FIA klärt Formel-1-Softwarepanne auf: Was in Malaysia schiefgelaufen ist
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Der Automobil-Weltverband (FIA) hat seine Untersuchung zur Software-Panne beim Grand Prix von Bahrain in Malaysia 2026 abgeschlossen. Demnach war eine Kombination aus niedrigen Motordrehzahlen und einer softwareseitigen Leistungsreduzierung um 250 Kilowatt (kW) dafür verantwortlich, dass mehrere Formel-1-Fahrer in der Einführungsrunde plötzlich kaum noch Vortrieb hatten. LAT Images (KI-bearbeitet) Fotomontage: Die FIA hat die Software-Probleme aus Malaysia analysiert
Besonders problematisch: Die betroffenen Fahrzeuge konnten die verlorene Leistung in diesen Streckenabschnitten nicht wiederherstellen. Damit bestätigt der Automobil-Weltverband, dass die Leistungsreduzierung unter bestimmten Betriebsbedingungen stärker ausfiel als vorgesehen. Hintergrund ist die komplexe Steuerung der Formel-1-Antriebseinheiten für die Saison 2026: Für nasse Streckenbedingungen gibt es besondere Software-Einstellungen, die die verfügbare Leistung begrenzen. Warum die Formel-1-Autos plötzlich so langsam waren Die Untersuchung ergab nun, dass die Reduzierung um 250 kW bei niedrigen Motordrehzahlen unerwünschte Folgen hatte. In Verbindung mit niedrigen Motordrehzahlen führte die vorgesehene Leistungsreduzierung bei einigen Fahrzeugen zu einem zusätzlichen Leistungsverlust, sodass sie kaum noch beschleunigen konnten. Verstappen siegt in Malaysia: Ist Russells WM-Traum jetzt endgültig vorbei? Video wird geladen…
Das Problem ließ sich innerhalb der betroffenen Streckenabschnitte nicht beheben. Die FIA spricht ausdrücklich von einem Leistungsverlust, der über das beabsichtigte Maß hinausging.
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Wie genau die Software diesen Zustand auslöste und weshalb sich die Leistung nicht unmittelbar wiederherstellen ließ, erläutert der Weltverband allerdings nicht im Detail. FIA reagiert: Bisherige Software für Singapur, Update für Austin Als unmittelbare Konsequenz wird die FIA beim Grand Prix von Singapur (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) auf die Software-Konfiguration zurückgreifen, die bereits für das Rennen in Sepang festgelegt worden war. Voraussetzung ist, dass ähnliche Wetterbedingungen erwartet werden. Damit verzichtet der Weltverband vorerst auf eine erneute Verwendung der in Malaysia problematisch gewordenen Einstellungen unter vergleichbaren Bedingungen. Ein weiteres Update soll anschließend folgen: Für den Grand Prix der USA am 25. Oktober kündigt die FIA ein weiteres Update der Software für nasse Streckenbedingungen an. Darüber hinaus sollen die Test- und Prüfverfahren verbessert werden. Gemeinsam mit den Teams und den Motorenherstellern will die FIA die Software künftig noch umfassender überprüfen. Dabei sollen auch unabhängige Bewertungen und Rückmeldungen des Lieferanten der standardisierten elektronischen Steuereinheit (ECU) einfließen. FIA widerspricht Kritik: Software wurde vorab getestet Gleichzeitig wehrt sich der Automobil-Weltverband gegen den Vorwurf, die problematische Software sei ohne ausreichende Erprobung eingesetzt worden. Tatsächlich hätten die Teams und Antriebshersteller vor der Einführung Simulationen durchgeführt, um das Softwarepaket zu überprüfen. (Fotostrecke: Die größten Formel-1-Fails aller Zeiten) Die größten Formel-1-Fails aller Zeiten
Anschließend sei die Software auch auf der Strecke getestet worden: jeweils im ersten Freien Training zum Grand Prix von Belgien und zum Grand Prix der Niederlande.
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Allerdings räumt die FIA ein, dass die Möglichkeiten für solche Tests begrenzt sind. Deshalb sollen die Prüfverfahren weiterentwickelt werden, um die Software möglichst robust gegen unerwartete Betriebszustände zu machen. Nur fünf Minuten bis zur neuen Software-Konfiguration Bemerkenswert ist auch der zeitliche Ablauf der Fehlerbehebung am Rennsonntag: Laut FIA benötigten die Techniker lediglich fünf Minuten, um nach der Unterbrechung des Startprozederes das Problem zu identifizieren und eine überarbeitete Software-Konfiguration bereitzustellen.
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Um 15:45 Uhr Ortszeit war das Startprozedere nach zwei Einführungsrunden unterbrochen worden. Bereits um 15:50 Uhr stand eine aktualisierte Konfiguration zur Verfügung. Allerdings konnten die Fahrzeuge damit noch nicht unmittelbar wieder auf die Strecke, denn die Teams mussten die neuen Einstellungen zunächst integrieren. Zudem waren weitere technische Erläuterungen der FIA notwendig, die um 16:03 Uhr folgten.
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Erst um 16:20 Uhr hatten sämtliche Teams und Motorenhersteller die Integration abgeschlossen. Zwei Minuten später wurde das Zehn-Minuten-Signal für den Rennstart gegeben, um 16:33 Uhr verließen die Fahrzeuge schließlich die Boxengasse. Insgesamt vergingen damit 48 Minuten zwischen der Unterbrechung und der erneuten Ausfahrt der Fahrzeuge. Wenn selbst Simulationen an ihre Grenzen kommen Die FIA bedankt sich ausdrücklich bei den beteiligten Technikern, Teams und Motorenherstellern. Durch deren gemeinsame Anstrengungen sei es gelungen, das Problem zu identifizieren und zu beheben, sodass das Rennen sicher durchgeführt werden konnte. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Für die Formel 1 bleibt dennoch eine wichtige Erkenntnis: Der Vorfall zeigt, dass bei der komplexen Softwaresteuerung der neuen Antriebseinheiten selbst nach Simulationen und Streckentests unter bestimmten Bedingungen unerwartete Probleme auftreten können.
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