Exklusive Einblicke: Wie Ferrari in der Pause weiterhin Vollgas gegeben hat
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In der Formel 1 ist Zeit alles. Nicht nur die Zeit, die auf der Stoppuhr herunter tickt, sondern auch die Zeit, die für Design, Entwicklung und Feinschliff benötigt wird. Sie ist der unsichtbare Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Getty Images AsiaPac Ferrari hat die Pause unter anderem für Boxenstopp-Training genutzt
Die Teams befinden sich in einem ständigen Wettlauf gegen die Uhr: Jedes Detail wird geplant, jede Aufgabe minutiös getaktet und jegliche Fehleranfälligkeit auf ein absolutes Minimum reduziert. Nichts wird dem Zufall überlassen. Die Absage der beiden Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien hat ein unerwartetes Zeitfenster geschaffen. Eine Unterbrechung, die von außen betrachtet wie eine willkommene Gelegenheit wirken könnte, um einen Gang herunterzuschalten, sich neu aufzustellen oder vielleicht einfach mal durchzuatmen.
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Die italienischen Journalisten von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network, haben einen Tag in Maranello, im Herzen von Ferrari, verbracht, um herauszufinden, dass die Realität völlig anders aussieht. So hat Ferrari die Formel-1-Pause genutzt Im Hauptquartier des springenden Pferdes herrscht reges Treiben: Von einer Pause fehlt jede Spur, das Tempo bleibt gnadenlos, die Standards unverändert – ganz so, als wäre der diesjährige Rennkalender überhaupt nicht unterbrochen worden. Das Racing mag zwar ruhen, doch die Uhr tickt weiter. Genau aus diesem Grund ist der April für die Technikabteilungen aller Teams zu einer Schlüsselgelegenheit geworden, um noch tiefer in die Daten der Auftaktphase der Saison einzutauchen. “Mehr Zeit zur Verfügung zu haben, hat es uns ermöglicht, tiefer in unsere Analysen einzusteigen”, verrät Ferrari-Technikdirektor Loic Serra. Shutterstock In der Ferrari-Zentrale in Maranello wurde in der Formel-1-Pause weiter gearbeitet
“Da man nicht sofort wieder mit einer neuen Flut an Daten aus dem nächsten Rennen konfrontiert wird, kann man es sich leisten, länger zu verweilen und mehr in die Details zu gehen.” Zwischen dem Pirelli-Reifentest und einem geplanten Filmtag in Monza hatte Ferrari ohnehin schon alle Hände voll zu tun, konnte diese Aufgaben nun aber deutlich effizienter angehen. “Welche Pause? Es gab überhaupt keine Pause”, lacht Sportdirektor Diego Ioverno. “Wir haben uns einfach dazu entschieden, es gar nicht erst zu einer Pause werden zu lassen. Wir haben die Wochen mit Aktivitäten gefüllt, die ursprünglich nicht geplant waren, oder wir haben die bereits geplanten Aufgaben einfach besser und effektiver aufgeteilt.” Die “unsichtbare” Welt der Formel-1-Logistik In der Formel 1 ist die Logistik eine gut geölte Maschine, die streng hinter den Kulissen agiert. Solange alles reibungslos funktioniert, bleibt sie unsichtbar. Entfernt man jedoch nur ein einziges Puzzleteil, zeigt sich ihre volle Komplexität. Denn nach den Testfahrten vor Saisonbeginn blieben die Boxenanlagen in Bahrain unberührt stehen.
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Der Plan war, zurückzukehren und für das Rennwochenende alles fertig vorzufinden. Aktuell steht das Equipment allerdings noch immer dort, bereit für den Weitertransport an einen neuen Ort. Denn jedes Team verfügt über rund sieben Garagen-Kits, die in Knotenpunkten gelagert und per Seefracht verschifft werden, um die Kosten niedrig zu halten. Was geht in der Formel 1? Ihr fragt, die Redaktion antwortet! I Q&A F1 2026 LIVE Video wird geladen…
Die zweiwöchige Pause, die zwischen den Rennen in Miami und Montreal angesetzt ist, resultiert exakt aus der Zeit, die benötigt wird, um das in Florida genutzte Equipment nach Kanada zu transportieren. Die Pausen zwischen bestimmten Rennen sind niemals Zufall: Sie sind genau so kalkuliert, dass das Material Ozeane und Kontinente überqueren kann. Diesen Fluss zu unterbrechen bedeutet, das gesamte Puzzle neu zusammensetzen zu müssen. “Effizienz ist heutzutage entscheidend”, erklärt Ioverno, “denn selbst der Transport der Ausrüstung fällt unter den Budgetdeckel. In den vergangenen Wochen haben wir versucht herauszufinden, wie wir die Rotation des Equipments managen können.”
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“Wir hoffen, dass sich bald eine Route auftut, damit wir das Kit zurückholen können, das in Bahrain feststeckt, da es beim Grand Prix von Aserbaidschan wieder zum Einsatz kommen soll. Wir müssen aber so oder so mit einem Plan B bereitstehen.” Der letzte Feinschliff bei den Boxenstopps Während ein Teil des Teams die Reiserouten und Strategien überarbeitet, feilt ein anderer Teil weiter intensiv an der Verbesserung von Boxenstopps. Denn in der hektischen Winterpause 2026 konnte das Team nicht so viele Wiederholungen trainieren, wie man es eigentlich vorhatte. “Lassen Sie mich einen Schritt zurückgehen”, erklärt Ioverno. “Glücklicherweise hat man es an den Resultaten nicht gesehen, aber wir sind in diesem Jahr mit deutlich weniger Trainingseinheiten zum ersten Rennen gereist als in den vergangenen Saisons.” LAT Images Ferrari hofft, dank der Pause ein paar Fortschritte gemacht zu haben
“Die Testphase war schlicht zu intensiv; wir haben in der Woche mit den Testfahrten begonnen, in der wir normalerweise schon in unserer dritten Trainingswoche gewesen wären. In den zwei Wochen davor haben wir in Tag- und Nachtschichten gearbeitet, sodass wir nur ein Drittel der geplanten Boxenstopps absolvieren konnten.”
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In den letzten Jahren haben die Teams erkannt, dass sie sich nicht mehr auf eine feststehende, immer gleiche Boxencrew verlassen können. Wir sprechen hier von einer Gruppe von 27 Personen, und wie in allen anderen Bereichen hat die stetige Erweiterung des Kalenders eine Personalrotation zwingend erforderlich gemacht. Anzeige Scuderia Ferrari Fanartikel
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Das ist entscheidend für das Wohlbefinden der Mitarbeiter, bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass deutlich mehr Training für alle Beteiligten nötig ist, um auf Touren zu kommen und das sogenannte “Muscle Memory” (Muskelgedächtnis) für ihre jeweilige Position aufzubauen.
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“Es gibt nicht ein einziges Rennen, bei dem die Boxenstopp-Crew identisch mit der des vorangegangenen Rennens ist. Daher war die unerwartete Pause in diesem Monat ein absoluter Segen”, gibt Ioverno zu. “Wir konnten all die Trainingseinheiten nachholen, zu denen wir im Januar und Februar einfach nicht gekommen sind.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Seitdem das Team aus Suzuka zurückgekehrt ist, folgen die Boxenstopp-Crews jeden Tag denselben Mustern. Eine in drei Teile gegliederte Trainingseinheit, in der drei verschiedene Teams durchrotieren – quasi ein Vorgeschmack auf das, was uns demnächst in Miami, Kanada, Monaco und Barcelona erwartet. Von Pause war bei Ferrari jedenfalls keine Spur.
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