Jackie Stewart: Höhere Formel-1-Sicherheit fördert aggressiven Fahrstil

Jackie Stewart: Höhere Formel-1-Sicherheit fördert aggressiven Fahrstil

 

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Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart glaubt, dass moderne Formel-1-Fahrer dank der modernen Sicherheitsstandards deutlich aggressiver zu Werke gehen können, und blickt in einem Interview mit seinem Enkel Lucas auf seinen unermüdlichen Einsatz für mehr Sicherheit im Motorsport in den 1960er- und 1970er-Jahren zurück.  LAT Images Jackie Stewart hat eine Menge für die Sicherheit in der Formel 1 getan

“Sie agieren präventiver im Bereich der Sicherheit, aber gleichzeitig hat das Ausnutzen dieser Standards den Sport auf ein Niveau gebracht, das es früher nie gab. Sie machen zwar Fehler, aber diese Fehler kosten heute keine Menschenleben mehr wie in der Vergangenheit”, sagt Stewart auf die Frage, wie sich moderne Fahrstile durch die gestiegene Sicherheit verändert haben. Laut dem 87-Jährigen habe sich in der Formel 1 alles zum Besseren entwickelt. “Sie befindet sich derzeit in einem sehr guten Zustand. Die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls ist im Vergleich zu früher verschwindend gering. Das ist also eine gute Sache”, betont der Schotte. Viele Gedenkbänke auf Stewarts Anwesen Während Stewarts aktiver Karriere hatte ein Unfall nicht selten tödliche Folgen. Für das Saisonende 1973 hatte er sein Karriereende schon fest eingeplant, doch nach dem tödlichen Unfall seines Teamkollegen Francois Cevert in Watkins Glen hörte er bereits ein Rennen früher als geplant auf und verpasste so seinen 100. Grand Prix.
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“Es war lächerlich gefährlich. Die meisten meiner Freunde sind tot”, sagt er und verweist auf die zahlreichen Gedenkbänke auf seinem Anwesen: “Fast jede Bank hier auf unserem Grundstück ist einem Rennfahrer gewidmet, der sein Leben verloren hat.” Video wird geladen…  

“Wir waren alle Kumpels”, sagt Stewart und erinnert sich an ganz andere Zeiten. “Wir haben das Rennen nicht einmal unterbrochen. Wir sind weitergefahren, während gerade jemand sein Leben verlor. Das ist eine unglaubliche Realität.” “Und man wusste, wer es war”, meint er weiter. “Manchmal bot sich ein schrecklicher Anblick und man erkannte es nur an seinem Helm, der beim Unfall abgerissen worden war. Solche Dinge passieren heute nicht mehr.” Stewart möchte für Sicherheit in Erinnerung bleiben Dass so etwas heutzutage nicht mehr passiert, liegt zu einem großen Teil auch an Stewart selbst, der sich bereits während seiner aktiven Karriere intensiv für eine höhere Sicherheit eingesetzt hat. Auch nach seiner Karriere galt der Sicherheit im Motorsport immer seine oberste Priorität. “Ich musste etwas unternehmen, um den Sport sicherer zu machen.” “Heute haben wir im Motorsport die höchste Sicherheit, die es in der Geschichte des Sports je gab”, betont Stewart. Zwar seien tödliche Unfälle nie auszuschließen, “aber im Vergleich zu den vergangenen Zeiten ist es ziemlich unwahrscheinlich.” Die Formel-1-Karriere des Jackie Stewart

Den letzten tödlichen Unfall in der Formel 1 gab es in der Saison 2014, als Jules Bianchi während des Großen Preises von Japan in ein Bergungsfahrzeug krachte und nicht mehr aus einem monatelangen Koma erwachte – es war der einzige Unfall mit Todesfolge für einen Fahrer in mittlerweile mehr als 30 Jahren.
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Dass er den Rennsport sicherer gemacht hat, so möchte Stewart auch in Erinnerung bleiben: “Die Zahl der Freunde, die starben – in vielen Fällen völlig unnötig -, konnte auf ein völlig neues Niveau gesenkt werden, und das wurde von vielen anderen fortgeführt”, so der ehemalige Rennfahrer. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Aber vielleicht war ich der Erste, denn es wurde damals nicht unbedingt positiv aufgenommen, als wir Änderungen an den Rennstrecken durchsetzten, damit wir überhaupt weiterfahren konnten. Das alles musste geschehen, weil es so viele Todesfälle gab und es lächerlich gewesen wäre, einfach so weiterzumachen. Ich war einfach Teil dieser Epoche.”

 
Formel1.de 

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