Keine Lust auf Spa? Neue Regeln sorgen für Skepsis bei den Fahrern

Keine Lust auf Spa? Neue Regeln sorgen für Skepsis bei den Fahrern

 

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Vor dem Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps stellt sich einmal mehr die Frage, wie die Formel 1 des Jahrgangs 2026 auf einem Klassiker der Grand-Prix-Geschichte abschneiden wird. Durch Batteriemanagement, Clipping und mangelnde Energie auf der Ardennen-Achterbahn zeigen sich einige Fahrer vor dem Rennen äußerst skeptisch.  Speedpictures Spa-Francorchamps stellt 2026 eine völlig neue Herausforderung dar

“Es wird nicht mehr dasselbe Spa sein”, so die Einschätzung des amtierenden Weltmeisters Lando Norris. “Wir werden das in Pouhon und ein paar anderen Kurven sehen, aber es wird sicherlich nicht so eine große Herausforderung wie bisher.” Durch die Notwendigkeit, die Batterie auf langen Geraden einzusetzen, um die bestmögliche Rundenzeit zu erzielen, fehlt den Formel-1-Boliden dieser Saison die Möglichkeit, in klassischen Kurvenkombinationen das Maximum an Performance zu zeigen. Schon in Silverstone hatte Fernando Alonso ikonische Passagen wie Maggots-Becketts-Chapel als “Ladestationen” für die Hybrid-Fahrzeuge bezeichnet. Formel-1-Quiz
Wie oft gelang es Lando Norris, sich die Pole-Position zu holen?
32 3 16 14 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Allerdings gibt es im Vergleich zum Grand Prix von Großbritannien einen wichtigen Unterschied. Spa-Francorchamps zeichnet sich vor allem durch eine Vielzahl von Kurvenkombinationen aus, während in Silverstone neben ikonischen Passagen auch viele lange Geraden zum Layout der Strecke gehören. Das sogenannte Jojo-Racing dürfte daher trotz der mangelnden Energie kein allzu großer Faktor werden.
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Oscar Piastri beschreibt das Racing beim Grand Prix von Großbritannien folglich als “willkürlich”. Zwischen dem Einsatz des Boost-Knopfes und den verschiedenen Geraden im “Home of British Motor Racing” war laut dem McLaren-Piloten äußerst viel Konzentration nötig, um nicht mit den anderen Fahrern zu kollidieren. In Spa-Francorchamps ist dieser Faktor deutlich simpler. “Du nutzt von Kurve 1 bis zum Ende der Kemmel-Geraden sowie das komplette [Batteriepack], außer, du möchtest, dass dich jeder überholt”, erklärt Piastri. Sektor 3 dürfte für die Piloten ein Stück komplexer werden. Trotz einer Vielzahl von Kurven fehlt eine große Bremszone, um die Batterie wirklich aufzuladen. Dementsprechend dürften Fahrer nicht zuletzt in Kurven wie Pouhon versuchen, so viel Energie wie möglich zu sparen. Somit wird eine weitere Mutkurve der vergangenen Jahre ihren oft geschätzten Charakter verlieren. Wichtiger ist im aktuellen Reglement der Weg in Richtung der Bus-Stop-Schikane. “Wenn du mich als Fahrer letztes Jahr gefragt hättest, wo du lieber fahren würdest, dann wäre es hier gewesen”, so die Perspektive von Oliver Bearman vor dem Wochenende. “Dieses Jahr würde ich im Vergleich zu Silverstone und Spa vermutlich Ungarn oder Österreich sagen, so verrückt das auch klingt”, erklärt der Haas-Pilot. “Aber so ist es eben.”
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Der Hungaroring oder der Red-Bull-Ring geben Fahrern durch ihre vielen Bremszonen die Chance, ihre Runde mit vergleichsweise viel Energie zu bestreiten. Allerdings zeigt sich Bearman in seiner zweiten Formel-1-Saison alles andere als zynisch. “Die Art und Weise, wie du an Kurven herangehst, verändert sich”, so seine Erklärung. “In einigen Kurven hast du doppelt soviel Energie, wie in anderen. In manchen Kurven musst du dich wirklich darauf fokussieren, dass dir ein guter Ausgang gelingt. In anderen Kurven ist das nicht ganz so wichtig, da du nur einen kurzen Exit mit 500 statt 1.000 Pferdestärken hast.” “Es ist interessant und bringt uns sicherlich viel bei. So sehr wir uns auch beschweren: Es macht uns zu besseren Fahrern.”
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Dem gegenüber steht Ferrari-Pilot Lewis Hamilton. Er freut sich laut eigener Aussage nicht auf Strecken wie den Hungaroring oder den Red-Bull-Ring, sondern bevorzugt weiterhin die konventionellen Klassiker des Kalenders. “Das hier sind die Strecken, auf die ich mich freue, auch wenn wir langsamer sind”, so seine Meinung. “Monaco ist ein beeindruckender Ort, ein wunderschönes Land und eine herausragende Strecke für eine Qualifyingrunde, völlig egal, welches Auto du fährst. Aber es ist das Rennen, welches am wenigsten Spaß macht, da du nicht überholen kannst.” Verstappen vor Red Bull-Aus? Diese Teams kommen 2027 infrage! Video wird geladen… Max Verstappen und Red Bull stehen in der Formel 1 vor einer entscheidenden Zukunftsfrage. Wie geht es 2027 weiter?

“Für mich persönlich liegt der Reiz nicht im Qualifying, sondern im Racing. Rad-an-Rad-Duelle mit [der Konkurrenz], die anderen Fahrer zu überbieten und zu überlisten. Druck aufbauen, seine Position verteidigen, all solche Dinge. Das ist Racing, danach suche ich. Wenn du zu Rennen fährst und das nicht machen kannst, dann ist das nicht wirklich befriedigend.”
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2028 und 2030 wird Spa-Francorchamps nicht im Kalender zu sehen sein. Stattdessen wird der Große Preis von Belgien ab 2027 nur alle zwei Jahre veranstaltet. “Wenn du jeden Fahrer befragst, dann ist [Spa] in unseren Top 3 oder Top 5 Strecken im Rennkalender”, so Norris. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Somit ist es wirklich schade, dass [das Rennen] nur noch alle paar Jahre stattfinden wird. Ich liebe es hier. Ich denke, alle Fahrer lieben es hier. Aber wir mögen es auch, Autos zu fahren, die nicht von einer Batterie abhängig sind. Wir haben darauf kaum einen Einfluss, daher ist es nun mal so, wie es ist.”

 
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