“Irgendwann frustrierend”: Wie Oliver Bearman die bisherige Saison bewertet

“Irgendwann frustrierend”: Wie Oliver Bearman die bisherige Saison bewertet

 

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Haas-Pilot Oliver Bearman ist mit einem siebten Platz in Australien und dem fünften Rang in China stark in die Formel-1-Saison 2026 gestartet. Doch auf den vielversprechenden Auftakt folgte der Einbruch: In den letzten neun Rennen sammelte der 21-jährige Brite lediglich noch einen einzigen WM-Punkt beim Großen Preis von Kanada.  LAT Images Oliver Bearman gibt zu, dass es “irgendwann frustrierend” wird

“Ich war sehr zufrieden mit unserem Saisonstart”, zieht Bearman vor der Sommerpause nun eine Zwischenbilanz. “Wir hatten ein wirklich konkurrenzfähiges Auto. Ob man es glaubt oder nicht: In den ersten Rennen haben wir gegen Red Bull gekämpft.” Tatsächlich sammelte der Haas-Pilot in den ersten drei Saisonrennen sogar mehr Punkte als Max Verstappen. “Sie kamen zwar nicht überragend aus den Startlöchern, aber wir haben einen wirklich guten Job gemacht. Die ersten beiden Veranstaltungen liefen sehr gut.”
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“Zudem haben wir die Herausforderungen und Feinheiten des Reglements sehr effizient gemeistert und hatten zu Beginn keinerlei Probleme mit der Zuverlässigkeit oder der Software, sodass wir viele Punkte geholt haben. Es war ein wirklich guter Start.” Bearman gibt zu: “Es wird irgendwann frustrierend” Vom gelungenen Saisonauftakt ist aber nur noch wenig übrig. “Inzwischen hat es etwas nachgelassen. Als Team haben wir seit Kanada keine Punkte mehr geholt”, räumt Bearman ein. Tatsächlich gelang Teamkollege Esteban Ocon in Monaco zwar noch einmal ein Top-10-Ergebnis, doch für Bearman selbst blieb Kanada das bislang letzte Erfolgserlebnis. Erst Sainz, dann das Getriebe: Piastri verflucht Ungarn I Rennen F1 Budapest 2026 Video wird geladen…  

In Montreal brachten neue Teile am VF-26 nicht den erhofften Fortschritt. “Dort hatten wir unser letztes Upgrade-Paket eingeführt, das dem Auto jedoch nicht ganz den Leistungsschub gebracht hat, den die Konkurrenz erzielen konnte.” Zu Saisonbeginn bewegte sich Haas noch auf Augenhöhe mit Audi, Racing Bulls und Alpine, aber inzwischen hat sich das Kräfteverhältnis verschoben. “All diese Teams haben einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht”, gibt der Brite zu. “Die Zeit seit Kanada war wirklich lang.” Bearman sieht weder sich selbst noch das Team als Hauptproblem. “Wir haben aus meiner Sicht bei der Umsetzung einen guten Job gemacht. Wir haben das Maximum aus dem Auto herausgeholt, und ich habe das Maximum aus mir selbst herausgeholt. Doch wenn das Maximum nur Platz 14, 13 oder 12 bedeutet, wird es irgendwann frustrierend.” Haas kämpft im Moment nicht um Punkte Immerhin fällt der teaminterne Vergleich deutlich zugunsten des Briten aus: Während Bearman bereits 18 WM-Punkte gesammelt hat, steht Esteban Ocon erst bei drei Zählern. Dennoch beschreibt der Haas-Pilot die aktuelle Situation als kompliziert. “Die Situation in unserem Team ist schwierig”, erklärt Bearman. “Wir haben viel darüber gesprochen, aber die Schwankungen bei unserem Material waren ziemlich groß. Ich habe sowohl die negativen als auch die positiven Seiten davon erlebt; es ist jedoch schade, denn es bedeutet, dass man ständig einem beweglichen Ziel hinterherjagt.”  LAT Images Oliver Bearman ist mit der bisherigen Saison nicht zufrieden

Besonders die Unberechenbarkeit des VF-26 bereitet Sorgen. “Über Nacht kann sich die Fahrzeugbalance ändern, ohne dass wir damit rechnen”, spielt Bearman auf die aktuellen Herausforderungen an. “Letztendlich ist der Kampf, den wir führen, nicht immer fair, und manchmal haben wir das Gefühl, wir müssten antreten, während uns fast die Hände auf dem Rücken zusammengebunden sind.” Trotz der schwierigen Umstände sieht der 21-Jährige seine persönliche Entwicklung positiv. “Natürlich habe ich das Gefühl, auf einem sehr hohen Niveau zu fahren, und ich sehe bei meinen Leistungen einen deutlichen Fortschritt im Vergleich zu vor zwölf Monaten oder sogar zum Saisonbeginn. Mehr kann ich nicht tun. Im Moment kämpfen wir nicht um Punkte.” Bearman hofft auf “etwas erfolgreichere” Zeiten Statt um WM-Zähler gehe es derzeit vor allem darum, das Maximum aus den vorhandenen Möglichkeiten herauszuholen. “Wir kämpfen nicht um viel mehr, als das Beste aus uns herauszuholen und in dieser schwierigen Phase so viel wie möglich zu lernen – in der Hoffnung, dass wir bald über die nötige Leistung verfügen, um dies umzusetzen und Punkte zu holen.”
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“Es war eine Herausforderung für uns”, gibt Bearman vor der Sommerpause zu, wobei er das Beste aus der aktuellen Situation gemacht hat. “Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, aber die ganze Geschichte lässt sich nicht unbedingt in einer Schlagzeile zusammenfassen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Den Glauben an eine Trendwende hat der Haas-Pilot jedenfalls nicht verloren. “Wir warten gespannt auf den nächsten Leistungsschub für das Auto, der hoffentlich bald kommt und die zweite Saisonhälfte vielleicht etwas erfolgreicher gestaltet.”

 
Formel1.de 

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