WM-Punkt für Hülkenberg in Madrid: “Geht mehr, geht aber auch schlechter”

WM-Punkt für Hülkenberg in Madrid: “Geht mehr, geht aber auch schlechter”

 

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Nico Hülkenberg hatte es vor dem ersten Grand Prix auf dem Madring bereits angekündigt: Für Audi würde es vor allem darum gehen, durchzukommen. Am Ende stand für den Deutschen tatsächlich ein Punkt zu Buche.  circuitpics.de Nico Hülkenberg bescherte Audi in Madrid mit etwas Glück einen Punkt

Viel Spektakel gab es beim Debütkurs in Madrid allerdings nicht. Hülkenberg profitierte von einem starken Boxenstopp während einer VSC-Phase und brachte Platz zehn ins Ziel. “Ja, ist okay. Pünktchen ist ein Pünktchen. Geht mehr, geht aber auch schlechter natürlich” bilanziert Hülkenberg. Viel mehr als der eine WM-Zähler war für den Audi-Piloten unter den gegebenen Umständen offenbar nicht drin. “Recht starkes Rennen, nicht super viel passiert, wie erwartet. Oder ich meine, erwartet wurde ja eigentlich viel mehr”, verweist er auf den prozessionsartigen Grand Prix.
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Der Madring hatte vor seinem Formel-1-Debüt mit seiner Mischung aus engen Passagen, schnellen Kurven und der überhöhten Passage im Stadionbereich für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Im Rennen blieb die große Action jedoch aus. Hülkenberg erinnert an ähnliche Erfahrungen auf anderen Stadtkursen: “Action und Vorfälle und dann, wie es so oft ist und wie es in der Vergangenheit oft war, wie auch im Baku und so, sind dann alle doch recht verhalten und haben sich unter Kontrolle.” Ein Punkt dank Boxenstopp während VSC Hülkenberg war vom elften Startplatz ins Rennen gegangen und verlor bereits in der zweiten Kurve eine Position an Esteban Ocon. Weil er in Kurve 1 auf der Außenseite und anschließend in Kurve 2 innen gewesen sei, geriet er zwischen die anderen Autos. Ocon hatte dadurch den besseren Ausgang aus der Passage. “Esteban hatte einen weiten Run und niemanden vor sich, also hat er mich dort leider bekommen”, schildert Hülkenberg die Szene. Im weiteren Verlauf blieb der Audi jedoch in Schlagdistanz. “Ich bin wieder ziemlich nah an ihn herangekommen, beim Anbremsen auf die Boxeneinfahrt war ich direkt am Getriebe”, sagt er. Wie der falsche Sieger den GP von Spanien gewonnen hat | Rennen F1 Madrid 2026 Video wird geladen…  

Der entscheidende Moment folgte während einer virtuellen Safety-Car-Phase. Audi hatte die Strategien seiner beiden Fahrer aufgeteilt und konnte Hülkenberg dadurch zum passenden Zeitpunkt an die Box holen. Der Stopp gelang so gut, dass der Deutsche vor den relevanten Konkurrenten wieder auf die Strecke kam. “Unsere Boxencrew hat die anderen geschlagen, das war eine großartige Arbeit von ihnen.” Auch Audi-Sportdirektor Allan McNish macht deutlich, welchen Anteil die Boxencrew am Ergebnis hatte. Durch die unterschiedlichen Strategien habe das Team mehrere Optionen gehabt. Als das VSC kam, konnte Audi Hülkenberg mit dem weicheren Reifen an die Box holen. “Und es war ein atemberaubender Boxenstopp!”
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Der Stopp brachte ihn in eine Position, in der er anschließend um den letzten Punkt kämpfen konnte. Für McNish war der Stopp deshalb “der entscheidende Faktor”. Bortoleto auf alternativer Strategie unterwegs Eine weitere wichtige Variable war die Pace von Alpine. Pierre Gasly blieb lange draußen und hielt damit eine Strategie am Leben, die Audi im Auge behalten musste. Hülkenberg wartete darauf, dass der Franzose irgendwann in sein Boxenstoppfenster kam. “Ja, es war so ein bisschen knapp”, sagt der Deutsche. Gasly sei zunächst immer weiter weggefahren, ehe er wieder Zeit verloren habe. “Irgendwas ist dann auch bei ihm passiert, aber ja, die Alpines waren definitiv schnell heute.”
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Das bekam auch Hülkenbergs Teamkollege Gabriel Bortoleto zu spüren, der wie Gasly einen langen ersten Stint auf harten Reifen fuhr. “Ich und Pierre haben vielleicht auf eine rote Flagge gewartet, damit wir auf unserer Seite ein bisschen Glück haben und die Reifen wechseln können. Aber das ist nicht passiert”, sagter. Madrid: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Denn nach der VSC-Phase blieb das Rennen unter normalen Bedingungen. Es gab weder eine weitere Safety-Car-Phase noch eine rote Flagge. Als Franco Colapinto schließlich an Bortoleto vorbeiging, entschied sich dieser zum regulären Stopp. “Ich sagte: ‘Leute, an die Box! Ich will nicht von allen mit diesen beschissenen Reifen überholt werden, ich habe genug davon. Lasst uns einfach noch einmal in die Boxengasse fahren und dann auf die weichen Reifen wechseln'”, schildert er seine Reaktion. Am Ende wurde es Platz 13 für den Brasilianer. Bringen kommende Upgrades Audi weiter? Für Audi ist das Ergebnis vor allem deshalb wertvoll, weil das Team zuletzt gegenüber Konkurrenten ins Hintertreffen geraten war, die mit Updates nachgelegt hatten. “Insgesamt bin ich zufrieden, vor allem darüber, dass wir zwei Autos hatten, die das ganze Wochenende über ein sehr enges Duell lieferten”, betont McNish.
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“Dadurch hatten wir die Möglichkeit, verschiedene Strategien zu prüfen. Aber beide Fahrer haben das sehr, sehr gut umgesetzt. Die Boxencrew hat die sich bietende Chance genutzt und das Beste aus ihr gemacht. Letztendlich haben wir einen Punkt geholt.” Für das kommende Rennen ist ein Upgrade angekündigt. Dass Audi damit automatisch wieder vor Alpine landen wird, erwartet der Hülkenberg jedoch nicht. Zumal gerade der kommende Kurs eine besondere Herausforderung sei. “Baku ist immer eine spezifische Strecke, sie hat ihre eigenen Gesetze”, so der Deutsche.
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Die größeren Fortschritte erwartet er erst auf den folgenden Kursen. “Ich denke, dieses Upgrade sollte in Kuala Lumpur danach und dann in Singapur noch mehr Früchte tragen”, blickt Hülkenberg. voraus. Entscheidend sei, dass das Paket die Performance verbessere und Audi einen weiteren Schritt nach vorne ermögliche. Sky-Experte Ralf Schumacher sieht Audi derweil grundsätzlich auf einem guten Weg. “Für das erste Jahr ist es sehr angenehm ruhig um das Team. Man scheint zusammenzuarbeiten, die Fahrer verstehen sich”, sagt Schumacher. Auch Teamchef Mattia Binotto habe sich aus seiner Sicht verändert. “Ich finde, Mattia Binotto ist auch viel zugänglicher geworden, als er das zu Ferrari-Zeiten war.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Gleichzeitig sieht Schumacher Audi vor einer wichtigen strategischen Entscheidung, was den weiteren Entwicklungsweg und die Aufteilung der Ressourcen angeht: “Jetzt ist man am Scheideweg: Wie viel Geld investiert man dieses Jahr noch und wie viel verwendet man schon fürs nächste Jahr?”, fragt der Experte.

 
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