Keine schnelle Rettung: McLaren braucht “fundamentale Änderungen” am MCL40
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Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri haben sich in diesem Jahr darüber beklagt, dass der McLaren MCL40 ein widerspenstiges Autos sei. Teamchef Andrea Stella hat nun eingeräumt, dass man das Fahrverhalten nicht ohne “grundlegende Veränderungen” verbessern kann – und genau diese sind erst zur Saison 2027 möglich. LAT Images Norris klagt in diesem Jahr über die Fahrbarkeit seines McLaren MCL40
Zwar musste sich in diesem Jahr jeder Formel-1-Pilot an die neue Generation von Fahrzeugen und Motoren anpassen, um die maximale Performance herauszuholen – oft mit unnatürlichen oder ungewohnten Fahrtechniken, die sie in ihrer gesamten bisherigen Karriere nie anwenden mussten. Doch McLaren kämpft die gesamte Saison über noch mit einem tiefergehenden Problem beim Fahrverhalten: Während Norris und Piastri versuchen, ihren Fahrstil an die V6-Turbo-Hybride mit höherem Elektro-Anteil anzupassen, bremst die zusätzliche Komplikation beim Handling den Gesamfortschritt des Teams im Vergleich zur Konkurrenz gewaltig aus.
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Das Problem scheint Piastri aufgrund seines natürlichen Fahrstils härter zu treffen als seinen Teamkollegen. Vollständig lösen kann McLaren die Angelegenheit erst, wenn mit einem komplett neuen Auto für 2027 tiefgreifende technische Änderungen vorgenommen werden können. Nach Piastri-Abschuss im Singapur-Sprint: Droht Norris jetzt der große McLaren-Ärger? Video wird geladen…
“Ich erwarte nicht, dass die kommenden Upgrades diese Charakteristik verbessern werden”, dämpft Stella die Erwartungen. “Ich glaube, wir brauchen etwas Grundlegenderes als einfach nur mehr Abtrieb ans Auto zu bringen, wie es in den nächsten Rennen geschieht.” “Ohne fundamentale Änderungen an weiteren Aspekten, die wir längerfristig angehen – und zwar frühestens mit dem MCL41 für 2027 – wird sich daran nichts ändern.” Nach dem Rennen in Singapur ging Norris detaillierter auf das Thema ein und erklärte, dass er seinen McLaren zwingen müsse, das zu tun, was er will, anstatt eine Balance zu finden, mit der er sich wohlfühlt. Lando Norris “kann nichts Magisches bewirken” “Das Auto fährt in jeder einzelnen Kurve auf Messers Schneide”, so Norris. “Du musst es millimetergenau in einem exakten Fenster bewegen und das Auto in absolut jeder Hinsicht zwingen. Du kannst dem Auto keinerlei Arbeit überlassen. Du kannst weder die Vorderachse noch die Hinterachse einfach arbeiten lassen.” Man müsse sowohl Front als auch Heck zwingen. “Man muss auf eine Art fahren, die extrem viel Konzentration und Können erfordert”, betont der McLaren-Pilot. “Es ist absolut anstrengend und mental zermürbend, weil man am Lenkrad so hart arbeiten muss.” Singapur: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Es ist einfach zu schwierig, und das macht es unmöglich, in der Qualifikation saubere Runden aneinanderzureihen. Das zeigt nur, wie gut der Job war, den wir gemacht haben, als wir auf Pole standen und solche Dinge erreicht haben – und wie belohnend sich das angefühlt hat.”
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Im Moment ist McLaren “nicht schnell genug”, warnt Norris. “Es ist einfach zu schwer, und man kann nichts Magisches bewirken. Du musst das Auto zwingen und kannst ihm nichts überlassen, weil es von allein nichts macht. Und das ist überhaupt nicht das, was man von einem Rennwagen will.” Oscar Piastri kämpft besonders mit dem McLaren MCL40 Diese “Intensität” beim Fahren ist laut Stella eine Eigenschaft, die den McLaren bereits die gesamte Saison prägt. Norris und Piastri mussten lernen, damit umzugehen. Dem Australier, der von Natur aus mit weicheren, sanfteren Lenkimpulsen fährt, fiel die Umstellung deshalb schwerer. “Die Tatsache, dass das Auto extrem viel Aufwand erfordert, um Rundenzeiten zu liefern, und eine Intensität bei den Lenkimpulsen verlangt, die weit über der des Vorjahres liegt – das war etwas, das die Fahrer erst einmal verstehen mussten”, erläutert Stella. Formel-1-Quiz
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564 558 572 561 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Das ist auch einer der Gründe, warum Oscar phasenweise etwas von seiner Konkurrenzfähigkeit gegenüber Lando eingebüßt hat. Wir saßen hier und haben diskutiert: Was ist los mit Oscar? Ich habe immer gesagt, dass das eine technische Ursache hat.”
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“Oscar musste einfach verstehen, wie er das Auto zu bestimmten Dingen zwingen muss und dass schnelles Fahren nicht zwangsläufig sauberes Fahren bedeutet, wenn man so will.” Der Teamchef nimmt seinen Piloten, der mittlerweile auch keine Chancen mehr auf den WM-Titel hat, damit in Schutz. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Wenn wir ihn früher schnell gesehen haben, war er extrem sauber”, sagt Stella. “In den Daten konnte man sehen, dass er extrem konstant und schnell war. Mit diesem Auto kommen all diese Dinge nicht mehr so oft zusammen – es ist also immens viel Arbeit für die Fahrer.”
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