George Russell: In 14 Rennen hatte ich Probleme, nur sechs Rennen liefen glatt
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Eigentlich war Mercedes-Pilot George Russell als einer der größten Favoriten auf den WM-Titel in die Formel-1-Saison 2026 gestartet. Mit einem Sieg beim Auftakt in Australien untermauerte der Brite diesen Anspruch direkt, ehe die Saison für den Briten eine unschöne Wendung nahm und Kimi Antonelli den Titel holte. LAT Images George Russell hat eine schwierige Formel-1-Saison 2026 erlebt
Denn nur in Spielberg und Baku gelang es Russell anschließend noch einmal, auf die höchste Stufe des Podiums zu klettern. Das lag allerdings nicht ausschließlich an den Leistungen des Briten, sondern vor allem an der Mercedes-Antriebseinheit, die ihn in diesem Jahr mehrfach im Stich gelassen hat. “Ich bin mit meinen Ingenieuren jedes Rennen dieser Saison durchgegangen: In nur sechs Rennen gab es keinerlei Probleme”, betont Russell. “In 14 Rennen traten Dinge auf, die wir zunächst als Pech abgetan haben. Aber wenn so etwas so oft passiert – und zwar speziell bei uns -, dann müssen wir die Dinge kritischer hinterfragen.”
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“Wir haben leider oft den Kürzeren gezogen”, ergänzt der Brite. Gleichzeitig betont er, dass auch andere Piloten mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. “Ich bin also nicht der Einzige, der mit solchen Problemen zu kämpfen hat; auch Kimi hatte zu verschiedenen Zeitpunkten Schwierigkeiten.” Russell gibt zu: Probleme sind “schwer zu akzeptieren” “Dennoch: Die meisten dieser Vorfälle haben leider uns getroffen.” Die wiederkehrenden Rückschläge machten sich deshalb auch psychisch bemerkbar: “Ich fühle mich nach dieser Saison ehrlich gesagt etwas erschöpft – ständig musste ich mich wieder aufrappeln”, gibt Russell zu. Vom WM-Favoriten zum Sorgenfall: Was ist mit George Russell los? Video wird geladen…
“Wenn man zu Boden geschickt wird, steht man wieder auf; dann wird man erneut zu Boden geschickt, und man steht wieder auf. Ich hatte gehofft, dass das vielleicht ein- oder zweimal in der Saison vorkommt, aber nicht fast jedes zweite Wochenende.” “Und wenn man dann an einen Punkt in der Saison kommt, an dem man drei Wochen am Stück von zu Hause weg ist, und dann passiert so etwas wie in Mexiko – wo die Chance auf den Sieg oder das Podium völlig außerhalb der eigenen Kontrolle zunichtegemacht wird -, dann ist das wirklich schwer zu verkraften.” Beim Großen Preis von Mexiko war Russell von der zweiten Position gestartet, wurde aufgrund eines Motorenproblems allerdings bereits auf dem Weg zur ersten Kurve weit zurückgeworfen. “Dass dann wieder etwas passierte, auf das ich keinen Einfluss hatte, das war sehr schwer zu akzeptieren”, sagt er deutlich. “Einfach nicht das Jahr, das wir uns erhofft hatten” Zwar hat selbst Mercedes eingeräumt, dass Russell das Glück in diesem Jahr nicht gerade hold war. Der Brite sieht allerdings nicht, dass ihn sein Team im Stich gelassen hätte. “So etwas passiert eben”, meint er. “Niemand möchte, dass so etwas geschieht. Wir alle geben unser Bestes, um die bestmögliche Leistung zu erbringen.” Im Vorjahr hatte Mercedes zwar ein “ein extrem zuverlässiges Auto”, dennoch beendete Russell die Saison in der Fahrer-WM lediglich auf dem vierten Platz. “Dieses Jahr haben wir ein extrem schnelles Auto, das allerdings unzuverlässig ist. Was ist einem also lieber?” Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat
Zudem sei “schwer zu beziffern, wie stark sich diese Vorfälle ausgewirkt haben, denn oft spielt der ‘Momentum’-Faktor eine Rolle”, ergänzt der Mercedes-Pilot. “Wir hatten das Problem in China mit dem Ausfall im Qualifying, dann die Schwierigkeiten in Japan, den Motorschaden in Kanada – und in Monaco gab es diese Durchfahrtsstrafe.” “Solche Dinge summieren sich. Wenn man mitten im Titelkampf steckt oder in Schlagdistanz liegt, möchte man eigentlich nicht ständig hinterherlaufen müssen. Vielleicht hat das dazu geführt, dass ich es übertrieben habe und zu sehr erzwingen wollte – vielleicht aber auch nicht.”
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Da sich diese Frage im Nachhinein ohnehin nicht eindeutig beantworten lässt, “versuche ich auch gar nicht erst, eine Antwort darauf zu finden”, stellt Russell klar. Der Mercedes-Pilot kämpft weiterhin um den zweiten WM-Rang hinter Antonelli, aber “alles in allem war es einfach nicht das Jahr, das wir uns erhofft hatten.” Warum Russell für 2027 wieder zuversichtlich ist Trotz der enttäuschenden Saison will sich Russell von den Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Mit Blick auf 2027 sieht er durchaus Grund für Optimismus. “Im nächsten Jahr ändert sich einiges: Die Antriebseinheit wird angepasst, und auch die Reifen verändern sich leicht”, weiß der Mercedes-Pilot. “Ich hatte bisher deutlich mehr gute als schlechte Jahre.” “Ich glaube, es gibt keinen Sportler, keinen Geschäftsmann – überhaupt keinen Menschen -, der jedes einzelne Jahr nur großartige Zeiten erlebt. Wir alle hier im Raum haben gute Tage und schlechte Tage; wir haben gute Jahre und schlechte Jahre – aus den unterschiedlichsten Gründen. Selbst die Größten aller Zeiten im Sport erleben schwierige Phasen.” Formel-1-Quiz
George Russell hat in der Formel 1 welche Podestplatzquote?
58,31% Prozent 18,82% Prozent 23,17% Prozent 9,86% Prozent Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Auch Lewis habe “so viele erfolgreiche Jahre, aber eben auch schwierige Zeiten” erlebt, betont Russell. “Es kommt darauf an, wie man sich nach solchen Phasen wieder aufrappelt, den Glauben und den Mut bewahrt und zu alter Stärke zurückfindet.”
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Gleichzeitig sei es “wichtig, nicht naiv zu sein und das Ausbleiben von Siegen einfach nur auf Pech zu schieben”, weiß der Mercedes-Fahrer. “Man muss kritisch in den Spiegel schauen und überlegen, wo man selbst hätte besser arbeiten können – etwa, ob die Probleme vielleicht auf eine mangelhafte Vorbereitung unsererseits zurückzuführen sind.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Ich glaube zwar nicht, dass das der Fall ist, aber wir müssen das gemeinsam mit dem Team aufarbeiten. Die Dinge werden sich schon wieder zum Guten wenden. Daran habe ich keinen Zweifel. Diese mentale Widerstandsfähigkeit – genau das hat mir dieses Jahr gezeigt: Ich glaube weiterhin an mich selbst, und ich weiß: Nächstes Jahr greifen wir wieder an.”
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