Haas sucht neue Geldgeber: Warum BWT plötzlich zum Thema wird
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Haas-Teamchef Ayao Komatsu zeigt sich ermutigt von den Sponsorengesprächen für das kommende Jahr (hier den Formel-1-Kalender 2027 ansehen!). Gerüchten zufolge ist auch BWT involviert. Doch eine Sache stellt Komatsu klar: “Wir werden keine pinkfarbenen Autos bekommen.” Getty Images/KI-bearbeitet Fotomontage: Ein Haas-Auto vor den Logos von Team und BWT
Dass BWT bei Haas andockt, ist möglich: Das österreichische Unternehmen ist derzeit Titelsponsor von Alpine, wird Alpine jedoch im kommenden Jahr verlassen. Denn Alpine plant für 2027 eine neue Titelpartnerschaft mit dem Modehaus Gucci. Haas wird indes nicht zum ersten Mal mit BWT in Verbindung gebracht: Bereits nach dem Ende der Partnerschaft zwischen BWT und Aston Martin Ende 2021 galt der US-Rennstall als mögliches neues Ziel des österreichischen Unternehmens. BWT entschied sich letztlich für Alpine – unter anderem, weil das Unternehmen dort mehr Raum für seine charakteristische pinkfarbene Farbgebung erhielt. Warum Teamchef Komatsu für 2027 zuversichtlich ist Komatsu hatte Anfang des Jahres gegenüber Sky erklärt, dass fehlende finanzielle Mittel Haas daran hinderten, zusätzliches Personal einzustellen sowie in Werkzeuge und Infrastruktur zu investieren. Zu seinen Aufgaben gehöre es deshalb, durch neue Partner zusätzliche Einnahmen für das Team zu generieren.
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Am Madring-Wochenende gab Komatsu nun ein Update. Demnach befindet sich Haas mit “sehr vielen Interessenten” in Gesprächen, um das Teambudget näher an die Kostenobergrenze von umgerechnet rund 190 Millionen Euro heranzuführen. Er sei “sehr zuversichtlich”, sagte Komatsu. “Ich glaube, dass wir unsere Geschichte langsam, aber sicher nach außen tragen und großartige Leute finden. Bislang läuft es also gut, und das hilft uns enorm.” Haas ist immer noch das kleinste Formel-1-Team Haas ist das kleinste Team der Formel 1, beschäftigt etwas mehr als 400 Mitarbeiter und operierte seit Einführung der Kostenobergrenze deutlich unter dem erlaubten Höchstbetrag. Zwar verfügt das Team derzeit über einen Titelsponsoringvertrag mit Toyotas Motorsportabteilung Gazoo Racing, die diese Rolle in diesem Jahr vom Zahlungsdienstleister MoneyGram übernommen hat, doch Haas möchte sein Sponsorenportfolio weiter ausbauen. Die Kandidaten auf ein Haas-Cockpit 2027 Komatsu betonte jedoch, dass Haas nicht darauf angewiesen sei, mit der Verpflichtung künftiger Fahrer finanzielle Lücken zu schließen. Das Team befinde sich weiterhin in der Lage, seine Fahrer für 2027 anhand ihrer sportlichen Leistungen auszuwählen.
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Ryo Hirakawa, Leonardo Fornaroli und Rafael Camara haben für Haas bereits Testfahrten mit älteren Formel-1-Autos absolviert. Das Team prüft damit mögliche Fahrer für die Zukunft. Komatsu selbst spricht von fünf Kandidaten. Dazu dürften der aktuelle Haas-Pilot Esteban Ocon, dessen Leistungen sich zuletzt verbessert haben, sowie Yuki Tsunoda gehören. Auf was kommt es an bei der Haas-Fahrerwahl? Spielen kommerzielle Überlegungen also gar keine Rolle bei Haas? Komatsu erklärte: “Wenn der Unterschied [zwischen zwei Fahrern] zum Beispiel innerhalb einer Zehntelsekunde liegt, wenn es also wirklich sehr, sehr eng ist, dann spielt das Gesamtpaket aus den jeweiligen Verbindungen natürlich eine Rolle.” Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer
“Ich glaube aber nicht, dass dieses Szenario eintreten wird. Ich denke, wir können nach Leistung entscheiden. Wir haben das gesamte Programm noch nicht abgeschlossen.”
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“Wir wollen unbedingt zwei schnelle Fahrer, denn das ist der beste Weg, um dieses Team weiterzuentwickeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob es zwei Ferrari-Fahrer, zwei Toyota-Fahrer oder zwei McLaren-Fahrer sind. Wer am schnellsten ist, ist die beste Wahl für das Team.” “Für alle hier ist es wichtig zu wissen, dass wir die bestmögliche Fahrerwahl getroffen haben, die uns zur Verfügung steht, damit diese beiden Fahrer das Maximum aus dem Auto herausholen.” “Man stelle sich vor, wir würden jemanden nehmen, der eine halbe Sekunde langsamer ist, dafür aber zusätzliches Geld mitbringt. Das wäre nicht gerade motivierend”, sagte Komatsu.
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Ein Team wie Haas sei schließlich auf die Preisgeldzahlungen der Formel 1 angewiesen. “Jede einzige Position in der Konstrukteurswertung bringt ziemlich viel Geld ein”, erklärte Komatsu. “Für uns gilt deshalb, was ich schon immer gesagt habe: Wir wählen unsere Fahrer nach ihrer Leistung aus.”
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