Flavio Briatore: Das macht Liberty Media besser als Bernie Ecclestone

Flavio Briatore: Das macht Liberty Media besser als Bernie Ecclestone

 

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Seit der Übernahme durch Liberty Media hat sich die Formel 1 komplett gewandelt. Zwar war die Serie auch schon unter Bernie Ecclestone ein Millionenprodukt mit großem Fokus auf Glitzer und Glamour, doch seit die Serie in den Händen der Amerikaner ist, wurde all das noch einmal stark potenziert.  circuitpics.de Flavio Briatore kennt beide Formel-1-Ären gut genug

Die Formel 1 boomt. Zuschauerzahlen an der Strecke explodieren, genau wie die Anzahl der Rennen und die Portmonees der Teams und ihrer Eigentümer – und das alles dank des neuen Ansatzes von Liberty Media, die die Formel 1 nach außen hin geöffnet haben. “Bernie war im Geschäft extrem strikt, sehr restriktiv. Liberty hat die kommerzielle Seite geöffnet, und zwar komplett”, erklärt Alpines Exekutivberater Flavio Briatore, der beide Ären der Formel 1 mitgemacht hat, gegenüber The Race.
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Während Ecclestone nie einen Sinn für Social Media und solche Dinge hatte und die Formel 1 diesbezüglich etwas ins Hintertreffen gebracht hat, bekommen Fans bei Liberty Media die volle Bandbreite. “Ich glaube, bei Bernie war es einfach eine andere Zeit. Die Welt bewegt sich heute viel schneller”, so Briatore. “Auch viele der neuen Sponsoren haben Spaß an der Formel 1 – große Sponsoren, die den Event unterstützen, und so weiter.” Video wird geladen…  

“Und irgendwann – aus welchem Grund auch immer, ob nun wegen Drive to Survive, der Organisation, der kommerziellen Ausrichtung oder dem Marketing der Formel 1 – war es plötzlich für jeden ‘the place to be’. Und wenn etwas der Ort ist, an dem man sein muss, will eben jeder dorthin.” Apropos “Drive to Survive”: Für viele war die Netflix-Serie der Grundstein für den aktuellen Erfolg der Formel 1. Durch die Dokumentation wurde noch einmal eine völlig neue Fangemeinschaft erschlossen – und mit ihnen viele Geschäftsmöglichkeiten. “Drive to Survive war der Schlüssel”, nickt Briatore. “Vor Drive to Survive haben wir überlebt. Und nach Drive to Survive überleben wir deutlich besser.” Endlich auch Erfolg in den USA Und Liberty Media habe das geschafft, was unter Ecclestone nie gelang: Fuß in den USA zu fassen. “Für uns war es damals unmöglich, in den USA Rennen zu fahren. Bernie hat es versucht. Wir hatten dieses eine dämliche Rennen in Phoenix mit null Zuschauern”, meint der Alpine-Boss weiter.
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“Dann hatten wir noch das in Indianapolis mit riesigen Problemen. Wir sind da gar nicht richtig gefahren, wegen der Geschichte zwischen Bridgestone und Michelin und so weiter.” Neue Formel-1-Strecken seit 2000

Anders sieht es heute aus: “Heute fährst du nach Amerika, du fährst nach Miami – 500.000 Leute. Du fährst nach Austin: ausverkauft. Du fährst nach Vegas. Du siehst, wie extrem sich die Formel 1 verändert hat. Jedes Rennen ist ausverkauft, komplett ausverkauft – egal ob es regnet oder nicht.” Zwar gibt Briatore zu, dass der Kalender mit mittlerweile 24 Rennen äußerst voll geworden ist, “aber es ist auch schön, denn egal zu welchem Rennen du kommst: Es ist überbucht, es ist brechend voll, du siehst die Begeisterung der Leute. Und das ist die neue Formel 1.” Teamwerte explodieren Der “extrem hohe” Stellenwert der Serie habe natürlich auch dafür gesorgt, dass die Teams mittlerweile fast utopische Summen einspielen und dass es schwer geworden ist, überhaupt einen neuen Rennstall an den Start zu bringen, da die Hürden inklusive der neuen Verwässerungsgebühr ebenfalls extrem hoch geworden sind. Video wird geladen…  

“Ich habe damals meine Anteile an Benetton verkauft, da lag der Gesamtwert des Teams bei 80 Millionen Dollar”, sagt Briatore. “Heute spricht man von 3,5 oder 4 Milliarden Dollar. Und alle Finanzleute, mit denen man spricht, prognostizieren: In drei, vier Jahren ist ein Formel-1-Team 10 Milliarden Dollar wert.”
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Zumindest an Letzteres scheint Briatore nicht zu glauben, denn er sagt: “Wenn das mein Team wäre, hätte ich schon längst verkauft!”

 
Formel1.de 

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