Fernando Alonso bleibt standhaft: Das Niveau im Mittelfeld ist unterirdisch

Fernando Alonso bleibt standhaft: Das Niveau im Mittelfeld ist unterirdisch

 

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“Die Qualität der Fahrer im hinteren Drittel des Feldes ist schlichtweg extrem niedrig, wie wir heute bei Alex gesehen haben”: Dieses Zitat von Fernando Alonso hat nach dem Grand Prix der USA Wellen geschlagen. Schließlich hatte der zweimalige Weltmeister nach einer Kollision in der ersten Runde seine Kollegen, inklusive Alexander Albon, scharf kritisiert.  LAT Images Fernando Alonso bleibt in seiner Kritik am Mittelfeld der Formel 1 standhaft

Von dieser Linie distanziert sich Alonso in Mexiko keineswegs und ergänzt: “Ich weiß nicht, ob es wirklich um ein Drittel des Feldes geht. Ich habe ein paar Berichte gelesen, in denen man versucht hat, zu unterscheiden, ob es jetzt um acht oder sieben Fahrer geht.” “Bei der Zahl bin ich nicht so spezifisch”, so Alonso, “aber ich denke, wir alle wissen, von welchen Fahrern ich spreche, und wer sich von diesem Kommentar angesprochen gefühlt hat. Das sagt dir eigentlich schon alles, und meine Meinung hat sich nicht geändert.”
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Die Kollision mit Albon kategorisiert der Aston-Martin-Pilot derweil als “unnötig” und fragt sich, was sich der Williams-Fahrer in dieser Situation nur gedacht hat. Albon und Alonso waren in der ersten Runde in Kurve 11 miteinander kollidiert, wodurch der AMR26 des Veteranen nachhaltig beschädigt wurde. Während Albon Platz 17 einfahren konnte, stand für Alonso Platz 16 zu Buche. “Aber”, so Alonso, “sowas siehst du nicht nur in Austin. Leider bin ich schon das ganze Jahr über Teil dieses [Mittelfeldrennens], und da sehe ich im Auto Dinge, die ich euch gar nicht erzählen kann.” Auf die Frage unseres Schwesterportals Motorsport.com, ob sich das Niveau im Mittelfeld über die Jahre verschlechtert hat, antwortet der 45-Jährige: “Nein, das ist schon seit Jahren dasselbe.” Welche Probleme hat man im Mittelfeld? “Natürlich sind die Autos weiter hinten im Feld schwieriger zu fahren. Sie haben weniger Grip und wenn du in einem chaotischeren Umfeld agierst, dann machst du eben mehr Fehler. Das Auto ist dir gegenüber nicht wirklich freundlich, also machst du mehr Fehler.” “Aber”, so Alonso, “ich glaube, all diese Zwischenfälle in der ersten Runde, die Berührungen, die fliegenden Frontflügel, sind wirklich unnötig. Gerade dann, wenn du da hinten sowieso um nichts kämpfst.” “Außerdem ist die Budgetobergrenze da ein Problem. Aber wenn ihre Teams kein Problem damit haben, trotz der Obergrenze in jedem Rennen Teile kaputtzumachen, dann ist es für sie wohl auch in Ordnung.”
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Manche könnten diesen Kommentar als Seitenhieb auf Williams-Teamchef James Vowles verstehen. Dieser hatte zuletzt des Öfteren über die Probleme der aktuellen Budgetobergrenze geklagt. Was sagen die Kollegen zur Kritik? Wenig überraschend waren nicht alle von den Aussagen des zweimaligen Weltmeisters begeistert. Doch Fahrer wie Pierre Gasly oder Oliver Bearman üben sich vor dem Rennen in Mexiko in Diplomatie. “Man muss Fernando einfach für seine Ehrlichkeit lieben”, so Gasly. “Ich habe viel Respekt davor, was für ein Fahrer er ist und wie ehrlich er Dinge ausspricht. Aber ich persönlich bin mir da unsicher.”
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“Ich habe sein Rennen nicht gesehen, daher weiß ich nicht, worauf er sich genau bezieht. Aber ich denke, ich würde im durchaus zustimmen.” Dennoch betont Gasly in seinen Äußerungen: “Das Niveau im Fahrerfeld ist vermutlich so hoch wie selten zuvor, wenn ich an all die Fahrer denke, die ich in meinen rund neun Jahren hier gesehen habe. Ich habe damals deutlich wildere Aktionen gesehen, als etwa heutzutage. Aber, wie gesagt, ich weiß nicht genau, worauf er sich bezieht.” Die Motoren der Formel 1 von 1950 bis 2030

Daraufhin ergänzt Bearman: “Ich denke, seine Schlussfolgerung ist etwas harsch. Ich stimme Pierre da durchaus zu, das aktuelle Fahrerfeld hat ein sehr hohes Niveau. Wenn man an die diesjährigen Lücken [zwischen den Teams] denkt, dann musst du manchmal etwas opportunistisch sein. Das kann halt manchmal schiefgehen, so wie bei mir und Pierre letzte Woche.”
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In Austin waren Bearman und Gasly aneinandergeraten, wofür der Haas-Fahrer bestraft wurde. Böses Blut gab es zwischen den beiden allerdings nicht. “Das ist keine Frage der Qualität. Es ist eine Frage dessen, das Beste herauszuholen und bestimmte Dinge möglich zu machen. Das ist halt durchaus eine Herausforderung, wenn die Top-8 bereits von den Top-4-Teams bezogen sind.” Glaubt man Charles Leclerc, dann ist das Niveau des Fahrerfeldes in der Formel 1 äußerst hoch. “Ich denke”, so seine Meinung, “es ist sehr, sehr hoch.” Des Weiteren betont der Ferrari-Fahrer, wie sehr er Albon schon seit seinen Tagen im Kartsport schätzt. “Ich bin mir sicher, das Niveau im Feld ist wirklich, wirklich hoch, sei es hinten, im Mittelfeld oder ganz vorne. Das einzige, was sich ändert, ist unser Rennauto, aber ein gewisser Standard bleibt erhalten.” Was sagt Albon zur Kritik von Alonso? Selbstverständlich wurde auch Alexander Albon in Mexiko zu den Statements seines letztwöchigen Widersachers befragt. “Auch ich werde meine Position nochmal bekräftigen”, erklärt der Williams-Fahrer.
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“Ich respektiere Fernando enorm. Als Kind habe ich zu ihm aufgeschaut, und solche Kommentare zu hören ist natürlich alles andere als angenehm. Du fährst gegen jemanden, zu dem du aufschaust, aber gleichzeitig stimme ich ihm einfach nicht zu. So einfach ist das.” Vom WM-Favoriten zum Sorgenfall: Was ist mit George Russell los? Video wird geladen…  

“Vor 10 oder 15 Jahren war die Hälfte des Feldes nicht da, wo wir heute sind. Wir haben keine Pay-Driver mehr. Nun gut, es ist eben so, wie es ist. Hoffentlich kommen wir uns dieses Wochenende nicht in die Quere.”
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Das Duell mit Alonso in Austin empfindet Albon weiterhin als völlig normal. “Ich denke, wir hatten da einen netten Zweikampf”, so seine Wortwahl. “Er scheint das eindeutig anders zu sehen, aber das war ein Duell, was sich über das gesamte Rennen zog.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Sogar der Zwischenfall war so eine 50-50-Geschichte, wenn man sich anschaut, wie die Autos zu dem Zeitpunkt positioniert waren.”

 
Formel1.de 

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