sehr steil.” Updates sorgen noch für große Verschiebungen “Wenn du dann im Vergleich zu denen, die noch kein Upgrade gebracht haben, dieses Upgrade einführst, machst du einen Schritt nach vorn. Und ich glaube, das haben wir auch bei Alpine gesehen. Nachdem Racing Bulls sein Upgrade gebracht hatte, waren sie deutlich schneller als Alpine.” Teamwork und Widerstand: Mercedes stärkt Kimi, Hamilton sauer auf Leclerc I F1 Rennen Zandvoort 2026 Video wird geladen…  

“Es sah so aus, als würden sie sie überholen. Und jetzt sind sie etwa auf Augenhöhe.” Auch Mercedes hat seit längerer Zeit kein großes Update mehr gebracht, sodass sich das Kräfteverhältnis an der Spitze noch einmal verschieben könnte. Es bleibt daher abzuwarten, ob McLaren an die jüngsten Erfolge anknüpfen kann. “Monza wird sehr wichtig sein, weil [McLaren] ein Upgrade gebracht hat, das in Ungarn funktioniert hat. Soweit ich gelesen habe, haben sie dieses Upgrade auch in Zandvoort weiter eingesetzt, und jetzt ist das Upgrade komplett. Mal sehen, wie sie in Monza abschneiden”, erklärte Szafnauer. Wie effektiv werden die Updates bei Mercedes sein? Entscheidend wird auch sein, wann die Silberpfeile die nächsten Verbesserungen bringen. “Sie haben jetzt Upgrades, die sie bringen könnten, aber sobald du anfängst, diese Teile herzustellen, kostet das Geld, und sie würden die Obergrenze überschreiten”, meint der Ex-Teamchef. Die Budgetobergrenze ist in diesem Jahr ein wichtiges Thema. “Was sie meiner Vermutung nach tun werden: noch ein Upgrade, ungefähr im Zeitraum Malaysia/Singapur”, ergänzt Szafnauer. “Das bedeutet nicht, dass der Lernprozess aufhört.”
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“Das Lernen geht im Hintergrund weiter. Du machst weiterhin CFD-Arbeit. Du arbeitest weiter im Windkanal. Du stellst weiterhin Windkanalteile her. Das alles ist geplant. Es ist lediglich eine Frage, wann du damit aufhörst und dieses Upgrade-Paket tatsächlich ans Auto bringst. Und dort liegt das Geld.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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“Wenn du tatsächliche Autoteile herstellst, kostet das Geld: neue Flügel, neue Unterböden, neue Karosserieteile”, betont Szafnauer. “Und ich sage voraus, dass sie noch ein großes Upgrade bringen werden, statt vieler kleiner, weil sie sich das nicht leisten können. Sie sind an der Budgetobergrenze.” Das hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigt.

 
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