Monza enthüllt wahres Bild: So reagiert Verstappen auf das ADUO-Ergebnis

Monza enthüllt wahres Bild: So reagiert Verstappen auf das ADUO-Ergebnis

 

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Nach dem Rennwochenende in Zandvoort hat die FIA endlich öffentlich bestätigt, was im Paddock bereits seit dem Monaco-Wochenende bekannt war: Jeder Hersteller hat im Rahmen des ADUO-Systems einen Token zugesprochen bekommen – mit Ausnahme von Red Bull Ford Powertrains.  circuitpics.de Max Verstappen wurde in Monza mit der harten Realität konfrontiert

Basierend auf dem ersten Messzeitraum wurde der Neuling aus Milton Keynes an der Spitze des Rankings platziert – als der Hersteller mit dem stärksten Verbrennungsmotor im Feld. Auch der zweite Messzeitraum, der nach dem Großen Preis von Ungarn endete, änderte daran nichts. Die lange Verzögerung bei der offiziellen Bekanntgabe hängt direkt mit der Unzufriedenheit von Red Bull hinter den Kulissen zusammen. Das Team hat wiederholt um Klärung gebeten; selbst CEO Oliver Mintzlaff schaltete sich intensiv in die Angelegenheit ein.
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Max Verstappen hielt sich in den vergangenen Monaten mit Aussagen zum Thema ADUO sehr zurück – auch um die FIA während des laufenden Prozesses nicht gegen sich aufzubringen. Nach der offiziellen Veröffentlichung befragte den Niederländer in Monza zum Ergebnis. Überraschenderweise deutete Verstappen an, dass die Gespräche hinter den Kulissen noch keineswegs abgeschlossen seien: “Meine Kommentare sind immer noch dieselben wie beim letzten Mal. Wir sind als Team überrascht und sehen diese Zahlen bei uns nicht. Von daher befinden wir uns diesbezüglich immer noch in Gesprächen mit der FIA. Wir werden sehen, was dabei herauskommt.” Der Verweis auf andauernde Gespräche überrascht, da die Ergebnisse eigentlich offiziell feststehen. Seitens der FIA wurde jedoch klargestellt, dass Red Bull hinter verschlossenen Türen weiterhin unglücklich ist und seinen Unmut zum Ausdruck bringt – wenngleich das nichts mehr an den Ergebnissen ändern wird. Schwachstelle von Teams so akzeptiert Das liegt auch daran, dass Red Bull kaum stichhaltige Argumente an der Hand hat. Das eigentliche Problem sitzt tiefer – nämlich in der Grundstruktur des Systems selbst -, doch dagegen können die Teams kaum etwas ausrichten. Die fundamentale Schwachstelle besteht darin, dass die Messungen ausschließlich auf dem Verbrennungsmotor basieren, die daraus resultierenden Upgrade-Möglichkeiten jedoch auch die elektrische Seite der Power-Unit abdecken. Nikolas Tombazis, Formelsport-Direktor der FIA, erklärte, dass er durchaus offen dafür gewesen wäre, weitere Parameter einzubeziehen. Die Teams und Hersteller hätten jedoch darauf bestanden, das System so einfach wie möglich zu halten. Warum ADUO die Formel-1-Welt spaltet Video wird geladen… Die ganze Formel-1-Welt diskutiert über ADUO – das neue FIA-System zur Unterstützung zurückliegender Motorenhersteller. Doch wie funktioniert dieser?

Mit Red Bull an der Spitze der Verbrenner-Wertung wird diese Schwäche des Reglements nun auf die denkbar bitterste Weise offengelegt: Red Bull hinkt auf der elektrischen Seite der Power-Unit hinterher und müsste genau dort nachbessern, kann dies jedoch nicht tun, weil das Team keinen ADUO-Token erhalten hat.
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Als Verstappen in Madrid erneut auf die ADUO-Thematik angesprochen wird, verweist er genau auf dieses Problem und erklärt, dass der GP von Italien diese Diskrepanz schonungslos aufgedeckt habe. “Die Sache ist die: Man misst natürlich den Verbrennungsmotor, aber nicht die Batterie, richtig? Das sind zwei völlig verschiedene Dinge, und am Ende des Tages liefern beide fast die gleiche Leistung ab.” “Wenn man nur eine Komponente misst, sind wir beim Verbrenner vielleicht sehr gut, dafür aber bei der Batterie im Vergleich zu Mercedes nicht so stark. Es ist schwer zu sagen, aber genau so sieht es im Moment aus.” In Monza dank Overtake-Modus drangeblieben Monza lieferte die Bestätigung dafür: Verstappen konnte den Kampf gegen Mercedes mithilfe des Overtake-Modus aufnehmen – und somit mit zusätzlicher Energie, die er zurückgewinnen und abrufen konnte. Doch sobald er in Führung lag und der Überholmodus nicht zur Verfügung stand, traten die wahren Grenzen zutage.
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“Wir hatten schlichtweg nicht dieselbe Energiefreigabe wie Mercedes, und das wurde extrem deutlich, als ich in Führung ging. Es war unheimlich schwer, sich gegen sie zu wehren. Ich konnte nur dann mit ihnen mithalten, wenn mir der Overtake-Modus zur Verfügung stand”, sagt Verstappen. “Wir müssen also einfach einen besseren Job machen und weiterarbeiten. Wir müssen versuchen, uns in allen Belangen zu verbessern: Auto, Motor, Batterie – einfach alles. Das hört nie auf, das ist ein fortlaufender Entwicklungsprozess. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, aber so etwas braucht Zeit.”
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Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn ohne einen ADUO-Token sind Red Bull die Hände weitgehend gebunden. Natürlich lässt sich die Einsatzstrategie für die Energie auf jeder Strecke optimieren. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Doch Red Bull ist der einzige Hersteller, der kein Performance-Upgrade nachlegen darf, und ist somit gewissermaßen darauf angewiesen, dass die Konkurrenz aufholt, um jemals von der Spitze dieser spezifischen Wertung wegzukommen.

 
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