Frederic Vasseur: Es nützt nichts, im Training der Beste zu sein!

Frederic Vasseur: Es nützt nichts, im Training der Beste zu sein!

 

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Ferrari beendet den ersten Freitag in Madrid mit Zweckoptimismus, aber auch im Bewusstsein, dass an diesem Wochenende extrem viel im Qualifying entschieden wird – genau jener Disziplin, in der man sich in dieser Saison am schwersten tat, wenn es darum ging, die eine schnelle Runde auf den Punkt zu bringen.  circuitpics.de Ferrari war am Freitag nah an Mercedes dran

Es ist kein Geheimnis, dass der SF-26 über die Renndistanz effektiver ist als auf eine einzelne fliegende Runde, weshalb am Samstag das gewisse Etwas nötig sein wird. Doch abseits der Herausforderung, die Reifen auf Temperatur zu bringen – womit einige Teams durchaus ihre liebe Not hatten -, spielt ein weiterer Aspekt eine gewichtige Rolle: Das Verständnis dafür, wie sich das Grip-Niveau in den kommenden Tagen entwickelt.
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Aufgrund der Charakteristik des Straßenkurses wird der Belag kontinuierlich für mehr Haftung sorgen. Das vorherzusagen wird die kniffligste Aufgabe, denn die Art und Weise, wie die Fahrer die Kurven anfahren, hat direkte Auswirkungen auf die Energiefreigabe. Grundsätzlich stellt Madrid zwar keine extremen Anforderungen an das Energiemanagement, doch eine Kurve voll durchzufahren oder eben leicht zu lupfen, kann die Nutzung der Batterie grundlegend verändern und Dysbalancen auf dem Rest der Runde nach sich ziehen. Deshalb sind die Freitagsdaten so wertvoll – nicht nur, um die Simulationen aus der Fabrik zu überprüfen, sondern auch, um treffsichere Szenarien für den Samstag zu entwerfen. Ferrari stark schnellen ersten Sektor Am Freitag zeigte sich ein Ferrari, der im ersten Sektor beim Topspeed sehr konkurrenzfähig war – ein klares Signal dafür, dass in diesem Abschnitt mehr Energie verbraucht wurde als bei der Konkurrenz. Auf den beiden Beschleunigungsstücken zu Beginn der Runde wies der rote Renner einen Vorteil von rund fünf km/h gegenüber Mercedes auf, während die Silberpfeile eher im zweiten Streckenabschnitt auftrumpften. Es überrascht daher nicht, dass Mercedes die Bestzeit im letzten Sektor hielt. Das sind genau die Stellschrauben, die es mit Blick auf das Qualifying abzuwägen gilt, wie auch Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur betont: “Ich denke, das beste Set-up ist das, mit dem wir im Qualifying arbeiten werden, nicht im freien Training.”
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“Wir wissen, dass sich die Strecke enorm entwickeln wird, selbst während der Session selbst. Das Wichtigste ist, den Grip im Q3 vorauszuahnen und auf das Q3 vorbereitet zu sein. Es nützt nichts, im Training der Beste zu sein, wenn man es im Qualifying dann nicht mehr ist”, so der Teamchef. Dies war in der Tat ein Punkt, den viele Beobachter bereits im Vorfeld hervorgehoben hatten. Denn obwohl die Strecke schon am Freitag ein überraschend hohes Grip-Niveau bot, wird dieses in den kommenden Tagen weiter ansteigen. Alle Kurventypen auf einer Strecke Hinzu kommt, dass die Abstimmung alles andere als einfach wird: Der Kurs vereint sämtliche Kurventypen – von extrem schnellen Passagen bis hin zu langsamen Abschnitten -, weshalb das Finden des perfekten Kompromisses für die Ingenieure eine echte Herkulesaufgabe darstellt. “Es ist eine Herausforderung, weil man praktisch alle Kurventypen der gesamten Saison auf einer Strecke hat. Das ist eine gute Übung für die Ingenieure, aber am Ende ist es extrem schwer einzuschätzen, wie sich der Grip zwischen FT3 und dem Qualifying – und sogar während des Qualifyings selbst – verändern wird”, sagt Vasseur.
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“Das bedeutet, dass das Energiemanagement in den Hochgeschwindigkeitssektoren kompliziert wird, und ich denke, der Schlüssel liegt darin, die Pace für Q3 richtig zu prognostizieren.” Leclerc trotz Unfall mit Selbstvertrauen? Da die Mauern extrem nah stehen und kaum Platz für Überholmanöver nebeneinander bleibt, wird dem Qualifying eine noch entscheidendere Rolle zukommen. Die Hoffnung ruht auch darauf, dass die Fahrer den Unterschied ausmachen können. Die letzten 20 Sieger auf neuen Formel-1-Strecken

Nach seinem schweren Unfall in Monza, bei dem Kräfte von rund 50 g auf ihn einwirkten, brennt Leclerc auf Wiedergutmachung. Es ist kein Geheimnis, dass der Monegasse ein besonderes Händchen für Stadtkurse hat. Zusammen mit Hamilton, der am Freitag weniger als eine halbe Zehntelsekunde zurücklag, könnte er den entscheidenden Trumpf darstellen, um Kimi Antonelli zu schlagen.
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“Ja, ich glaube, er hat auf dieser Art von Strecken immer großes Selbstvertrauen. Ich denke, er liebt sie und zeigt hier tolle Leistungen. Aber das war nach Monza keineswegs selbstverständlich. Ich bin sehr zufrieden”, fügt Vasseur hinzu.

 
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